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Kleiner Stimmungs-Atlas in Einzelbänden - 2: Richtig falsch

Es gibt ein richtiges Leben im Falschen

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  • 160 Seiten
  • 6 Lesestunden

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Wir leben heute in einer umfassenden Krise der politisch-staatlichen, aber auch der kulturellen Ordnungsmuster der Organisation und Aufteilung sozialer Aufgaben, Beiträge und Belohnungen. Unübersehbar sind die Symptome eines Verfalls der Gesellschaft, einer Rückbildung erreichter zivilisatorischer Standards in sozialer, ökonomischer, politischer und kultureller Hinsicht. Überall nehmen Diskurse der Not und des Mangels überhand, installieren sich Regime des Ausnahmezustands im Recht, in der Regierung, in den Familien, in den Arbeitsbeziehungen, ja bereits in der öffentlichen Sprache. Hatte früher »die Gesellschaft« sich vor der Macht des intellektuellen Arguments, des Wahrheits- und Gerechtigkeits-, des Demokratie- und Emanzipationsanspruchs zu rechtfertigen, so scheint es heute eher umgekehrt: Anstatt das Bestehende als falsch zu kritisieren, versucht sich die intellektuelle Klasse vor der Gesellschaft zu rechtfertigen. Unter diesem Druck droht sich die Grundstimmung intellektueller Arbeit zu wandeln – und mit ihr die herrschende Sprache.

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Kleiner Stimmungs-Atlas in Einzelbänden - 2: Richtig falsch, Michael Hirsch

Sprache
Erscheinungsdatum
2019
Einband
(Paperback),
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Titel
Kleiner Stimmungs-Atlas in Einzelbänden - 2: Richtig falsch
Untertitel
Es gibt ein richtiges Leben im Falschen
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Michael Hirsch
Erscheinungsdatum
2019
Einband
Paperback
Seitenzahl
160
ISBN10
3864851351
ISBN13
9783864851353
Reihe
Beschreibung
Wir leben heute in einer umfassenden Krise der politisch-staatlichen, aber auch der kulturellen Ordnungsmuster der Organisation und Aufteilung sozialer Aufgaben, Beiträge und Belohnungen. Unübersehbar sind die Symptome eines Verfalls der Gesellschaft, einer Rückbildung erreichter zivilisatorischer Standards in sozialer, ökonomischer, politischer und kultureller Hinsicht. Überall nehmen Diskurse der Not und des Mangels überhand, installieren sich Regime des Ausnahmezustands im Recht, in der Regierung, in den Familien, in den Arbeitsbeziehungen, ja bereits in der öffentlichen Sprache. Hatte früher »die Gesellschaft« sich vor der Macht des intellektuellen Arguments, des Wahrheits- und Gerechtigkeits-, des Demokratie- und Emanzipationsanspruchs zu rechtfertigen, so scheint es heute eher umgekehrt: Anstatt das Bestehende als falsch zu kritisieren, versucht sich die intellektuelle Klasse vor der Gesellschaft zu rechtfertigen. Unter diesem Druck droht sich die Grundstimmung intellektueller Arbeit zu wandeln – und mit ihr die herrschende Sprache.