Angst, sexuelle Erregung, Hunger, Schlaf - diese grundlegenden Aspekte tierischen und menschlichen Lebens können heute aufgrund des rasanten Wissenszuwachses auf dem Gebiet der Neurowissenschaften immer detaillierter erklärt werden. Dementsprechend faszinierend sind die im Dudel/Menzel/Schmidt zusammengetragenen Erkenntnisse, die von der Molekular- und Zellbiologie der Neurone über die synaptischen und modulatorischen Interaktionen von Zellen und Zellverbänden bis zu den komplexesten Hirnfunktionen wie Verhalten, Bewußtsein und Sprache reichen. 28 ausgewiesene Experten sind die Garantie für das hohe inhaltliche Niveau und die Aktualität dieses Lehrbuchs, das auch durch seine vorbildliche Didaktik und die Fülle farbiger Abbildungen überzeugt.
Josef Dudel Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)


Heidelberger Taschenbücher - 96: Grundriß der Neurophysiologie
Dritte, berichtigte Auflage
- 318 Seiten
- 12 Lesestunden
1. Der Aufbau des Nervensystems behandelt die Grundlagen der Nervenzellen, Stütz- und Ernährungsgewebe, Nerven und die Anatomie des Zentralnervensystems. Es wird erläutert, wie Nerv und Muskel erregt werden, beginnend mit dem Ruhepotential und dem Na+-Einstrom, gefolgt von der Natriumpumpe, dem Aktionspotential und der Fortleitung des Aktionspotentials. Die synaptische Übertragung wird detailliert beschrieben, einschließlich der neuromuskulären Endplatte und der quantenmechanischen Aspekte der chemischen Übertragung sowie der zentralen erregenden und hemmenden Synapsen. Die Physiologie kleiner Neuronen und Reflexe wird behandelt, einschließlich typischer neuronaler Verschaltungen, des monosynaptischen Reflexbogens und polysynaptischer motorischer Reflexe. Der Abschnitt über den Muskel beschreibt die Kontraktion, die Abhängigkeit der Muskelkontraktion von Faserlänge und Verkürzungsgeschwindigkeit sowie die elektro-mechanische Koppelung und die Regulation der Muskelkontraktion. Die motorischen Systeme werden in zwei Teile gegliedert, die sich mit spinaler Motorik und der funktionellen Anatomie supramedullärer motorischer Zentren befassen. Zudem wird die reflektorische Kontrolle der Körperstellung im Raum und die motorischen Funktionen von Großhirn und Kleinhirn behandelt. Schließlich wird das sensorische System thematisiert.