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Deutsche Zeitschrift für Philosophie / Sonderbände - 31: Zukunft der Geschichte

Geschichtsphilosophie und Zukunftsethik

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Die Behauptung eines angeblichen Endes der Geschichte hat sich als voreilig erwiesen. Angesichts der Krisen des 21. Jahrhunderts besteht die moralische und politische Verpflichtung, die Geschichte der Zukunft als praktische Aufgabe zu verstehen. Diese Perspektive erfordert eine neue Geschichtsphilosophie, die die Lebensverhältnisse der Gegenwart und die zukünftigen Bedingungen in den Blick nimmt. Dabei wird auch die ethische Verantwortung für zukünftige Generationen angesprochen. Die Untersuchung zielt auf eine Synthese von Geschichtsphilosophie und Zukunftsethik. Für die Ethik der Zukunft bedeutet dies, dass sie Einsichten in die narrative Struktur und die orientierende Funktion historischen Bewusstseins integriert. Die Philosophie der Geschichte muss sich mit der Zukunftsperspektive an der theoretischen Lösung ökonomischer, sozialer und ökologischer Probleme beteiligen. Dazu gehören Themen wie die unterschiedlichen Reichweiten der Langzeitverantwortung, die Pflicht zur Kompensation historischer Schuld, das Recht armer Länder auf nachholende Entwicklung, intergenerationelle Gerechtigkeit und ein Modell eines großzügigen kollektiven Erbes. Das Ziel ist eine Geschichtsphilosophie der Zukunft mit praktischer Absicht.

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Deutsche Zeitschrift für Philosophie / Sonderbände - 31: Zukunft der Geschichte, Johannes Rohbeck

Sprache
Erscheinungsdatum
2012
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(Hardcover),
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Titel
Deutsche Zeitschrift für Philosophie / Sonderbände - 31: Zukunft der Geschichte
Untertitel
Geschichtsphilosophie und Zukunftsethik
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Johannes Rohbeck
Erscheinungsdatum
2012
Einband
Hardcover
Seitenzahl
202
ISBN10
3050060735
ISBN13
9783050060736
Reihe
Beschreibung
Die Behauptung eines angeblichen Endes der Geschichte hat sich als voreilig erwiesen. Angesichts der Krisen des 21. Jahrhunderts besteht die moralische und politische Verpflichtung, die Geschichte der Zukunft als praktische Aufgabe zu verstehen. Diese Perspektive erfordert eine neue Geschichtsphilosophie, die die Lebensverhältnisse der Gegenwart und die zukünftigen Bedingungen in den Blick nimmt. Dabei wird auch die ethische Verantwortung für zukünftige Generationen angesprochen. Die Untersuchung zielt auf eine Synthese von Geschichtsphilosophie und Zukunftsethik. Für die Ethik der Zukunft bedeutet dies, dass sie Einsichten in die narrative Struktur und die orientierende Funktion historischen Bewusstseins integriert. Die Philosophie der Geschichte muss sich mit der Zukunftsperspektive an der theoretischen Lösung ökonomischer, sozialer und ökologischer Probleme beteiligen. Dazu gehören Themen wie die unterschiedlichen Reichweiten der Langzeitverantwortung, die Pflicht zur Kompensation historischer Schuld, das Recht armer Länder auf nachholende Entwicklung, intergenerationelle Gerechtigkeit und ein Modell eines großzügigen kollektiven Erbes. Das Ziel ist eine Geschichtsphilosophie der Zukunft mit praktischer Absicht.