
Mehr zum Buch
Ärztliche Erkenntnisse und Entscheidungen werden in verschiedenen medizinischen Kontexten, von der Allgemeinmedizin bis zur klinischen Versorgung, dargestellt. Die Szenen reflektieren den Alltag zwischen Hannover und Bern und sind authentisch. Die Herausgeber begründen die Veröffentlichung aus eigener Unzufriedenheit über die Entwicklungen in der Medizin sowie der öffentlichen Kritik daran. Diese Unzufriedenheit bezieht sich auf unreflektierte Diagnosen und Handlungen sowie die unkritische Übernahme von Handlungsstrategien. Patienten werden oft überdiagnostiziert, statt dass sie die Möglichkeit haben, ausführlich mit ihren Ärzten zu sprechen. Zudem werden sie häufig mit Überweisungen von Allgemeinärzten zu Spezialisten geschickt, was zu einer "Verzettelung der Verantwortung" führt. Die Wissenschaftlichkeit der angewandten Medizin, insbesondere in der ambulanten Versorgung, wird in Frage gestellt. Dies führt dazu, dass viele Bereiche der Medizin in einem ständigen Abwehrkampf sind. Es herrscht die fragwürdige Überzeugung, dass Wissenschaft nur in Klinik und Labor realisierbar sei, während die Praxis als methodisch weniger eigenständig betrachtet wird. Diese einseitigen Sichtweisen haben zur Folge, dass wichtige politische Entscheidungen zur Wissenschaftspolitik getroffen werden, die bestehende Verhältnisse perpetuieren.
Buchkauf
Ärztliche Erkenntnis, Klaus Jork, F. Anschütz, Gerhard Fischer, Wolfram Schüffel
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 1987
- Einband
- (Paperback)
Keiner hat bisher bewertet.
- Titel
- Ärztliche Erkenntnis
- Untertitel
- Entscheidungsfindung mit Patienten
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Klaus Jork, F. Anschütz, Gerhard Fischer, Wolfram Schüffel
- Verlag
- Springer
- Erscheinungsdatum
- 1987
- Einband
- Paperback
- Seitenzahl
- 244
- ISBN10
- 3540172963
- ISBN13
- 9783540172963
- Reihe
- Kategorien
- Schlagwörter
- Deutschland, Medizin, Fachliteratur, Ärzte, Krankenhäuser, Innere Medizin, Allgemeinmedizin
- Beschreibung
- Ärztliche Erkenntnisse und Entscheidungen werden in verschiedenen medizinischen Kontexten, von der Allgemeinmedizin bis zur klinischen Versorgung, dargestellt. Die Szenen reflektieren den Alltag zwischen Hannover und Bern und sind authentisch. Die Herausgeber begründen die Veröffentlichung aus eigener Unzufriedenheit über die Entwicklungen in der Medizin sowie der öffentlichen Kritik daran. Diese Unzufriedenheit bezieht sich auf unreflektierte Diagnosen und Handlungen sowie die unkritische Übernahme von Handlungsstrategien. Patienten werden oft überdiagnostiziert, statt dass sie die Möglichkeit haben, ausführlich mit ihren Ärzten zu sprechen. Zudem werden sie häufig mit Überweisungen von Allgemeinärzten zu Spezialisten geschickt, was zu einer "Verzettelung der Verantwortung" führt. Die Wissenschaftlichkeit der angewandten Medizin, insbesondere in der ambulanten Versorgung, wird in Frage gestellt. Dies führt dazu, dass viele Bereiche der Medizin in einem ständigen Abwehrkampf sind. Es herrscht die fragwürdige Überzeugung, dass Wissenschaft nur in Klinik und Labor realisierbar sei, während die Praxis als methodisch weniger eigenständig betrachtet wird. Diese einseitigen Sichtweisen haben zur Folge, dass wichtige politische Entscheidungen zur Wissenschaftspolitik getroffen werden, die bestehende Verhältnisse perpetuieren.