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Der Erzähler und seine Familie kehren aus dem Urlaub zurück, um ihren 80-jährigen Vater zu finden, der das Haus gehütet hat. Sie entdecken besorgniserregende E-Mails, die auf einen Betrug hinweisen, bei dem der Vater um sein Geld gebracht wurde. Nach seinem Tod beginnt der Erzähler, über das Leben seines Vaters nachzudenken und eine Recherche über ihn anzustellen. Der Vater wuchs in prekären Verhältnissen in Frankfurt auf und musste sich als Jugendlicher alleine durch ein zerstörtes Land kämpfen. Ohne höheren Schulabschluss arbeitete er sich nach dem Krieg hoch, blieb jedoch ein Einzelkämpfer, der sich sozialen Zugehörigkeiten entzog. Geprägt von seiner Kindheit unter dem Nationalsozialismus, kämpfte er mit Vorurteilen und einem inneren Fluchttrieb. Geld und Status waren ihm wichtig, doch oft zerstörte er das, was er erreicht hatte. Er wollte seinen Sohn zu etwas Besserem machen, was zu einem komplexen Verhältnis zwischen Rivalität und Zärtlichkeit führte. Der Sohn erkennt, wie ähnlich er seinem Vater ist. Der Titel des Buches ist ironisch, während der Ton einfühlsam und suchend bleibt. Es gibt nichts zu enthüllen, aber viel zu entdecken. Die Prosa verzichtet auf Anklage und zeigt stattdessen, was es bedeutet, zu erzählen. Leser der Kleebergs Generation werden Bekanntes und Neues erkennen.
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Glücksritter, Michael Kleeberg
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- Erscheinungsdatum
- 2020
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