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- 404 Seiten
- 15 Lesestunden
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Um 550 beschimpfte Bischof Nicetius von Trier Kaiser Justinian als "Sohn des Teufels", weil dieser die Drei Kapitel als häretisch verdammte. Der Dreikapitelstreit, ein Teil der seit dem 5. Jahrhundert wütenden Christologiedebatten, erschütterte den Mittelmeerraum. Im Gegensatz zur groben Polemik des Nicetius zeigt die vorliegende Studie, dass die Bischöfe des merowingischen Frankenreichs sich differenziert zum Streit positionierten. Einige von ihnen zeigten überraschende Offenheit für den Neo-Chalcedonismus, die theologische Tradition, die Justinians Religionspolitik zugrunde lag. Dies wird anhand dreier gallischer Kirchenrechtssammlungen des späten 6. Jahrhunderts verdeutlicht, deren idiosynkratische und auf den ersten Blick chaotische Textzusammenstellung bewusst erfolgte und eine theologische sowie ekklesiologische Kohärenz in der Auseinandersetzung mit den christologischen Debatten erkennen lässt. Der Band präsentiert die merowingischen Episkopatsmitglieder als engagierte und selbstbewusste Disputanten zu den Fragen des Dreikapitelstreits. Anhänge enthalten einen bisher vernachlässigten Brief des Bischofs Cyprian von Toulon zur Christologie mit deutscher Übersetzung sowie ein kommentiertes Inhaltsverzeichnis der Collectio Sancti Mauri.
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Christologie und Kanonistik. Der Dreikapitelstreit in merowingischen libri canonum, Michael Eber
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- 2023
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