Kinder nutzen lebendige Bewegungs- und Therapiestunden, um sich zu entfalten und zu entwickeln. Sie benötigen vielfältige Stundenaufbauten, Materialien und Erwachsene, die individuell auf sie eingehen. Pauschalangebote stören, während Vielfalt individuelle Lösungen und kindliches Verhalten stärkt. Dieses Nachschlagewerk bietet im ersten Teil mithilfe der Methodik-Drehscheibe einen Überblick über didaktisch-methodische Möglichkeiten, darunter verschiedene Stundenaufbauten, Handlungsmethoden (z. B. deduktiv, situativ, kommunikativ), Methodenformen (z. B. Bewegungsgeschichten, Stationsbetrieb) und pädagogisch-therapeutische Grundhaltungen (z. B. defizit- oder ressourcenorientiert). Der umfangreiche zweite Teil „Was mache ich, wenn...?“ enthält 48 praxisnahe Fragen zur Organisation von Bewegungsstunden, dem Verhalten von Kindern und der Situation der Erwachsenen, wie z. B. die Organisation von Spielen, der Umgang mit ängstlichen Kindern oder Stresssituationen. Bisherige Patentrezepte werden durch weiterführende Fragen und vielfältige Lösungsansätze ersetzt. Die Methode lautet: Vielfalt statt Einfalt! Zahlreiche Skizzen und Farbfotos verdeutlichen die unterschiedlichen Ansätze im Umgang mit Psychomotorikgruppen oder einzelnen Kindern. Das Werk ist für den Einsatz in Kindergarten, Schule, Psychomotorik, Heilpädagogik und Therapie geeignet.
Helmut Köckenberger Reihenfolge der Bücher






- 2008
- 2007
Die Psychomotorik stellt Verstehen und Stärken der Kinder in den Mittelpunkt einer entwicklungsbegleitenden Förderung. Dazu ist eine neue Denkweise in der Diagnostik hilfreich, die sich vom Fixiertsein auf Schwächen, Probleme und Normen löst und stattdessen den Blick auf kindliche Fähigkeiten, Bedürfnisse, Ressourcen und erfolgreiche Situationen richtet. Dieses Buch gibt im ersten Teil einen allgemeinen Überblick über diagnostische Möglichkeiten und zeigt auf, was Diagnostik nicht leisten kann. Im zweiten Teil wird das in der Praxis erprobte Diagnostikverfahren RODI vorgestellt. Es erfragt statt der Defizite die Ressourcen der Kinder, die stärkenden Faktoren von Spiel- und Lernsituationen, die aktuellen Lebens- und Entwicklungsthemen, die Bedeutung des auffälligen Verhaltens und die kindliche Selbsteinschätzung. Im dritten Teil werden konkrete Konsequenzen für eine ressourcenorientierte psychomotorische Entwicklungsbegleitung (ROPE) aufgezeigt und anhand von Fallbeispielen verdeutlicht. Außerdem werden durch neue ressourcenorientierte Beobachtungsbogen die Einschätzung eines Kindes (ROB-K) bzw. der Gruppe (ROB-G) in der psychomotorischen Praxis erleichtert. Alle vorgestellten Diagnostikverfahren sind im Buch als Kopiervorlagen vorhanden.23
- 2006
In diesem Buch wurde eine Fülle von neuen und bekannten Bewegungsspielen mit 22 Materialien zusammengetragen, die in den letzten Jahren in der Psychomotorik und in einem veränderten Sportunterricht entstanden sind. Dies beinhaltet – Spiele mit „typisch“ psychomotorischen Materialien: Rollbrett, Schwungtuch, Pedalo, Airtramp, Kriechtunnel, Holzbausteine, Sandsäckchen und Heulschläuche. – Spiele mit Materialien aus der Turnhalle: Trampolin, Langbank, Kasten, Weichbodenmatte, Turnmatte, Markierkegel, Reifen, Springseil, Stab, Tau und Bälle. – Spiele mit Materialien aus dem Freizeitbereich: Luftballon, Flossen oder Inlineskates. Diese große Spielesammlung bietet für den Sportunterricht in Kindergarten und Schule, für die psychomotorische Förderung und die Therapie eine große Auswahl von Einsatz- und Variationsmöglichkeiten verschiedenster Materialien, die inzwischen in vielen Turnhallen und Einrichtungen vorhanden sind. Außerdem werden Ziele und Inhalte der einzelnen Spielsituationen beschrieben. Zahlreiche Fotos belegen die Bedeutung von Bewegungsfreude und Materialerfahrung für die kindliche Entwicklung.
- 2004
- 1999
Auch Alltagsmaterialien erlauben eine spielerische und freudvolle Förderung von Bewegung, Wahrnehmung, Körperbewußtsein und Kreativität. In diesem praxisnahen Buch werden übersichtlich eine Fülle von Spielideen mit einer Vielzahl einfacher und kostengünstiger Alltagsmaterialien aufgezeigt. Dazu werden Hinweise zu jedem Material und dessen Einsatz, genauso wie die einzelnen Zielsetzungen genannt. Ergänzt wird die umfangreiche Spielesammlung durch zwölf kindgemäße Bewegungsgeschichten. Diese Spiele beleben die Bewegungserziehung im Kindergarten, den Sportunterricht in der Schule, die psychomotorische Entwicklungsförderung genauso wie die Bewegungs- und Wahrnehmungstherapie.
- 1997
Innerhalb der sog. Chefstunde ist das Kind der Chef. Sie wird von zwei Hauptaspekten getragen: 1. Das Lernen von Lesen, Schreiben und Rechnen wird im Dreidimensionalen, mit Hilfe des gesamten Körpers, Bewegung, aller Wahrnehmungssysteme und psychomotorischem Übungsmaterial durchgeführt. 2. Durch eine kindzentrierte und handlungsorientierte Vorstrukturierung der Räume wird ein selbständiges und eigenverantwortliches Benutzen der einzelnen Lernspielstationen im Sinne von Freiarbeit ermöglicht. Dadurch ist eine hohe Lernmotivation der Kinder gegeben. Es lassen sich kognitive und pädagogische Lernziele mit den Zielen aus Krankengymnastik, Ergotherapie und Psychologie im Unterricht verbinden. Dieses multisensomotorische Lernen erschließt nicht nur für Kinder in Sondereinrichtungen einen individuellen Zugang zu kognitiver, sensorischer und motorischer Entwicklung. Auch zumindest in den ersten Grundschuljahren wäre ein solch bewegtes Lernen als Bereicherung und Abwechslung gegen monotones, einseitig belastendes und ruhiges Sitzen im Frontalunterricht vorstellbar und wünschenswert. Das Buch beschreibt neben den theoretischen Grundlagen eine Fülle von erprobten Lernspielen samt kognitiven und therapeutischen Lernzielen, leicht aufzufinden durch speziell angelegte Register.
- 1996
Seit einigen Jahren ist zu beobachten, dass immer mehr Kinder unruhig, unkonzentriert und leicht ablenkbar sind. Dieses praxisbezogene Buch gibt eine Fülle von Anregungen, wie diese Kinder spielerisch zur Ruhe und Entspannung geführt werden können. Es enthält Spiele, eine Sammlung von Entspannungsgeschichten, Stundenbilder als Beispiel für Unterrichts-/Therapieeinsätze sowie methodische Hinweise für die Durchführung. Der Spieleteil ist folgendermaßen gegliedert: Stopp-and-go-Spiele, beruhigende Spiele, Körpererfahrungsspiele, Atemspiele, Konzentrationsspiele, Massage- und Taktilspiele, Traumgeschichten, Spiele für den psycho-emotionalen Bereich.


