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Sei es die Suche nach Heimat in der Wüste, die Flucht in die Stille Russlands, der kollektive Widerstand in Birma oder die Konfrontation mit sich selbst in Indien – die Filme von David Lean sind unvergesslich. Sie erzählen von Begegnungen mit fremden Welten und Kulturen, von privaten und großen Abenteuern. Besonders eindrucksvoll ist die bildgewaltige Erzählweise: großformatige Kameraeinstellungen wie die purpurrot aufgehende Sonne über der arabischen Wüste oder die verschneite Kulisse in Varykino bleiben im Gedächtnis. Auch die symbolträchtige Brückensprengung durch Nicholson fasziniert und revolutioniert die Kinoästhetik ihrer Zeit. Die zentrale These dieser Analyse ist, dass Leans Filme durch wiederkehrende Erzählmuster geprägt sind, in denen 'Räume' eine entscheidende Rolle spielen. Diese Räume sind nicht nur ästhetisch relevant, sondern auch narrativ bedeutsam. Zu Beginn der Filme präsentiert sich eine topografische Landkarte, die von verschiedenen Figuren mit unterschiedlichen Bedeutungen aufgeladen wird. Die Verbindungen der Hauptfiguren zu bestimmten Räumen widersprechen den Normen ihres Umfeldes, wodurch Konflikte entstehen. Leans Charaktere sind 'anders', sehen ihre Welt aus einer anderen Perspektive und werden von ihrer Umgebung als Störfaktor wahrgenommen.
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Alienität und Alterität, Sarah Brauckmann
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- 2021
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