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Husumer Beiträge zur Storm-Forschung - 7: Zwischen Mignon und Lulu

Das Phantasma der Kindsbraut in Biedermeier und Realismus

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  • 330 Seiten
  • 12 Lesestunden

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Das Phantasma der Kindsbraut, dessen literarisches Urbild Goethes Mignon ist, zeigt sich in der nachromantischen Literatur nicht nur in Werken wie Lulu und Lolita. Bereits vor dem Eintritt in die literarische Moderne sind Mignons Schwestern in den Epochen des Biedermeier und des Poetischen Realismus präsent. Die in diesem Band versammelten Beiträge verdeutlichen, dass sie in den Werken von Heine, Stifter, Keller und Fontane auftauchen, besonders häufig jedoch im Oeuvre von Theodor Storm. In Storms Briefen dominiert die Vorstellung einer ‚natürlichen’ Geschlechter- und Familienordnung, während das Begehren seiner Protagonisten oft auf junge Mädchen abzielt, deren stereotype Beschreibungen die Geschlechter- und Generationendifferenz verwischen. Es lässt sich rekonstruieren, dass Storms Entwicklung einer eigenständigen Schreibweise mit einer Obsession für die kindliche Bertha von Buchan einherging. Die Faszination für kindlich-weibliche Mischwesen ist jedoch so weit verbreitet, dass sie Erklärungen erfordert, die über die individuelle Biographie der Autoren hinausgehen. Auf einem 2008 in Husum veranstalteten Symposion haben Literaturwissenschaftler versucht, dem Rätsel der Kindsbraut aus verschiedenen Perspektiven zu begegnen. Die entstandenen Studien beleuchten eine bis in die Gegenwart virulente Männerphantasie und deren (un-)heimliche Quellen in der Literatur zwischen Goethezeit und Moderne.

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Husumer Beiträge zur Storm-Forschung - 7: Zwischen Mignon und Lulu, Malte Steinhoff, Regina Fasold, Heinrich Detering

Sprache
Erscheinungsdatum
2010
Einband
(Hardcover),
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Titel
Husumer Beiträge zur Storm-Forschung - 7: Zwischen Mignon und Lulu
Untertitel
Das Phantasma der Kindsbraut in Biedermeier und Realismus
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2010
Einband
Hardcover
Seitenzahl
330
ISBN10
3503122192
ISBN13
9783503122196
Reihe
Beschreibung
Das Phantasma der Kindsbraut, dessen literarisches Urbild Goethes Mignon ist, zeigt sich in der nachromantischen Literatur nicht nur in Werken wie Lulu und Lolita. Bereits vor dem Eintritt in die literarische Moderne sind Mignons Schwestern in den Epochen des Biedermeier und des Poetischen Realismus präsent. Die in diesem Band versammelten Beiträge verdeutlichen, dass sie in den Werken von Heine, Stifter, Keller und Fontane auftauchen, besonders häufig jedoch im Oeuvre von Theodor Storm. In Storms Briefen dominiert die Vorstellung einer ‚natürlichen’ Geschlechter- und Familienordnung, während das Begehren seiner Protagonisten oft auf junge Mädchen abzielt, deren stereotype Beschreibungen die Geschlechter- und Generationendifferenz verwischen. Es lässt sich rekonstruieren, dass Storms Entwicklung einer eigenständigen Schreibweise mit einer Obsession für die kindliche Bertha von Buchan einherging. Die Faszination für kindlich-weibliche Mischwesen ist jedoch so weit verbreitet, dass sie Erklärungen erfordert, die über die individuelle Biographie der Autoren hinausgehen. Auf einem 2008 in Husum veranstalteten Symposion haben Literaturwissenschaftler versucht, dem Rätsel der Kindsbraut aus verschiedenen Perspektiven zu begegnen. Die entstandenen Studien beleuchten eine bis in die Gegenwart virulente Männerphantasie und deren (un-)heimliche Quellen in der Literatur zwischen Goethezeit und Moderne.