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Das Abendland - 19: Unterwegs zu den Inseln des Scheins

Kunstbegriff und literarische Form in der Romantik von Novalis bis Nietzsche

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  • 641 Seiten
  • 23 Lesestunden

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Dichtung und Kunstreflexion der Romantik haben die wesentliche „Andersheit“ der Kunst entdeckt und damit den Grund für das Kunstverständnis der Moderne gelegt. Im ersten Teil verfolgt diese Arbeit an zwei Beispielen die Entwicklung dieses neuen Kunstbegriffs: Unabhängig voneinander kommen Novalis und Wackenroder zu der Überzeugung, daß die Kunst mit genuin eigenen, durch keine rationale Rede einzuholenden Mitteln die Wirklichkeit und die dieser zugrundeliegende Wahrheit erschließt. Der zweite Teil sucht die spezifische Differenz der romantischen Literatur an dem auf, was das Sprachkunstwerk von anderen Gebrauchsformen der Sprache unterscheidet: der Kunstform. Am Beispiel der Erzählperspektive, der Stileinheit und der Rahmenerzählung wird vorgeführt, wie Ludwig Tieck und E. T. A. Hoffmann traditionelle Formen des Erzählens zunächst bewußt zerbrechen, später dann zum Teil in neuer Gestalt restituieren. Was so als Form-Eigenheit romantischen Erzählens hervortritt, wird dann bei Nietzsche zum Gegenstand einer Reflexion, welche die metaphysischen Voraussetzungen der Romantik zu überwinden sucht.

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Das Abendland - 19: Unterwegs zu den Inseln des Scheins, Michael Neumann

Sprache
Erscheinungsdatum
1991
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(Hardcover),
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Titel
Das Abendland - 19: Unterwegs zu den Inseln des Scheins
Untertitel
Kunstbegriff und literarische Form in der Romantik von Novalis bis Nietzsche
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Michael Neumann
Erscheinungsdatum
1991
Einband
Hardcover
Seitenzahl
641
ISBN10
3465025148
ISBN13
9783465025146
Reihe
Beschreibung
Dichtung und Kunstreflexion der Romantik haben die wesentliche „Andersheit“ der Kunst entdeckt und damit den Grund für das Kunstverständnis der Moderne gelegt. Im ersten Teil verfolgt diese Arbeit an zwei Beispielen die Entwicklung dieses neuen Kunstbegriffs: Unabhängig voneinander kommen Novalis und Wackenroder zu der Überzeugung, daß die Kunst mit genuin eigenen, durch keine rationale Rede einzuholenden Mitteln die Wirklichkeit und die dieser zugrundeliegende Wahrheit erschließt. Der zweite Teil sucht die spezifische Differenz der romantischen Literatur an dem auf, was das Sprachkunstwerk von anderen Gebrauchsformen der Sprache unterscheidet: der Kunstform. Am Beispiel der Erzählperspektive, der Stileinheit und der Rahmenerzählung wird vorgeführt, wie Ludwig Tieck und E. T. A. Hoffmann traditionelle Formen des Erzählens zunächst bewußt zerbrechen, später dann zum Teil in neuer Gestalt restituieren. Was so als Form-Eigenheit romantischen Erzählens hervortritt, wird dann bei Nietzsche zum Gegenstand einer Reflexion, welche die metaphysischen Voraussetzungen der Romantik zu überwinden sucht.