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Der Fund

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  • 326 Seiten
  • 12 Lesestunden

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Veza Canetti, geboren 1897 in Wien und gestorben 1963 in London, war Jüdin, Sozialistin und die Frau des Nobelpreisträgers Elias Canetti. Ihre Wiederentdeckung als Schriftstellerin geschah erst 30 Jahre nach ihrem Tod. Der Band „Der Fund“ schließt die Herausgabe unveröffentlichter Manuskripte ab und zeigt erneut ihre Meisterschaft, Sozialkritik in sorgfältigen Charakterstudien zu verpacken. Ihr Stil ist geprägt von Schärfe und Witz, ohne in Wehleidigkeit abzudriften. Besonders die Lebendigkeit der Zwischenkriegsjahre in Wien durchdringt ihre Werke und berührt auch heute noch. In den 30er-Jahren veröffentlichte sie erfolgreich Kurzgeschichten und galt als vielversprechendes Talent. Die Flucht vor den Nazis 1938 hinderte sie jedoch an größeren Projekten, und in London gelang ihr keine Veröffentlichung mehr. Nach mehrfachen Ablehnungen zog sie sich zurück, um ihren Mann zu unterstützen, und leugnete aus verletztem Stolz ihre eigene schriftstellerische Tätigkeit. Seit 1990 wurden einige ihrer Werke veröffentlicht, und der nun vorliegende Band komplettiert ihr Schaffen. Themen wie soziale Ungerechtigkeit, der Verlust des kindlichen Glaubens und die Unbesiegbarkeit der menschlichen Würde, insbesondere der Frauen, ziehen sich durch ihr Werk. Canetti zeigte Haltung auf eine subtile Art, die heute als altmodisch gilt und damals nicht zum direkten Erfolg führte. Der verborgene Glanz ihrer Heldinnen bleibt oft unentdeckt.

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Der Fund, Veza Canetti

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2001
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(Hardcover)
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