Esa puta tan distinguida
- 184 Seiten
- 7 Lesestunden
En la cabina de un cine de barrio, una prostituta es asesinada a sangre fría. Pero el misterio no está en el quién ni en el cómo, sino en el por qué. Y ni el propio asesino recuerda el motivo
Juan Marsé ist berühmt für seinen rohen Realismus und seinen scharfen Blick auf das Nachkriegs-Barcelona. Seine Werke, die oft in seinem Heimatviertel El Guinardó angesiedelt sind, erforschen Themen wie moralischen Verfall, Klassengegensätze und verlorene Kindheit. Mit meisterhafter Ironie und einem sozial-realistischen Ansatz, der oft durch avantgardistische Erzähltechniken bereichert wird, enthüllt Marsé die Komplexität des Lebens in der Zeit nach dem Bürgerkrieg und während der Franco-Diktatur. Seine Fähigkeit, die Seele der Stadt und ihrer Bewohner einzufangen, macht ihn zu einer bedeutenden Stimme in der spanischen Literatur.







En la cabina de un cine de barrio, una prostituta es asesinada a sangre fría. Pero el misterio no está en el quién ni en el cómo, sino en el por qué. Y ni el propio asesino recuerda el motivo
Selten liest sich das Alterswerk eines großen Autors so jugendlich frisch wie hier Juan Marsés kurzer Roman Gute Nachrichten auf Papierfliegern. Das liegt natürlich nicht zuletzt an Bruno, dem fünfzehnjährigen Protagonisten. Der schüchterne, aber liebenswerte Junge lebt allein mit seiner Mutter in Barcelona und arbeitet als Laufbursche in einer Konditorei. Doch jetzt, im August, beginnen die Ferien, und Bruno vertreibt sich die Urlaubszeit mit einem Nebenjob der etwas anderen Art. Er hilft der alten Frau Pauli, die mit ihrem blauen Papagei im oberen Stockwerk wohnt, Zeitungen zu sammeln. Aus diesen faltet Frau Pauli, die während des Krieges aus ihrer Heimat Polen geflohen und als Variététänzerin nach Barcelona verschlagen worden war, Papierflieger und lässt sie Tag für Tag vom Balkon aus über das Viertel gleiten. Wieso sie alle Welt mit guten Nachrichten beglücken will, erfahren wir erst auf den letzten Seiten dieses kurzweiligen, traurig-schönen Romans. Denn die Fotos in der Wohnung der alten Dame bergen, inmitten von Federboas, Stöckelschuhen und Lippenstiften, eine tragische Wahrheit …
An dem Tag, als sich Victoria Mir vor aller Augen auf die Schienen wirft (sie überlebt, denn schon lange fährt dort keine Straßenbahn mehr), wird Ringo erwachsen: Nicht genug damit, dass er sich in Violeta, die Tochter der Mir, verguckt hat – wenig später muss er auch seine Träume von einer Musikerkarriere begraben, als er im Goldschmiedatelier, wo er in die Lehre geht, einen Finger verliert. Fast gleichzeitig taucht Ringos Vater unter, der als Kammerjäger die Ratten aus den Kinosälen Barcelonas vertreibt und nebenbei die Post spanischer Kriegsgefangener über die Pyrenäen schmuggelt. Ringo aber stellt sich als heimlicher Postbote sehr viel ungeschickter an: Der Brief des (vermeintlichen) Liebhabers der Mir entgleitet ihm und verschwindet in der Kanalisation. Der fingierte Brief, den er ersinnt, um über den Verlust des echten hinwegzutäuschen, verändert nicht nur das Leben der Victoria Mir und ihrer Tochter, sondern auch sein eigenes: Ringo schreibt fortan über Traumwelten, die das wirkliche Leben bereichern. Genau so, wie Juan Marsé es in diesem traumwandlerisch stilsicheren Roman vorführt.
Zapomenutý falangistický spisovatel, vdovec, píše ve svém víkendovém domě na pláži paměti, v nichž se snaží zamaskovat politické zkompromitování s bývalým režimem a zamlžováním určitých okolností jim dodává poetické kouzlo. Do poklidného stereotypu a rezignace však přijíždí jeho nestydatá neteř Mariana se svým přítelem fotografem. Přes den se Mariana miluje nebo hádá se svým přítelem, kouří a chodí na procházky, z nichž si do strýcova domu často přivádí náhodné známé. V noci pak pomáhá strýci s přepisováním pamětí a nahá s ním vede vášnivé debaty v posteli, končící často až se svítáním. V pamětech a ve vyprávění spisovatele se postupně odkrývá jeho mládí, vztah ke dvěma sestrám – pozdější manželce a její sestře, matce Mariany. Spisovatel pod vlivem Marianiných otázek bilancuje svůj život a čím dál víc se oddává erotickým fantaziím o ní i její matce. Když se obě ženy ve víkendovém sídle setkají, má to pro spisovatele fatální důsledky, které mohou vést až k sebevraždě. Intimně laděný román, který byl ve své době šokující, působí dodnes nebývale otevřeně.
Ein Roman über große Gefühle - und gleichzeitig die Bestandsaufnahme einer Gesellschaft, die von Mädchenhändlern, Terroristen, gewalttätigen Polizisten und zwielichtigen Politikern geprägt ist: Juan Marsé, „der beste Schriftsteller der spanischen Nachkriegliteratur“ (Manuel Vázquez Montalbán), erzählt in 'Liebesweisen in Lolitas Club' eine raffinierte Dreiecksgeschichte, die sich schon bald als Spiel mit doppelten Boden entpuppt. Raúl Fuentes, vom Polizeidienst suspendiert, kehrt in sein Elternhaus nach Barcelona zurück. Sein geistig zurückgebliebener Zwillingsbruder Valentín, der dort noch immer wohnt, ist inzwischen erstaunlich selbständig geworden: Zu Raúls Missfallen hilft er in Lolitas Club aus, einem erotischen Etablissement, kauft Nagellack, Feuchtigkeitscremes und Kondome für die Mädchen und backt ihnen süße Kringel. Dabei verliebt er sich in Milena, die mit einem fingierten Arbeitsvertrag von Kolumbien nach Spanien gekommen ist.
Un hito en la historia de la literatura española. La primera novela de un entonces prometedor Juan Marsé, en verdad una obra ya adulta. El mundo de esta primera figura de las letras plasmado en esta expresiva pintura de una clase media de posguerra, a través de las relaciones entre sus desorientados hijos. El universo de Marsé en sus inicios.
Condenado al derribo, nada queda del antiguo esplendor del chalet de sus tíos, la adinerada y católica familia de los Claramunt. Todo empezó cuando su prima, la diealista Montse Claramunt, consagrada a la caridad en la orden seglar de las Visitadoras, conoció a un presidiario y quiso convertirlo en su protegido, entender sus problemas y entregarse a él. De esas buenas y peligrosas intenciones surgirá una historia oscura, cuando se interpongan los estatutos de la clase social y el culto a la respetabilidad.
Los inolvidables personajes de esta novela, como la entrañable y desgarrada pareja formada por el adolescente David y su perro Chispa, el enamorado inspector Galván, o Rosa Bartra, la hermosa pelirroja embarazada, obedecen a una tristeza y una estafa histórica muy concretas, pero también a la estafa eterna de los sueños, encarnada aquí por las fantasmales apariciones de un padre libertario fugitivo y de un arrogante piloto de la RAF que, desde la vieja fotografía de una revista colgada en la pared, actúa como confidente del fantasioso David. Con estos personajes, con un lenguaje directo y translúcido que contrasta con la honda carga emotiva y moral que discurre por debajo de la trama, Rabos de lagartija , dotada de una estructura narrativa tan sabia como imaginativa, y mostrando cuán frágiles y ambiguos son los límites entre la realidad y la ficción, la verdad y la mentira, el bien y el mal, el amor y el desamor, corrobora la condición de Juan Marsé como uno de los novelistas mayores, no sólo de las letras hispanas, sino de las actuales narrativas europeas.
Juan Marsé, der große alte Mann der spanischen Literatur, erzählt vom Sommer 1945 in Barcelona, von einer Frau und drei Männern. Und von dem vierzehnjährigen David, der nach Wahrhaftigkeit sucht in einem System, das auf Lügen gebaut ist. Marsé beweist mit diesem Roman, dass er zu Recht zu den großen spanischen Romanciers des 20. Jahrhunderts gezählt wird.