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Der Geschmack der Budweiser Biere um 1900 lässt sich kaum rekonstruieren. Politisch und gesellschaftlich dominierte ein nationalistischer Nachgeschmack: Die Budweiser Industriebrauereien versorgten Böhmen nicht nur mit Getränken, sondern auch mit nationalen Botschaften. Diese Publikation untersucht den nationalistischen Diskurs der Braubetriebe in den zwei Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg, insbesondere die Böhmische Aktienbrauerei in Budweis, heute bekannt als Budweiser Budvar. Ihre Gründung 1895 war ein wirtschaftsnationalistisches Instrument im Prozess der tschechischen Nationsbildung. Gründung, Positionierung und Kommunikation waren stark von nationalen und politischen Motiven geprägt. Bier brauen und trinken wurde in Budweis zu einer nationalen Frage. Der Wettbewerb der Nationen spiegelte sich im Konkurrenzkampf der national positionierten Braubetriebe wider, der die politische Rivalität zwischen der deutschen und tschechischen Nation verkörperte. Die Budweiser Braubetriebe waren zentrale Akteure im Ringen um kulturelle und politische Vorherrschaft. Die Wahl der Biermarke wurde zum Indikator für nationale Identität. Der Autor analysiert national inspirierte Gründungsmythen und die vermeintlich homogenen Eigentümerstrukturen beider Brauereien. Durch den Vergleich der nationalistischen Diskurse in Budweis mit anderen Brauunternehmen wird die Tragkraft der Kernaussagen verstärkt. Die national motivierten Unternehmensaktiv
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Die Budweiser Aktienbrauerei und die Konstruktion des Nationalen, Winfried Dimmel
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- 2017
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