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Murfla und die Blocksbärte

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»Nirgends wirkt Sprachkunst exotischer, zugleich anregender auf mich als im Werk von Miron Białoszewski. Der ausgewiesene Sonderling der polnischen Nachkriegsliteratur und Guru einer ganzen Generation linguistisch orientierter Dichter betritt die schmale Buchstabenbühne gern in Gestalt vielfältiger Verwandlungen. Dabei verwortspielt er nicht selten die eigene namentliche Existenz. Mal stellt er sich als verkappter Märtyrer der Poesie dar, um als monosyllabisches Phantom seiner selbst und bis zur Wortsinnlosigkeit zerkasteiter ›yeń‹ sogleich wieder abzutreten, ein andermal entlarvt er sich – im Rausch adjektivisch besuffixt – als ›Białoszewskiger‹ dem die Kontrolle über sich und schier alle Ähnlichkeit mit ihm selbst zu entgleiten droht. Gleichwohl kommt dem ins Weichseljenseits verzogenen ›Korridorianer‹ (›korytarzowiec‹) niemals die Sprache abhanden, dies umtriebige Wundertier und seherische ›Ausflugswesen‹ (›stworzenie wylotu‹), das er aussendet, die ›schienene Endlosigkeit‹ (›niekończyn szyn‹) von Versen zu erkunden.« So Dagmara Kraus über den polnischen Dichter, den sie ins Deutsche übersetzt und mit dem sie eine sprachübergreifende Zwiesprache pflegen will.

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Murfla und die Blocksbärte, Dagmara Kraus

Sprache
Erscheinungsdatum
2022
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(Paperback)
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Titel
Murfla und die Blocksbärte
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Dagmara Kraus
Erscheinungsdatum
2022
Einband
Paperback
ISBN10
3884236687
ISBN13
9783884236680
Reihe
Schlagwörter
Belletristik, Poesie
Beschreibung
»Nirgends wirkt Sprachkunst exotischer, zugleich anregender auf mich als im Werk von Miron Białoszewski. Der ausgewiesene Sonderling der polnischen Nachkriegsliteratur und Guru einer ganzen Generation linguistisch orientierter Dichter betritt die schmale Buchstabenbühne gern in Gestalt vielfältiger Verwandlungen. Dabei verwortspielt er nicht selten die eigene namentliche Existenz. Mal stellt er sich als verkappter Märtyrer der Poesie dar, um als monosyllabisches Phantom seiner selbst und bis zur Wortsinnlosigkeit zerkasteiter ›yeń‹ sogleich wieder abzutreten, ein andermal entlarvt er sich – im Rausch adjektivisch besuffixt – als ›Białoszewskiger‹ dem die Kontrolle über sich und schier alle Ähnlichkeit mit ihm selbst zu entgleiten droht. Gleichwohl kommt dem ins Weichseljenseits verzogenen ›Korridorianer‹ (›korytarzowiec‹) niemals die Sprache abhanden, dies umtriebige Wundertier und seherische ›Ausflugswesen‹ (›stworzenie wylotu‹), das er aussendet, die ›schienene Endlosigkeit‹ (›niekończyn szyn‹) von Versen zu erkunden.« So Dagmara Kraus über den polnischen Dichter, den sie ins Deutsche übersetzt und mit dem sie eine sprachübergreifende Zwiesprache pflegen will.