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Im langen 19. Jahrhundert waren Offiziersgeschenke ein fester Bestandteil der sozialen Militärkultur. Diese Tradition lässt sich bis ins erste Viertel des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen, als verdiente ausscheidende Offiziere von ihren Kameraden mit Geschenken aus dem Regiment verabschiedet wurden. Auch Dienstjubiläen und runde Geburtstage wurden mit solchen Geschenken gewürdigt. Besonders wohlhabende Regimenter, wie die Garde- und Kavallerie-Regimenter, benötigten größere finanzielle Mittel für die oft kostspieligen Geschenke. Aus dieser Zeit sind Geschenke in Form von Silberpokalen oder -humpen bekannt. Erst nach 1870 traten Offiziersgeschenke in anderen Formen auf, darunter silberne Tabletts, Schalen, Präsentierbretter, Becher, Geschenksäbel, Büsten und Statuetten. Die Ausstellung im Wehrgeschichtlichen Museum widmet sich diesem fast vergessenen Thema der Militär- und Gesellschaftsgeschichte. Sie zeigt einen breiten Querschnitt bedeutender kunsthandwerklicher Offiziersgeschenke aus zwei Jahrhunderten. Besonders hervorzuheben sind die Blankwaffen, die in einem eigenen Aufsatz im Begleitband zur Ausstellung behandelt werden. Dieser umfasst etwa 165 Seiten und beinhaltet einen einführenden Aufsatz sowie einen Katalogteil, der herausragende Objekte näher darstellt.
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Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, Alexander Jordan
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- 2015
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