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Kaiser Maximilian I., bekannt als „Der letzte Ritter“, wurde ursprünglich als moralische Allegorese betrachtet. Im Laufe der Zeit wandelte sich jedoch das Bild des Kaisers in der Kunstwissenschaft, die ihn als gotischen Fürsten sah, der von der Zeit überholt wurde. Mathias F. Müllers Dissertation bringt einen überzeugenden Paradigmenwechsel, der es ermöglicht, die Ära Maximilians klarer zu erkennen. Der Autor zeigt durch geschichtswissenschaftliche Ansätze und kunsthistorische Detailanalysen, dass Maximilian ebenso ein Renaissance-Fürst war wie seine italienischen Zeitgenossen. Der Kaiserhof agierte in einem spezifischen stilistischen Kontext, in dem spätgotischer Naturalismus mit antikem Dekor kombiniert wurde. Maximilian wird nicht als antiker Imperator dargestellt, sondern als aktiver Fürst, der in ein antikes Dekorsystem integriert wurde, was eine moderne Repräsentation des Kaisers und seines Hauses ermöglichte. Diese Repräsentation strebte nach einer Rinascimento alla Moderna, auch wenn Maximilian sich als Imitator antiquorum fühlte. Dieses moderne Verständnis der Renaissance, basierend auf der Philosophie des Erasmus von Rotterdam, beeinflusste die mitteleuropäische Kunst und wurde schließlich vom Manierismus im 16. Jahrhundert abgelöst.
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Rinascimento alla Moderna, Mathias F. Müller
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- 2019
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