Ein Start ins Leben
- 499 Seiten
- 18 Lesestunden
Alan Sillitoe war ein englischer Schriftsteller, dessen Werk oft eine rohe, ungeschönte Darstellung des Lebens der Arbeiterklasse einfing. Seine Erzählungen erforschten die tief sitzenden Frustrationen und Bestrebungen gewöhnlicher Menschen, die gesellschaftliche Zwänge meisterten. Sillitoes Prosa zeichnete sich durch ihre Direktheit und scharfe psychologische Einsicht aus und bot denen eine Stimme, die oft übersehen wurden. Er bleibt eine bedeutende Figur für seine authentische Darstellung der Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes und seiner Sinnsuche.







Sillitoes berühmteste Geschichten aus der Welt derer, denen nichts in den Schoß fällt, über ihre Gefährdung, ihre verletzten Gefühle, aber auch ihre Lebenslust. Ein Nachahmer ( Mimikry ) ist einer, dessen Leben nur dann Realität annimmt, wenn er andere Leute imitiert. In Die Lumpensammlerstochter führt ein Kleptomane seine Freundin in die Kunst des Stehlens ein. Doch Doris überspannt den Bogen."
Die Einsamkeit des Langstreckenläufers – ›Laufen ist bei uns zu Hause immer großgeschrieben worden, besonders das Weglaufen vor der Polizei‹ – ist die Einsamkeit des jungen Colin Smith, der für einen Diebstahl in eine Jugendstrafanstalt geschickt worden ist. Der Direktor der Anstalt, der Colins Lauftalent entdeckt, will, dass er das Rennen um die Landesmeisterschaft gewinnt. Doch für Colin heißt gewinnen etwas anderes.
Alan Sillitoes erster Roman von 1958 machte ihn über Nacht berühmt: erstmals ein Roman über die Arbeiterwelt nach dem Zweiten Weltkrieg; die Geschichte von Leben und Lieben des Fabrikarbeiters Arthur Seaton, erzählt in legerer Umgangssprache – ein Schlüsselroman, der zum Vorbild einer ganzen Gattung, der Arbeiterliteratur, wurde.