Wörterbuch der architektonischen Erfahrung - Wie wir Räume erleben Architektur wird erlebt - mit Intellekt und mit allen Sinnen, in der Bewegung und im Gebrauch. Doch um darüber tatsächlich zutreffend zu reden und zu urteilen, ist eine Klärung der Begriffe nötig, wenn die Schwammigkeit vermieden werden soll, die auf diesem Gebiet oft vorherrscht. Dieses Wörterbuch gibt ein Vokabular an die Hand, das ein Sprechen über Architektur jenseits der Erklärung konstruktiver Zusammenhänge oder der Beschreibung architektonischer Formen ermöglicht, unter der Verwendung geläufiger Begriffe wie ,,Dach", ,,Sockel", ,,Wand" und ,,Achse" oder ,,Proportion". Es geht darum, das Erleben von Architektur zu beschreiben: Wie trägt sie zum Erleben einer Situation bei? Etwa in der Inszenierung einer Eingangssituation oder mit der Wegeführung durch ein Museum. Von A bis Z, von ,,Ablesbarkeit" über ,,Fenster", ,,Kontext", ,,Orientierung", ,,Patina", ,,Raumgefüge", ,,Symmetrie" und ,,Tektonik" bis hin zu ,,Weite" (und ,,Enge") oder ,,Zentrum" werden die wichtigsten Begriffe der Architektursprache differenziert und vielschichtig erklärt. Präzise Handskizzen des Autors illustrieren den Text und bilden ein visuelles Gegengewicht zur Erläuterung von insgesamt 139 Stichworten.
Alban Janson Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)


Ist es möglich, den Stadtraum des alten Venedig so zu lesen wie den von Rotterdam oder Los Angeles in der Gegenwart? Diese Frage erörtert dieses Buch über die Campi Venedigs, die als wesentliche Orte des öffentlichen Lebens ein reiches Spektrum an Platzraum-Varianten bieten. Es ist der Versuch, die Campi so zu betrachten, wie wir heute mit öffentlichem Raum umgehen. Uns selbst als Akteure im Raum wahrzunehmen, ist eine Voraussetzung für urbanes Kommunikationsverhalten. Die anhaltende Faszination der Campi Venedigs zeigt, dass es um Typologien geht, die auch ein heutiger Architekt/Stadtplaner kennen sollte, weil ein starkes schöpferisches Potential für die moderne Architektur in diesen Erkenntnissen steckt. Das reiche Material - Grundrisse, Pläne, Modellaufnahmen, Fotosequenzen der realen Plätze - bietet strenge und stringente visuelle Abläufe. Alban Janson und Thorsten Bürklin leiteten diese Feldforschung der Universität Karlsruhe, Lehrstuhl für Grundlagen der Architektur, in Venedig.