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Wer in Hans Gysis Gedichte eintaucht, wird von einem Wortstrom mit Klang und Bild in eine farbenprächtige Welt entführt. Gysi schätzt die Musikalität der Sprache, genießt den "Groove und den Rhythmus" und erfasst im tänzerischen Mitschwingen eine transzendente Dimension, eine Ahnung von Utopie. Er entfaltet die Sinnlichkeit der Wörter, würzt seine Lyrik mit ungewohnten Ausdrücken und Wortschöpfungen, wechselt mühelos zwischen gehobenen und umgangssprachlichen Stilen und nutzt Häufungen, um einen rhetorischen Sog zu erzeugen, der in Höhepunkten kulminiert oder abrupt in Pointen endet. Wie in barocken Gemälden zeigt sich neben der Üppigkeit das Bild der Vergänglichkeit; Skepsis, Ironie und Verkürzung sind bei Gysi notwendige Kontrapunkte zu seinem wortgewaltigen Stil. Sie verdeutlichen die Flüchtigkeit des Augenblicks und schaffen Raum für Sehnsucht und Gelächter. In "Zettel und Litaneien" wird dieser Kontrast durch genussvolle Reihungen sichtbar, die eine facettenreiche Welt heraufbeschwören und mit enzyklopädischem Eifer Bilder sammeln, während gleichzeitig deren Hinfälligkeit und Nutzlosigkeit festgehalten wird. Humorvoll nimmt der Autor unsere Verhaftung im Alltäglichen aufs Korn und lässt die weiten Räume unserer Gedanken und Träume aufscheinen.
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Edition 8: Zettel und Litaneien, Hans Gysi
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- Erscheinungsdatum
- 2009
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