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Verhalten im Systemkontext

Zum Begriff des sozialen Epigramms. Diskutiert am Beispiel des Schulunterrichts

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  • 351 Seiten
  • 13 Lesestunden

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Kaum eine unter den Professionen, die sich auf das Beeinflussen humaner Orientierungsprozesse spezialisiert haben, hegt einen derart merkwürdigen Umgang mit den Begriffen Mensch, Subjekt, Person usw., wie dies das pädagogische Establishment tut. Unter solchen Formeln wie »pädagogischer Bezug« oder »pädagogischer Eros« wird der Anspruch erhoben und aggressiv verteidigt, pädagogische Interaktion im Sozialsystem Unterricht lasse sich nach dem Muster der Paarbeziehung fassen, einer Beziehung zwischen Lehrer und je einzelnem Schüler, ein Mosaik, bestehend aus intimen Komponenten sozusagen – und das in Gegenwart von 20 oder gar 30 anderen Schülern, die, ja was eigentlich: bewegungslos harren, bis des Lehrers liebende Aufmerksamkeit ungeteilt und zu allem bereit sich dem nächsten von ihnen zuwendet? So ja offensichtlich nicht. Aber wie denn dann? Diese Frage versucht das hier vorliegende Buch zu beantworten. Dabei wird deutlich, daß solche Begriffe wie Mensch, Subjekt, Person oder Individuum sozialpragmatisch hochbedeutsame Aufgaben erfüllen, daß sie aber – vor allem auch von der Pädagogik – sozialanalytisch falsch plaziert werden.

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Verhalten im Systemkontext, Jürgen Markowitz, Niklas Luhmann

Sprache
Erscheinungsdatum
1986
Einband
(Paperback),
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Gebraucht - Gut
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Titel
Verhalten im Systemkontext
Untertitel
Zum Begriff des sozialen Epigramms. Diskutiert am Beispiel des Schulunterrichts
Sprache
Deutsch
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
1986
Einband
Paperback
Seitenzahl
351
ISBN10
351857762X
ISBN13
9783518577622
Reihe
Schlagwörter
Bildung, Phänomenologie
Beschreibung
Kaum eine unter den Professionen, die sich auf das Beeinflussen humaner Orientierungsprozesse spezialisiert haben, hegt einen derart merkwürdigen Umgang mit den Begriffen Mensch, Subjekt, Person usw., wie dies das pädagogische Establishment tut. Unter solchen Formeln wie »pädagogischer Bezug« oder »pädagogischer Eros« wird der Anspruch erhoben und aggressiv verteidigt, pädagogische Interaktion im Sozialsystem Unterricht lasse sich nach dem Muster der Paarbeziehung fassen, einer Beziehung zwischen Lehrer und je einzelnem Schüler, ein Mosaik, bestehend aus intimen Komponenten sozusagen – und das in Gegenwart von 20 oder gar 30 anderen Schülern, die, ja was eigentlich: bewegungslos harren, bis des Lehrers liebende Aufmerksamkeit ungeteilt und zu allem bereit sich dem nächsten von ihnen zuwendet? So ja offensichtlich nicht. Aber wie denn dann? Diese Frage versucht das hier vorliegende Buch zu beantworten. Dabei wird deutlich, daß solche Begriffe wie Mensch, Subjekt, Person oder Individuum sozialpragmatisch hochbedeutsame Aufgaben erfüllen, daß sie aber – vor allem auch von der Pädagogik – sozialanalytisch falsch plaziert werden.