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Hegels Kunstbegriff wird aus der Logik seiner Philosophie entwickelt, was zeigt, dass seine Philosophie nicht thetisch ist, sondern ein standpunktloses Durchlaufen von Perspektiven darstellt, in dem das Denken in verschiedenen Weisen zum Stehen kommt (Seins-, Wesens- und Begriffslogik). Hegels Auffassung des Seins als Moment im Übergang zur Wesenslogik verdeutlicht, dass das Sein als Begriffsmoment des Wesens aus diesem ableitbar ist, wobei das Wesen jenseits von Sein und Nicht-Sein gedacht werden muss. Diese Rekonstruktion klärt das Verhältnis von Logik und Realphilosophie und zeigt, auf welche Fragen Hegel mit seinen Theorien antwortet, indem er die Fragestellung radikal verlagert. Zudem wird der Freiheitsbegriff Hegels neu gefasst, insbesondere in Bezug auf seine entscheidende Rolle in der Dialektik des Guten. Freiheit wird als mehr als Autonomie verstanden und tritt als Mittelbegriff einer notwendigen logischen Vermittlung auf, was ihre Irreduktibilität beweist. Dies führt zu einer Reinterpretation der Hegelschen Religionsphilosophie, die nicht als Apologie bestehender Religionen oder als agnostische Kritik erscheint, sondern „das Religiöse“ als grundlegenden Aspekt einer bestimmten Menschlichkeit betrachtet. Die erarbeiteten logischen Mittel ermöglichen schließlich die Formulierung eines funktionalen Kunstbegriffs, der die Kunst nicht-präskriptiv behandelt.
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Die freie Kunst, Bruno Haas
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- Erscheinungsdatum
- 2003
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- (Paperback)
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