Ludwig Renn Bücher
Ludwig Renn, geboren als Arnold Vieth von Golßenau, war ein deutscher Schriftsteller, der sich von seinem aristokratischen Hintergrund abwandte, um ein engagierter Kommunist zu werden. Seine frühen Werke, geprägt von seinen Erfahrungen im Ersten Weltkrieg und seinen politischen Überzeugungen, erforschten Themen wie Krieg, sozialen Konflikt und Revolution. Renn zeichnete sich durch seinen nüchternen Realismus und seinen engagierten Ansatz aus, wobei er oft auf persönliche Erlebnisse und gesellschaftliche Beobachtungen zurückgriff, um zum kritischen Denken anzuregen. Sein literarisches Erbe liegt in seinem unerschrockenen Zeugnis einer turbulenten Zeit und seinem unbeirrbaren Engagement für die politischen Ideale, die sein Schreiben prägten.







A young German fighter joins the ranks of battle and relates his experiences of World War I in this frank and shockingly honest account of the atrocities, moral misgivings, and compelled camaraderie that defined one soldier s experience during war. Translated from the original 1929 version written in German by Ludwig Renn, this captivating glimpse into the grisly reality of the trenches and the brutalities faced by the soldiers who fought and died in them will place an indelible mark on the reader s understanding of history, war, and the precariousness of the human experience.
Als Ludwig Renn im Oktober 1936 in Barcelona ankommt, will er nicht nur der spanischen Republik helfen, er hat auch die unersetzlichen Erfahrungen des Weltkriegsoffiziers im Gepäck. Er wird zum Stabschef der 11. Internationalen Brigade ernannt, bewertet das Kriegsgeschehen mit bestechender Genauigkeit und handelt danach. Aus dem Exil in Mexiko zurückgekehrt, beschreibt der Schriftsteller und Offizier seine spanischen Erlebnisse und Erfahrungen später so genau wie kaum ein anderer. – In der ursprünglichen Form durfte das wahrhaftige Buch dazumal nicht veröffentlicht werden. Jetzt ist es endlich erschienen: ungekürzt und unzensiert.
Leutnant Arnold Vieth von Golßenau, letzter Sproß eines uralten Adelsgeschlechts, der sich später den Namen Ludwig Renn gibt, will als junger, strebsamer Offizier in seinem Leben vorwärtskommen. Ihm gefällt die Welt der schönen Uniformen, der glänzenden Paraden, des lässigen militärischen Alltags. Er mag die meisten seiner draufgängerischen Kameraden, man trinkt und tanzt zusammen, besteht Mutproben und macht sich lustig über die im Dienst ergrauten Chargen. Alle rechnen mit einem Krieg, den aber niemand fürchtet, im Gegenteil. Doch irgendwann wird das Inferno der Grabenschlachten alles verändern. Vorbei sind die Zeiten der prunkvollen Bälle und der ausufernden Offiziersgelage, der kleinen und großen Intrigen, der freundlichen Anekdoten — ein Zeitalter ist zu Ende. Als sich Ludwig Renn 1944 daranmacht, seine Erinnerungen an diese widerspruchsvoll-glückliche Vorkriegszeit mit der Genauigkeit des Offiziers und dem Humor eines großen Schriftstellers aufzuschreiben, lässt er den Dresdener Hofstaat jener Jahre noch einmal erstehen: Das Freundlich-Morbide dieses gesellschaftlichen Endzustandes atmet eine südliche Fin-de-siècle-Stimmung, gleich der, die damals im habsburgischen Wien herrscht. Je unbeschwerter der Vordergrund des Geschehens bei Hofe, in den Kasernen und Kasinos erscheint, desto deutlicher zeichnen sich die tiefen Klüfte im Hintergrund ab.



