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Diese späte Schrift des Proklos (412-485) bietet die umfassendste Darstellung der neuplatonischen Metaphysik. Neben seinen einflussreichen Kommentaren zu den Platonischen Dialogen verfasste Proklos eigenständige philosophische Abhandlungen, in denen er unabhängig von der Auslegung platonischer Texte agiert. Die Theologische Grundlegung (Stoicheiosis theologike) kommt sogar ohne direkte Verweise auf Platon aus und spiegelt Proklos’ eigene metaphysische Logik wider. In 211 Kapiteln, die nach dem Muster einer allgemeinen These mit streng logischen Beweisen aufgebaut sind, gibt Proklos einen Überblick über die Prinzipien seiner Metaphysik. In der zweiten Hälfte der Abhandlung bewegt er sich von der höchsten metaphysischen Ebene des Einen und der Henaden zu den Intellekten und schließlich zu den göttlichen Seelen. Interessanterweise wird die menschliche Seele nicht mehr in den Bereich der göttlichen Metaphysik eingeordnet. Die Theologische Grundlegung ist im Kontext des neuplatonischen Schrifttums atypisch und einzigartig. Sie entstand möglicherweise aus dem Bedürfnis von Studenten nach einer prägnanten Darstellung des neuplatonischen Gedankenguts. Diese zweisprachige Ausgabe bietet den griechischen Text in einer neuen Edition sowie eine deutsche Übersetzung ohne lateinische Terminologie, ergänzt durch eine umfassende Einleitung und erläuternde Kommentare von Ernst-Otto Onnasch und Ben Schomakers.
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Theologische Grundlegung, Proclus
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- 2021
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- (Hardcover)
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