Psychosoziale Aspekte körperlicher Krankheiten
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In der Medizinischen Lehre wurden die Fächer Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie vor fast 40 Jahren etabliert, um Studierenden der Medizin möglichst frühzeitig die psychosozialen Dimensionen von Krankheit und Gesundheit zu vermitteln. Ärztinnen und Ärzte werden mit diesen Dimensionen permanent konfrontiert, wenn sie ihre Patienten behandeln. Deshalb hat das Programmkomitee der gemeinsamen Tagung der DGMP und der DGMS 2008 beschlossen, als Motto für den Kongress in Jena „Psychosoziale Aspekte körperlicher Krankheiten“ zu wählen. Dieses Thema verbindet geradezu optimal die Forschungsaktivitäten der beiden Fachgesellschaften und ist darüber hinaus geeignet, aktuelle Entwicklungen in der Medizin, wie deren Ökonomisierung und Technisierung in ihren Wirkungen auf den Patienten kritisch zu reflektieren. Die Tagungen der beiden Fachgesellschaften, die alle 2 Jahre in diesem Format veranstaltet werden, sind rückblickend durchaus ein Spiegel wichtiger Entwicklungen im Gesundheitswesen und in der psychosozialen Forschung in der Medizin. In diesem Band finden sich besonders viele Abstracts, die sich dem Thema Migration und Gesundheit zuwenden, mehrere sozialepidemiologische Beiträge befassen sich mit dem Zusammenhang von Gesundheit und sozialer Ungleichheit. Ein weiteres quantitativ herausragendes Thema ist die psychosoziale Versorgungsforschung einschließlich der Forschung zur Prävention. Es konnten weit über 250 Beiträge in das Programm der Tagung integriert werden, was zeigt, wie lebendig und vielfältig die medizin-soziologische und medizin-psychologische Forschung derzeit ist. Der Abstractband gibt einen guten Einblick in die aktuelle Forschungslandschaft und die aktuellen Themen und soll anregen, sich mit einzelnen Themen intensiver zu befassen.