Erste umfassende Darstellung des Lebens und Werkes von Wilhelm Reich, einem der größten Entdecker und Denker des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit C. G. Jung und S. Freud ist er ein bedeutender Pionier der Analyse, der seinen eigenen Weg ging. So wurde er neben Psychoanalytiker und Arzt auch Begründer der Körperpsychotherapie und Entdecker auf dem Gebiet der Krebsbehandlung, Immunologie und anderer Disziplinen, von denen einige er selbst ins Leben rief. Ohne sein Erbe wären viele heutige Therapiemethoden undenkbar. Er entdeckte die heilende sowie tödliche Kraft der allgegenwärtigen Energie, die er Orgon nannte. Er vertrieb Hurrikane, rief Regen herbei und ließ die Wüste von Arizona ergrünen. In den Vereinigten Staaten wurden seine Bücher verbrannt, und er wurde vor Gericht gestellt. Nach einem halben Jahr im Gefängnis starb er.
Bernd A. Laska Bücher
Bernd A. Laska ist ein philosophischer Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer und Verleger, dessen Werk sich mit tiefgreifenden Gedankengängen befasst. Seine Schriften erforschen unkonventionelle Perspektiven auf Gesellschaft und menschliche Psyche. Laska widmet sich dem kritischen Denken und der Veröffentlichung von Werken, die die Grenzen des gewöhnlichen Verständnisses erweitern. Seine redaktionelle und verlegerische Tätigkeit trägt zur Verbreitung alternativer intellektueller Standpunkte bei.






"Katechon" und "Anarch"
Carl Schmitts und Ernst Jüngers Reaktionen auf Max Stirner
- 110 Seiten
- 4 Lesestunden
Dies ist die erste der Detailstudien zur Wirkung Stirners auf einzelne Denker (eine auf mehr als das Doppelte erweiterte Fassung eines Vortrags auf dem Kongress "Max Stirner e l'individualismo moderno„, Napoli, 10.-12. Nov. 1994). Schmitt und Jünger, die oft in einem Atem als langjährige Freunde genannt werden, reagierten zu verschiedenen Zeiten und auf gegensätzliche Weise auf Stirner. Während im Falle Schmitt Stirner von Jugend an ein stark verdrängtes “Arcanum„ seiner intellektuellen Entwicklung war, dessen Aufdeckung (u. a.) ein besseres Verständnis einiger seiner auch für Kenner oft “änigmatisch„ gebliebenen Begriffe und Philosopheme ermöglicht, liess sich Jünger erst in hohem Alter und nicht ohne insgeheim sarkastischen Bezug zu jener Haltung Schmitts betont “nonchalant„ und scheinbar affirmativ auf Stirner ein. Der Band enthält zudem ein (inhaltliches) Kapitel über Stirners zentrale “Gestalt„ des “Eigners„, um zu zeigen, dass sowohl Schmitts als auch Jüngers zentrale “Gestalten" zu ihr im Gegensatz stehen.
Die Untersuchung beleuchtet die Verbindungen zwischen bedeutenden Denkern wie Rousseau, Marx, Nietzsche und Freud sowie deren Kompromisse mit dem Zeitgeist, der zu den Katastrophen des 20. Jahrhunderts führte. Bernd A. Laska argumentiert, dass ihre Ideen als Abwehrreaktionen auf die radikalen Aufklärer La Mettrie, Stirner und Reich zu verstehen sind. In der Anthologie des 'LSR-Projekts' werden zentrale Erkenntnisse und die gemeinsame Kernidee dieser Denker – die "Negation des irrationalen Über-Ichs" – herausgearbeitet, um den Zeitgeist kritisch zu analysieren und zu überwinden.
Max Stirner
Leben, Werk, Wirkung
Im Zentrum stehen die Briefe, die Wilhelm Reich und Alexander Sutherland Neill in den Jahren 1936 bis 1957 gewechselt haben. Es sind Dokumente einer ungewöhnlichen Freundschaft. Das erste Mal trafen sie sich 1936 in Norwegen, danach blieb der Kontakt vor allem durch ihre Briefe bestehen. Sie waren für beide eine Quelle der Anregung, Bestätigung und auch der Auseinandersetzung. Neill bewunderte die analytische Schärfe Reichs, mit der er seine unorthodoxen Theorien zur Sexualität und Gesellschaft begründete. Reich schätzte Neill als progressiven Pädagogen mit ungewöhnlichem Gespür für die Bedürfnisse der Kinder. Die Briefe sind genauso verschieden wie ihre Verfasser. Während Neill in seinen Briefen von Beobachtungen des Alltags, offenen Bekenntnissen zur Person und Schulsituationen, realitätsnah und mit trockenem Humor berichtet, schreibt Reich über seine Arbeit, Erfolge, Schwierigkeiten und neue Pläne, dabei immer auch Neills Meinung provozierend. So mündete der lebhafte Austausch des Öfteren in Streit. Bei allen Spannungen aber blieb das Gefühl einer unverbrüchlichen Zuneigung und Partnerschaft, das diesen Briefwechsel, der erst kurz vor dem Tod Wilhelm Reichs endet, auszeichnet.