Le Judas de Leonard
- 245 Seiten
- 9 Lesestunden







Die Welt ist aus den Fugen in diesem historisch-fantastischen Roman: Der Krieg zwischen August dem Starken und Karl XII. von Schweden hat Schlesien um 1700 im Würgegriff. Regimenter durchziehen das Land und üben erbarmungslose Lynchjustiz. Die Bauern, aber auch Banden von Räubern und Vagabunden kämpfen ums nackte Überleben. Ein christlicher Bischof bietet den Verfolgten letzte Zuflucht: In seinen Steinbrüchen und Schmelzöfen »stöhnen an Karren geschmiedet die Lebendig-Toten, die sich vor dem Galgen in die Hölle geflüchtet haben«. Zwei Männer, ein adeliger Deserteur und ein namenloser Vagabund, stehen am Scheideweg. Der Weg des ersten führt zur feindlichen schwedischen Armee, zu Kriegsruhm, Reichtum und zur schönen Maria Agneta, seiner Kusine. Der Weg des anderen führt in die Feuerhölle des Bischofs. Doch die Schicksale kreuzen und vertauschen sich. Der kunstvoll geometrische Aufbau dieses Plots gehört zu den ästhetisch beglückendsten Erfindungen des Mathematikers Perutz. Und in der Figur des namenlosen Vagabunden hat er eine Gestalt erschaffen, die in Charisma und Dämonie den berühmten Helden der schwarzen Romantik gleicht von Byrons Manfred bis zu Dumas' Grafen von Monte Christo.
Diese Sammlung von Kurzgeschichten enthält: Herr, erbarme dich meiner! Dienstag, 12. Oktober 1916 Die Geburt des Antichrist Der Mond lacht Das Gasthaus zur Kartätsche Nur ein Druck auf den Knopf Der Tag ohne Abend Gespräch mit einem Soldaten Pour avoir bien servi
Das Prag der Goldmacher, Künstler und Sterndeuter wird in diesem späten Meisterwerk von Leo Perutz noch einmal lebendig: eine Stadt der Träume und Verwandlungen, der düsteren Legenden und verwinkelten Gassen, voll Mystik und Magie.
In diesem Band sind kleine Erzählungen, unvollendete Romane und Reise- sowie Literaturfeuilletons von Perutz versammelt. Im Mittelpunkt steht das Romanfragment "Mainacht in Wien", das 1938 entstand und die Flucht des jüdischen Journalisten Dr. Georg Schwarz vor der deutschen Besatzung erzählt.
Spanienfeldzug, Winter 1812: In der andalusischen Bergstadt La Bisbal werden die Napoleon unterstützenden Regimenter „Nassau“ und „Erbprinz von Hessen“ durch spanische Guerillas vernichtet. Einzig der Leutnant von Jochberg überlebt das Massaker, seine Memoiren halten die geheimnisvollen Umstände bis zu ihrem tödlichen Ausgang fest. Leo Perutz erzählt in diesem unheimlichen und zugleich unnachahmlichen Roman, wie die deutschen Offiziere sehenden Auges und kraft der Phantasie des wandlungsfähigen Marques de Bolibar, Kopf des spanischen Widerstands, ihren eigenen Untergang herbeiführen.
»Dieser Roman gehört zum Allerbesten seiner Gattung und ist ein Werk im Range Edgar Allan Poes.« Die Zeit In Morwede, einem abgelegenen westfälischen Dorf, begegnet der Arzt Dr. Amberg in den 1930er Jahren dem Baron Malchin, einem Sonderling, der in jahrelangen chemischen Experimenten der Natur das Mittel zur Wiederentdeckung der alten mystischen Glaubensinbrunst abgerungen haben will. Es handelt sich um das Mutterkorn, eine Getreideseuche, die auch St. Petri-Schnee genannt wird. Amberg muss miterleben, wie der Weltverbesserer Malchin die Menschen an den Rand einer Katastrophe führt. Oder geschieht dies alles vielleicht doch nur in Dr. Ambergs Kopf? Der Arzt ist sich seiner Wahrnehmung keineswegs sicher. » Zur Leo-Perutz-Edition bei dtv
Opernsängerin Lydia van Loo flieht vor ihrem eifersüchtigen Mann, einem russischen Fürsten. Trotz ihrer Flucht setzt er alles daran, sie zurückzugewinnen. Lydia sucht Zuflucht bei dem wohlhabenden Tabakhändler Dschahid, was zu einer spannenden Konfrontation führt.
Wien 1918/19. Der einstige Offizier Georg Vittorin kann die Demütigung nicht vergessen, die er als Kriegsgefangener von dem russischen Lagerkommandanten Seljukow erdulden musste, und beschließt, als Rächer nach Russland zurückzukehren. Eine dramatische Verfolgungsjagd beginnt, die ihn durch die Sowjetunion, nach Konstantinopel, Mailand, Paris und weiter treibt, bis es schließlich zu dem erhofften »Duell ohne Zeugen« kommt. Drei Millionen Leser verfolgten den Erstabdruck dieses Romans, der 1928 in der größten Illustrierten des Kontinents, der Berliner Illustrirten Zeitung, in Fortsetzungen erschien. Wohin rollst du, Äpfelchen wurde von den Lesern verschlungen, der Titel wurde Ende der zwanziger Jahre zu einem Schlagwort, in dem die Ungewissheit und Zukunftsangst der Menschen ihren Ausdruck fand.
Ein spannender historischer Roman, der die Themen Liebe, Geld und Verrat wie auch Kunst und Künstlertum formvollendet miteinander verknüpft. Mailand an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert. Leonardo da Vinci möchte im Refektorium des Klosters Santa Maria delle Grazie endlich sein Gemälde > Das Abendmahl< vollenden, doch ihm fehlt das Modell für den Kopf des Judas. Er macht sich auf die Suche nach dem »allerschlechtesten Menschen in ganz Mailand«. Er findet ihn schließlich in dem böhmischen Kaufmann Joachim Behaim, der, wie Judas, fähig ist, aus Stolz einen Verrat zu begehen. Die Geschichte des Kaufmanns steht im Mittelpunkt dieses spannenden historischen Romans, der Liebe und Geld ebenso zum Thema hat wie Kunst und Künstlertum.
»Wer Perutz ausgelassen hat, hat viel versäumt und sollte das schleunigst nachholen.« Die Zeit Der mittellose Student Stanislaw Demba befindet sich auf der Flucht vor der Polizei, weil er versucht hat, einen aus der Bibliothek entwendeten Prachtband zu Geld zu machen. Sein Problem: Er ist entkommen, nachdem man ihm bereits Handschellen angelegt hatte. Im Laufe eines Tages - zwischen neun und neun - begegnet er auf seiner Odyssee durch das Wien der k. u. k. Monarchie behäbigen Kleinbürgern, versponnenen Gelehrten, kleinen Angestellten, gerissenen Händlern und Hehlern, Spielern und verlorenen Existenzen, die in Bars und Kaffeehäusern ihr Dasein fristen. Stunde um Stunde wird ihm die Welt, in der er sich bewegt, zusehends zu einem Labyrinth des Schreckens, zu einer unheimlichen und zugleich grotesk-komischen Alptraumlandschaft. Ein irrwitziger Schelmenroman aus dem Wien der k. u. k. Monarchie: Ein präzise aufgebauter Plot voller verblüffender Effekte, der gekonnt mit der Realität jongliert und eindringlich die Frage nach der (inneren) Freiheit aufwirft - der »größte Erfolg der unmittelbaren Nachkriegszeit...« (Egon Erwin Kisch).
Novembre 1642: tutto è pronto per il colossale bagno di sangue in cui, nel giorno di San Martino, dovranno rotolare ben diciassettemila teste di nobili, per il grande macello dell'aristocrazia di Francia. Ma la macchina si inceppa e tutto finisce in una bolla di sapone. Come mai? Un uomo bislacco, un sognatore che mentre incipria o rabbercia parrucche ormai stanche, vagheggia di avere origini altissime, un essere mezzo Arlecchino e mezzo Charlot, attraversa come una torpedine impazzita il gran disegno del Cardinale. Per contrastare i progetti dei Titani, il destino si serve del folle parrucchiere Tancréde Turlupin. Il quale, fantasticando di essere riconosciuto da nobilmadre, finirà per diventare l'ultimo campione dell'aristocrazia morente.
Der Teufel ist mit im Spiel, als den König Montezuma eine verzauberte Kugel trifft. Die zweite Kugel tötet die schöne Indianerin Dalil, und die dritte erwischt den Mann, der lange vor Cortez mit einem Trupp Soldaten nach Mexiko gekommen ist: den Wildgrafen am Rhein. Auf unnachahmliche Weise schildert Leo Perutz in diesem Roman den Kampf um das Aztekenreich und das Schicksal des Grafen, der inmitten all der Greuel das Gedächtnis verliert. Ein Zaubertrank bringt ihm die Erinnerung an ein Leben zurück, das so wirr und unberechenbar wie ein Würfelspiel verlief.
Wien, vor dem Ersten Weltkrieg: Eine rätselhafte Todesserie erschüttert die Gesellschaft. War es Selbstmord? Oder Mord? Kaum beachtete Nebensächlichkeiten verdichten sich allmählich zu Indizien gegen den Ich-Erzähler des Romans, dem der Ehrenkodex seines Standes nur noch den Weg des Selbstmordes offen zu lassen scheint. „Leo Perutz ist der größte magische Realist unserer Sprache, ein Virtuose des Rätsels.“ (Daniel Kehlmann) Ein meisterhaft konstruierter Blick in die Abgründe Wiens vor den letzten Tagen der Menschheit.
In den Geschichten von Leo Perutz (1882 - 1957) kommt die geschliffene Beobachtungsgabe der menschlichen Psyche zur Geltung, wie sie nur ein Versicherungsmathematiker beherrschen kann. Perutz` phantastische, Krimi-ähnliche, historische Erzählungen müssen mehr gelesen werden. Deswegen halten Sie auch diesen Band „des großen magischen Realisten der deutschen Literatur“, wie ihn Daniel Kehlmann nennt, in den Händen.
Unruhige Träume - abgründige Konstruktionen. Dimensionen des Werks, Stationen der Wirkung
Historický román s dobrodružnou zápletkou, odehrávající se v jižní Evropě počátkem 20. století