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Seit über 60 Jahren ist die Erforschung gesellschaftlicher Führungsschichten ein zentrales Thema der Sozialgeschichte. Dabei stehen nicht nur individuelle Lebensläufe im Fokus, sondern zunehmend auch die Netzwerke sozialer Gruppen und deren Strategien, in einem starren Gesellschaftssystem mit sozialen Schranken Aufstiegsmöglichkeiten zu finden. Im Absolutismus des 17. und 18. Jahrhunderts war das Bürgertum besonders betroffen, das die Bedeutung von Bildung durch den Universitätsbesuch erkannte. Mit der Festigung der fürstlichen Macht und der Abgrenzung gegenüber dem Adel nach 1650 wurde für breitere Schichten des Bürgertums der Fürstendienst als Aufstiegschance sichtbar, ähnlich wie zuvor nur im geistlichen Stand. Dieser Aufstieg war jedoch nur durch familien- und generationenübergreifende Strategien möglich. Der vorliegende Sammelband präsentiert ältere und neuere, schwer zugängliche Arbeiten und veranschaulicht diesen Prozess anhand bürgerlicher Beamtenfamilien im Herzogtum Berg unter dem Haus Pfalz-Neuburg. Es wird deutlich, dass es diesen hochgradig vernetzten Familien zwar gelang, den sozialen Aufstieg einzelner Mitglieder zu fördern, sie jedoch trotz großer Anstrengungen nicht in der Lage waren, sich durch Verbindungen mit dem sozial abgestiegenen Adel oder den Erwerb eines Rittersitzes als adelsgleicher Stand zu etablieren.
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Beamtenfamilien zwischen Agger und Sieg im 17. und 18. Jahrhundert, Franz J. Burghardt
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- 2023
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