Unbeschreibliches Glück, unbeschreiblicher Schmerz: Wer sind wir, wenn wir Mütter werden? Anna hat als junge Studentin ein Kind abtreiben müssen. Nun, Jahre später, ist sie glücklich verheiratet. Sie bekommt Lucy, ein Wunschkind, der sie alles gibt, was sie hat. Doch wie kann sie dabei sie selbst bleiben? Cerise kommt aus einem schlimmen Elternhaus, lebt von Sozialhilfe. Als Teenager hat sie eine Tochter bekommen, die nun fast erwachsen ist und ihr viele Probleme macht. Doch dann trifft ein unbeschreiblicher Schicksalsschlag ihren kleinen Sohn. Liebevoll und poetisch folgt der Roman den beiden Frauen, denen nur die Liebe zu ihren Kindern gemeinsam ist - bis ihre Leben sich auf dramatische Weise kreuzen.
Jean Hegland Bücher
Jean Heglands Schriften tauchen tief in die Verbindung zwischen Menschheit und der natürlichen Welt ein und erforschen Themen wie Widerstandsfähigkeit angesichts von Widrigkeiten. Ihre Prosa zeichnet sich durch eine lyrische Qualität und einen introspektiven Stil aus, der den Leser in das Innenleben ihrer Charaktere zieht. Hegland untersucht häufig die Komplexität des Überlebens, der Gemeinschaft und des Zusammenspiels von Technologie und Natur. Ihre Arbeit bietet einen hoffnungsvollen und doch schonungslosen Blick auf die Herausforderungen der Existenz und die unendliche Stärke des menschlichen Geistes.




Nell und Eva leben mit ihren Eltern in einem kleinen Haus am Waldrand nahe einer Kleinstadt. Beide Schwestern haben große Pläne. Nell möchte studieren und Eva Karriere als Tänzerin machen. Doch etwas in der Welt verändert sich. Die Stromversorgung wird unregelmäßig, bis sie schließlich ganz zusammenbricht, Benzin und Lebensmittel gehen aus, es gibt keine Zeitungen mehr, und erschreckende Gerüchte gehen um: Man spricht von Krieg, Seuchen, Erdbeben und einer Explosion in einem Atomkraftwerk. Als schließlich, nach dem Tod der Mutter, auch noch der Vater der beiden durch einen Unfall stirbt, bleiben Nell und Eva allein und isoliert zurück. Erst da beginnen die jungen Frauen allmählich zu begreifen, daß die Zivilisation tatsächlich zusammengebrochen, die vertraute Welt unwiederbringlich verloren ist und es jetzt nur noch um ihr Überleben geht.
Der Sommer, als Lucy vier war
- 430 Seiten
- 16 Lesestunden
Der Sommer, als Lucy vier war
- 430 Seiten
- 16 Lesestunden
Anna und Cerise, 2 Frauen mit völlig entgegengesetztem sozialem Hintergrund und ganz verschiedenem Naturell treffen aufeinander, als beide in einer tiefen Krise stecken. Anna Fotografin, verheiratet und Mutter zweier kleiner Töchter ist unglücklich, da sie sich nach einem Umzug nicht in die neue Umgebung eingewöhnen kann und beruflich nicht weiterkommt. Außerdem belastet sie die Erinnerung an eine Abtreibung, die sie als Studentin vornehmen ließ. Cerise kommt aus zerrütteten Familienverhältnissen, wurde schon als Teenager Mutter und schlug sich mit ihren Kindern Melody und Travis mehr schlecht als recht durchs Leben. Als Melody sie im Streit verlässt und Travis bei einem Brand ums Leben kommt, verliert Cerise jeglichen Halt. Dann beginnt sie bei Anna als Kindermädchen zu arbeiten. Die Frauen freunden sich vorsichtig an, können einander helfen und neuen Lebensmut geben. Obwohl der moralische Zeigefinger, gerade bei den Themen Abtreibung und Mutterschaft, etwas stark erhoben wird, ist der Roman der amerikanischen Autorin (s.a. BA 5/98) doch fesselnd geschrieben und wird seine Leserinnen finden.