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Schillers Schädel

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  • 240 Seiten
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Der Begleitband zur Ausstellung untersucht die über zwei Jahrhunderte währende Faszination für die Echtheit von Schillers Schädel als bedeutende Dichterreliquie. Schillers Sarg in der Fürstengruft ist mittlerweile leer, da moderne DNA-Analysen gezeigt haben, dass keiner der beiden mutmaßlichen Schiller-Schädel tatsächlich dem Dichter zuzuordnen ist. Die besonderen Umstände seiner Bestattung und Umbettung hatten bereits früh Zweifel an der Identität geweckt. Schiller spielte unmittelbar nach seinem Tod eine zentrale Rolle als „Nationalautor“ und idealisierte nationale Identifikationsfigur, was das Verlangen nach einem realistischen Abbild verstärkte. Diese Ambivalenz reicht von der Vorstellung ewiger Jugendlichkeit bis hin zur naturalistischen Totenmaske. Der Kopf und Schädel des Dichters sind bis heute faszinierende Objekte, in denen ein säkularisierter Reliquienkult mit einem einzigartigen kulturgeschichtlichen Phänomen verschmilzt. Um 1800 suchte die Gall'sche Schädelkunde, auch in Weimar, die idealisierten Eigenschaften des Dichtergenies durch die Beschaffenheit des Schädels zu bestätigen. Später versuchte die Anthropologie mit verfeinerten metrischen Methoden, den authentischen Schädel zu identifizieren und das Aussehen des Dichters genau zu rekonstruieren. Die Ausstellung fand im Schiller-Museum Weimar vom 24.9.2009 bis 31.1.2010 statt.

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Schillers Schädel, Jonas Maatsch

Sprache
Erscheinungsdatum
2009
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(Paperback)
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Titel
Schillers Schädel
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Jonas Maatsch
Verlag
Wallstein
Erscheinungsdatum
2009
Einband
Paperback
Seitenzahl
240
ISBN10
3835305751
ISBN13
9783835305755
Reihe
Schlagwörter
Belletristik, Poesie
Bewertung
3 von 5 Sternen
Beschreibung
Der Begleitband zur Ausstellung untersucht die über zwei Jahrhunderte währende Faszination für die Echtheit von Schillers Schädel als bedeutende Dichterreliquie. Schillers Sarg in der Fürstengruft ist mittlerweile leer, da moderne DNA-Analysen gezeigt haben, dass keiner der beiden mutmaßlichen Schiller-Schädel tatsächlich dem Dichter zuzuordnen ist. Die besonderen Umstände seiner Bestattung und Umbettung hatten bereits früh Zweifel an der Identität geweckt. Schiller spielte unmittelbar nach seinem Tod eine zentrale Rolle als „Nationalautor“ und idealisierte nationale Identifikationsfigur, was das Verlangen nach einem realistischen Abbild verstärkte. Diese Ambivalenz reicht von der Vorstellung ewiger Jugendlichkeit bis hin zur naturalistischen Totenmaske. Der Kopf und Schädel des Dichters sind bis heute faszinierende Objekte, in denen ein säkularisierter Reliquienkult mit einem einzigartigen kulturgeschichtlichen Phänomen verschmilzt. Um 1800 suchte die Gall'sche Schädelkunde, auch in Weimar, die idealisierten Eigenschaften des Dichtergenies durch die Beschaffenheit des Schädels zu bestätigen. Später versuchte die Anthropologie mit verfeinerten metrischen Methoden, den authentischen Schädel zu identifizieren und das Aussehen des Dichters genau zu rekonstruieren. Die Ausstellung fand im Schiller-Museum Weimar vom 24.9.2009 bis 31.1.2010 statt.