Gott wirft Adam und Eva aus dem Paradies, die Arche Noah übersteht die Sintflut und Jesus erweckt Tote – die Geschichten der Bibel sind kulturell prägend. Doch sie sind voller Rätsel und Widersprüche, die auch jahrhundertelange theologische Debatten nicht lösen konnten. Der Evolutionsbiologe Carel van Schaik und Historiker Kai Michel enthüllen eine verborgene Dimension der Bibel. Sie betrachten die Heilige Schrift nicht als göttliches Wort, sondern als Tagebuch der Menschheit, das faszinierende Einblicke in die kulturelle Evolution des Homo sapiens bietet. Die Vertreibung aus dem Garten Eden symbolisiert den entscheidenden Wandel von Jäger- und Sammlerdasein zu sesshaftem Leben mit Ackerbau und Viehzucht, was nicht nur Fortschritt, sondern auch Ungleichheit und große Gesellschaften mit sich brachte. Die Menschen waren biologisch und kulturell nicht auf die damit verbundenen Herausforderungen vorbereitet. Die Bibel dokumentiert, wie sie sich anpassten und versuchten, das neuartige menschliche Leid durch Ausbeutung, Krieg und Krankheiten zu verstehen. Sie beleuchtet auch die Ursprünge des Bedürfnisses nach Spiritualität und die Angst vor dem Tod. Die Autoren nehmen uns mit auf eine überraschende Reise von Eden über den Exodus bis zur Apokalypse und eröffnen neue Perspektiven auf die kulturelle Evolution und Religion. Wir erkennen, warum viele biblische Probleme bis heute relevant sind und warum die Sehnsucht nach dem Paradies
Kai Michel Bücher






In "Warum Krieg kein Schicksal ist" untersuchen Bestsellerautoren die evolutionären Wurzeln der Gewalt und die Geschichte des Krieges. Sie analysieren Forschung über Schimpansen und Bonobos sowie archäologische Funde und zeigen, dass wir nicht zum Krieg verdammt sind, aber leicht Opfer werden können, wenn wir nicht aufpassen.
Sie ist die älteste Darstellung des Himmels, ihre Entdeckung war eine archäologische Sensation: Die Himmelsscheibe von Nebra stammt aus keiner Hochkultur des Altertums, sie wurde im Herzen Europas gefunden. Welches verlorene Wissen birgt die rätselhafte Scheibe aus Bronze und Gold? Wer waren die Menschen, die sie vor 3.600 Jahren erschaffen haben? Raubgräber entdeckten die Himmelsscheibe von Nebra auf der Spitze des Mittelbergs in Sachsen-Anhalt, der Archäologe Harald Meller rettete sie für die Öffentlichkeit. Seither koordiniert er die Erforschung ihrer Geheimnisse. Gemeinsam mit dem Historiker und Wissenschaftsjournalisten Kai Michel entwirft er das Panorama des sagenhaften Reichs von Nebra. Dessen Kontakte reichten von Stonehenge bis in den Orient, seine Fürsten ließen sich unter gewaltigen Grabhügeln beisetzen. Es war eine Zeit, in der die Vorstellungen von Göttern, Macht und Kosmos revolutioniert wurden. Die Himmelsscheibe liefert uns den Schlüssel zu einer verschollenen Welt, der wir die Grundlagen unserer modernen Gesellschaft verdanken. »Ein Schatz aus Bronze und Gold, vor Tausenden von Jahren vergraben, enthüllt die Existenz einer bisher unbekannten Kultur im Herzen Europas. Kein Romanautor könnte eine so spannende Handlung erfinden, wie sie dieses Buch über die Entdeckung der Himmelsscheibe von Nebra zu bieten hat.« JARED DIAMOND, Pulitzer-Preisträger
Wer hat Angst vor der „Evalution“? In der heutigen Debatte über Diskriminierung wird oft übersehen, wie es dazu kam, dass Frauen für Gleichberechtigung kämpfen müssen. Über Jahrhunderte wurde die biblische Erklärung herangezogen: Evas Vertrauen in die Schlange führte zur Unterordnung aller Frauen unter Männer. Auch die Biologie schob lange den Frauen die Schuld zu, indem sie sie als das schwache Geschlecht bezeichnete. Dies führte zu einem Tabu, das die Diskussion über die Evolution verhinderte, aus Angst, dass die Ungerechtigkeit „natürlich“ sein könnte. Doch die Wahrheit über Eva zeigt, dass der Erfolg unserer Spezies ohne Frauen nicht zu verstehen ist und ihre Unterdrückung alles andere als normal war. Carel van Schaik und Kai Michel betrachten in ihrem Buch zwei Millionen Jahre Menschheitsgeschichte und analysieren die Entwicklung der Geschlechterbeziehungen sowie die Faktoren, die zu Ungleichgewicht führten. Sie ziehen Erkenntnisse aus Evolutionsbiologie, Archäologie und Religionswissenschaft heran, um den komplexen Prozess zu beleuchten, der Frauen ins Leid stürzte und auch Männer negativ beeinflusste. Die Autoren untersuchen das Verhalten unserer Primatenverwandten, Steinzeitheiligtümer und die Bibel, um zu erklären, warum Treue als männliche Erfindung gilt und Sexualität oft verteufelt wurde. Die Erkenntnisse über Eva könnten entscheidend sein, um die Misere der Geschlechter zu beenden.
Im Herzen der Macht
Deutschlands dunkle Anfänge: eine archäologische Spurensuche
- 400 Seiten
- 14 Lesestunden
Eine Schlüsselepoche der deutschen Geschichte wird neu beleuchtet Das zehnte Jahrhundert gilt als Beginn deutscher Geschichte. Damals formte die Dynastie der Ottonen das, was zum »Heiligen Römischen Reich deutscher Nation« werden sollte. Es ist eine Epoche von Intrigen, Bruderkämpfen und Schlachten: Dieser Wendepunkt der europäischen Geschichte kann nun völlig neu dargestellt werden, dank einer Vielzahl aktueller archäologischer Ausgrabungen und archäogenetischer Untersuchungen. Das Buchs macht deutlich, wie sehr die Mittelrolle Deutschlands zwischen Ost und West, die Konflikte zwischen den Religionen und die nationalen Machtkämpfe bis heute Deutschland und Europa prägen. Und unterstreicht dabei die Faszination des Mittelalters durch aktuelle Forschungen und Ausgrabungen.