Alexander Nehamas Bücher
Alexander Nehamas ist ein Philosoph, dessen Werk tief in die Ästhetik eindringt und die tiefen Verbindungen zwischen Literatur, Philosophie und der Natur der Existenz erforscht. Er stellte die bekannte These auf, dass das Leben selbst nach dem Modell eines literarischen Textes verstanden werden kann, und schlug vor, dass die Tugenden eines gut gelebten Lebens denen exzellenten Schreibens ähneln – Stil, Kohärenz und Anmut. Nehamas vertritt die Idee, dass die Philosophie eine greifbare 'Lebensform' anbieten sollte, und er findet auch künstlerischen Wert in zeitgenössischen Medien wie dem Fernsehen. Seine Schriften laden die Leser ein, das Zusammenspiel von Kunst, Leben und intellektueller Untersuchung neu zu betrachten.



Das Buch behandelt eine tief persönliche und bedeutende Frage, die während des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 entstand. Der Autor, während er in den Alpen verweilte, reflektierte über die Griechen und ihre Kunst, während die Schlachten toben. Er stellte sich Fragen zur Heiterkeit der Griechen und der griechischen Kunst, die ihn bis zu seiner Zeit in Metz beschäftigten. In einem Moment der inneren Ruhe, während der Verhandlungen über den Frieden in Versailles, kam er zu der Erkenntnis, dass die Tragödie aus dem Geiste der Musik geboren wird. Er fragt sich, warum gerade die Griechen, die als die bewunderten und lebendigen Menschen gelten, die Tragödie benötigten. Ist Pessimismus ein Zeichen des Verfalls, wie bei anderen Kulturen? Gibt es einen Pessimismus der Stärke, der aus Wohlstand und Gesundheit resultiert? Kann ein Leiden an der Überfülle selbst existieren? Der Autor untersucht, was der tragische Mythos und das Dionysische für die Griechen bedeuteten. Er hinterfragt den Sokratismus der Moral als möglichen Ausdruck des Niedergangs und die spätere griechische Heiterkeit als bloße Abendröte. Auch die Wissenschaft wird kritisch betrachtet: Ist sie eine Flucht vor dem Pessimismus? Der Autor reflektiert über die Ironie Sokrates' und die tiefere Bedeutung der Wissenschaft im Kontext des Lebens und des Pessimismus.
Über Freundschaft
- 288 Seiten
- 11 Lesestunden
»Alle Güter dieser Erde wiegen einen Freund nicht auf.« Voltaire Was ist Freundschaft eigentlich und was bedeutet sie für uns? Eine Frage, die im Zeitalter von Facebook und Co., wo zufällige virtuelle Bekannte schon »Freunde« genannt werden, besonders wichtig erscheint. Alexander Nehamas erläutert die Ideen klassischer und zeitgenössischer Philosophen, beleuchtet Beispiele aus Literatur, Theater, Kunst und Film und lässt immer wieder persönliche Erlebnisse und Erfahrungen aus seinen Freundschaften einfließen. Er zeigt, wie sich das Verständnis von Freundschaft im Laufe der Jahrhunderte gewandelt hat, privater und auch komplexer wurde. Doch eines ist gleich geblieben: Freundschaften sind ein wichtiger Bestandteil des Lebens und so individuell wie die daran Beteiligten.