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Nach der Wende erlebten die neuen Bundesländer einen drastischen Rückgang in der Familienbildung, was Fragen zu den früheren Bedingungen und Verhaltensweisen aufwirft. Der Verfasser bietet einen sozial- und ideengeschichtlichen "historischen Längsschnitt" vom Absolutismus bis zum Zweiten Weltkrieg, wobei er sich auf reale Entwicklungen sowie deren wissenschaftliche und politische Dimension konzentriert. Die statistischen Analysen umfassen einen erweiterten Familienzyklus, der Partnerwahl, Einelternfamilien, Nichtehelichkeit, Legitimierung, Scheidung und Wiederheirat einbezieht. Dies ermöglicht eine Reflexion über soziale Lebensformen und geschlechtsspezifische Rollen. Eine Untersuchung zur DDR stützt sich auf schwer zugängliches Material über die theoretischen Grundlagen von Ehe, Familie und Bevölkerung im Sozialismus, sowie über Recht, Politik und Gleichstellung. Detaillierte Vergleiche zur BRD, Sozial- und Familienpolitik verdeutlichen die individuellen Handlungen und die unterschiedlichen Haltungen der Menschen in Ost- und Westdeutschland. Über die Zeit werden Verbindungen zwischen Ideologie, gesellschaftlichem System, Wissenschaft und Politik sichtbar. Die umfassende Perspektive der Arbeit ermöglicht auch einen Vergleich mit anderen Systemen, wie dem Kameralismus, und regt zum Nachdenken über die großen Utopien der Menschheit an.
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Familienbildung in Deutschland, Jürgen Cromm
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 1998
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- (Paperback)
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- Titel
- Familienbildung in Deutschland
- Untertitel
- Soziodemographische Prozesse, Theorie, Recht und Politik unter besonderer Berücksichtigung der DDR
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Jürgen Cromm
- Verlag
- Westdt. Verl.
- Erscheinungsdatum
- 1998
- Einband
- Paperback
- Seitenzahl
- 668
- ISBN10
- 3531131788
- ISBN13
- 9783531131788
- Reihe
- Schlagwörter
- Sachbücher, Sozialwissenschaften, Familie, Pädagogik, Politik, Deutschland, Soziologie, Gesellschaft, Ehe, Deutsche Demokratische Republik, Sozialismus, Utopie, Sozialpolitik, Demografie, Bevölkerung, Partnerwahl, Familienbildung
- Beschreibung
- Nach der Wende erlebten die neuen Bundesländer einen drastischen Rückgang in der Familienbildung, was Fragen zu den früheren Bedingungen und Verhaltensweisen aufwirft. Der Verfasser bietet einen sozial- und ideengeschichtlichen "historischen Längsschnitt" vom Absolutismus bis zum Zweiten Weltkrieg, wobei er sich auf reale Entwicklungen sowie deren wissenschaftliche und politische Dimension konzentriert. Die statistischen Analysen umfassen einen erweiterten Familienzyklus, der Partnerwahl, Einelternfamilien, Nichtehelichkeit, Legitimierung, Scheidung und Wiederheirat einbezieht. Dies ermöglicht eine Reflexion über soziale Lebensformen und geschlechtsspezifische Rollen. Eine Untersuchung zur DDR stützt sich auf schwer zugängliches Material über die theoretischen Grundlagen von Ehe, Familie und Bevölkerung im Sozialismus, sowie über Recht, Politik und Gleichstellung. Detaillierte Vergleiche zur BRD, Sozial- und Familienpolitik verdeutlichen die individuellen Handlungen und die unterschiedlichen Haltungen der Menschen in Ost- und Westdeutschland. Über die Zeit werden Verbindungen zwischen Ideologie, gesellschaftlichem System, Wissenschaft und Politik sichtbar. Die umfassende Perspektive der Arbeit ermöglicht auch einen Vergleich mit anderen Systemen, wie dem Kameralismus, und regt zum Nachdenken über die großen Utopien der Menschheit an.