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Der Erste Weltkrieg entfachte in Deutschland eine Welle nationalistischer Kriegsbegeisterung, die den öffentlichen Diskurs und die Medien dominierte. Man sah den Konflikt als einen Kampf zwischen Gut und Böse, höherer Kultur und niedriger Zivilisation, Heldentum und Verrat. Um diese „große Zeit“ dauerhaft zu bewahren, wurden über 1.000 Medaillen in Deutschland und Österreich herausgegeben. Diese Medaillen dienten als Erinnerungsstücke und wurden von verschiedenen Institutionen und Künstlern erstellt. Die Medaillen reichten von umfangreichen Serien großer Verlage bis hin zu individuell gestalteten Stücken. Ihre Darstellungen mussten entweder allgemein verständlich sein oder ein gewisses Maß an humanistischer Bildung voraussetzen, oft unter Verwendung antiker Ikonographie. Besonders die Medaillen namhafter Künstler zeigen eine Vielzahl von Stilen und Themen. Die glorifizierende Darstellung von Soldatentum und Heldentod sowie die nationalistischen Propagandabotschaften wirken aus heutiger Sicht befremdlich. Diese Medaillen spiegeln eine überholte Weltsicht wider, die wir heute glücklicherweise überwunden haben. Die Ausstellung konzentriert sich auf Medaillen der „Mittelmächte“ Deutschland und Österreich-Ungarn und beleuchtet in 24 Themenfeldern die verschiedenen Aspekte der Kriegspropaganda, vom Attentat in Sarajewo 1914 bis zum Friedensjahr 1919.
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Europas Verderben 1914 1918, Dietrich O. A. Klose
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- 2016
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