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Kampfplatz endloser Streitigkeiten

Studien zur Geschichtlichkeit der Philosophie

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  • 343 Seiten
  • 13 Lesestunden

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Was sich ändert, wenn man dem hier eingeschlagenen Weg folgt? Man wird das vielstimmige Gespräch am Leben erhalten wollen, nicht um seiner selbst willen, sondern weil sich Wahrheit nur so behaupten kann: als Wille zur Selbstbehauptung von Ansprüchen, deren Formen unsere Identitäten konstituieren. Das komplexe Verhältnis der Philosophie zu ihrer Geschichte ist seit dem 18. Jahrhundert nicht nur implizit, sondern auch explizit in verschiedenen Thematisierungen präsent. Hegels Einleitung zu seinen Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie stellt einen Höhepunkt dar und ist Ausgangspunkt für Überlegungen im ersten Teil. Die Leitfrage lautet, wie sich das Verhältnis historisch/systematisch fassen lässt. Verschiedene Ansätze, wie typologisierende oder wissenschaftstheoretische Dispositive, werden kritisch untersucht. Kants Wendung von der Philosophie als «Kampfplatz endloser Streitigkeiten» verdeutlicht, dass die Philosophiegeschichte die Faktizität der Vielfalt philosophischer Positionen sichtbar macht. Diese Agonalität zeigt sich nicht nur in Kontroversen, sondern auch in Rezeptionsverhältnissen. Im zweiten Teil werden Positionen analysiert, wie sie mit der faktischen Pluralität umgehen. Reduktionistische Antworten werden ausgereiften Thematisierungen des Agonalen, etwa bei Rawls oder Lyotard, gegenübergestellt. Philosophieren heißt, auf dem Kampfplatz endloser Streitigkeiten zu intervenieren. Jede Intervention verhält sich

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Kampfplatz endloser Streitigkeiten, Jürg Berthold

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Erscheinungsdatum
2011
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