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Juan Marsé

    8. Jänner 1933 – 18. Juli 2020

    Juan Marsé ist berühmt für seinen rohen Realismus und seinen scharfen Blick auf das Nachkriegs-Barcelona. Seine Werke, die oft in seinem Heimatviertel El Guinardó angesiedelt sind, erforschen Themen wie moralischen Verfall, Klassengegensätze und verlorene Kindheit. Mit meisterhafter Ironie und einem sozial-realistischen Ansatz, der oft durch avantgardistische Erzähltechniken bereichert wird, enthüllt Marsé die Komplexität des Lebens in der Zeit nach dem Bürgerkrieg und während der Franco-Diktatur. Seine Fähigkeit, die Seele der Stadt und ihrer Bewohner einzufangen, macht ihn zu einer bedeutenden Stimme in der spanischen Literatur.

    Juan Marsé
    Der zweisprachige Liebhaber
    Stimmen in der Schlucht
    Letzte Tage mit Teresa
    Der Zauber von Shanghai
    Ronda del Guinardó
    Liebesweisen in Lolitas Club
    • Ein Roman über große Gefühle - und gleichzeitig die Bestandsaufnahme einer Gesellschaft, die von Mädchenhändlern, Terroristen, gewalttätigen Polizisten und zwielichtigen Politikern geprägt ist: Juan Marsé, „der beste Schriftsteller der spanischen Nachkriegliteratur“ (Manuel Vázquez Montalbán), erzählt in 'Liebesweisen in Lolitas Club' eine raffinierte Dreiecksgeschichte, die sich schon bald als Spiel mit doppelten Boden entpuppt. Raúl Fuentes, vom Polizeidienst suspendiert, kehrt in sein Elternhaus nach Barcelona zurück. Sein geistig zurückgebliebener Zwillingsbruder Valentín, der dort noch immer wohnt, ist inzwischen erstaunlich selbständig geworden: Zu Raúls Missfallen hilft er in Lolitas Club aus, einem erotischen Etablissement, kauft Nagellack, Feuchtigkeitscremes und Kondome für die Mädchen und backt ihnen süße Kringel. Dabei verliebt er sich in Milena, die mit einem fingierten Arbeitsvertrag von Kolumbien nach Spanien gekommen ist.

      Liebesweisen in Lolitas Club
      3,6
    • Ronda del Guinardó

      Roman

      • 140 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Sehr weit entfernt, in dem, was wie ein anderer Kontinent erscheint, hallen die Echos der letzten Kämpfe des Zweiten Weltkriegs wider, doch an diesem Nachmittag in Barcelona wiegt das Echo der spanischen Nachkriegszeit am schwersten. Ein alter Inspektor muss eine Jugendliche ins Krankenhaus begleiten, damit sie die Leiche des Mannes identifiziert, der sie vor ein paar Jahren überfallen hat. Diese Pilgerreise durch die Straßen Barcelonas verwandelt sich allmählich in einen Abstieg ins Herz der Dunkelheit. Die aufeinanderfolgenden Kreise des gequälten Weges zeigen eine Bevölkerung, die von Verrottung gesättigt ist und trotz ihrer Übelkeit die Möglichkeit der Erlösung erahnen lässt. Die Runde des Inspektors durch Chaos und Verfall, durchzogen von Erinnerungen, die aus den dunklen Kellern seines Geistes aufsteigen, wird zu einer Reise des Menschen an die Grenzen seines eigenen Horrors. Eine kurze Erzählung von symbolischer Reichweite und enormer Intensität. Ronda del Guinardó erhebt die physische und moralische Beschreibung der Nachkriegswelt zu einer mythischen Höhe.

      Ronda del Guinardó
      3,8
    • Der Zauber von Shanghai

      • 267 Seiten
      • 10 Lesestunden

      »Eine geniale Mischung aus Realität und Phantasie. Marsés Roman ist ein Hochgenuß.« (Radio Bremen) Barcelona in den 40er Jahren: Mitten in der düstersten Nachkriegszeit wächst der 14jährige Daniel in einem Armenviertel der katalanischen Metropole auf. Nur auf die Nachmittage freut sich der Junge, denn dann besucht er die gleichaltrige, lungenkranke Susana, die in einer prachtvollen Villa ans Bett gefesselt ist. Über die Standesunterschiede hinweg bahnt sich zwischen den beiden eine zarte Beziehung an. Ihre Gespräche kreisen dabei immer wieder um Susanas verschollenen Vater, den exilierten Widerstands-kämpfer Kim. Eines Tages taucht der mysteriöse Nandu Forcat in der Villa auf und gibt sich als Weggefährte von Susanas Vater aus. Eingehüllt in einen seidenen Kimono, erzählt er den beiden fortan jeden Abend von Kims abenteuerlicher Suche nach einem ehemaligen Gestapo-Offizier. Atemlos lauschend tauchen das Mädchen und ihr jugendlicher Verehrer ein in das legendäre Shanghai der vierziger Jahre, in die mondäne Glitzerwelt der High Society und die Unterwelt mit Berufskillern, Drogenbossen und schönen Frauen. Bald können Susana und Daniel Realität und Phantasie nicht mehr voneinander unterscheiden und flüchten sich in diese Traumwelt. Doch die Wirklichkeit holt sie immer wieder ein …

      Der Zauber von Shanghai
      3,7
    • Letzte Tage mit Teresa

      • 456 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Motorräder und Motorraddiebe, stattliche Villen, Strände und Bikinis, Teresa, Manolo und Maruja… Marsés Debütroman wurde zu einem Klassiker der modernen spanischen Literatur. So gewagt, wie er damals – im prüden, erzkatholischen Spanien unter Franco – war, so leicht, frech und verspielt wirkt er noch heute. Er wurde inzwischen zwei Mal verfilmt. »Das Buch ist nicht nur gut – es ist auch das vielleicht kraftvollste und überzeugendste, das in den letzten Jahren geschrieben wurde.« [Mario Vargas Llosa]

      Letzte Tage mit Teresa
      3,6
    • Juan Marsé, der große alte Mann der spanischen Literatur, erzählt vom Sommer 1945 in Barcelona, von einer Frau und drei Männern. Und von dem vierzehnjährigen David, der nach Wahrhaftigkeit sucht in einem System, das auf Lügen gebaut ist. Marsé beweist mit diesem Roman, dass er zu Recht zu den großen spanischen Romanciers des 20. Jahrhunderts gezählt wird.

      Stimmen in der Schlucht
      3,7
    • Was tun, wenn die eigene Frau fremdgeht? Juan Marsé gibt in seinem hinreißend komischen Roman eine Antwort. Als Marés seine Frau Norma, eine katalanische Patriotin aus gutem Hause, in flagranti mit einem andalusischen Schuhputzer erwischt, bricht für ihn eine Welt zusammen. Der gehörnte Ehemann gibt seine gesellschaftliche Stellung auf und verwandelt sich in einen Akkordeonspieler – nur, um als zweisprachiger Liebhaber die Ehefrau zurückzuerobern.

      Der zweisprachige Liebhaber
      3,2
    • An dem Tag, als sich Victoria Mir vor aller Augen auf die Schienen wirft (sie überlebt, denn schon lange fährt dort keine Straßenbahn mehr), wird Ringo erwachsen: Nicht genug damit, dass er sich in Violeta, die Tochter der Mir, verguckt hat – wenig später muss er auch seine Träume von einer Musikerkarriere begraben, als er im Goldschmiedatelier, wo er in die Lehre geht, einen Finger verliert. Fast gleichzeitig taucht Ringos Vater unter, der als Kammerjäger die Ratten aus den Kinosälen Barcelonas vertreibt und nebenbei die Post spanischer Kriegsgefangener über die Pyrenäen schmuggelt. Ringo aber stellt sich als heimlicher Postbote sehr viel ungeschickter an: Der Brief des (vermeintlichen) Liebhabers der Mir entgleitet ihm und verschwindet in der Kanalisation. Der fingierte Brief, den er ersinnt, um über den Verlust des echten hinwegzutäuschen, verändert nicht nur das Leben der Victoria Mir und ihrer Tochter, sondern auch sein eigenes: Ringo schreibt fortan über Traumwelten, die das wirkliche Leben bereichern. Genau so, wie Juan Marsé es in diesem traumwandlerisch stilsicheren Roman vorführt.

      Kalligraphie der Träume
      3,4
    • Selten liest sich das Alterswerk eines großen Autors so jugendlich frisch wie hier Juan Marsés kurzer Roman Gute Nachrichten auf Papierfliegern. Das liegt natürlich nicht zuletzt an Bruno, dem fünfzehnjährigen Protagonisten. Der schüchterne, aber liebenswerte Junge lebt allein mit seiner Mutter in Barcelona und arbeitet als Laufbursche in einer Konditorei. Doch jetzt, im August, beginnen die Ferien, und Bruno vertreibt sich die Urlaubszeit mit einem Nebenjob der etwas anderen Art. Er hilft der alten Frau Pauli, die mit ihrem blauen Papagei im oberen Stockwerk wohnt, Zeitungen zu sammeln. Aus diesen faltet Frau Pauli, die während des Krieges aus ihrer Heimat Polen geflohen und als Variététänzerin nach Barcelona verschlagen worden war, Papierflieger und lässt sie Tag für Tag vom Balkon aus über das Viertel gleiten. Wieso sie alle Welt mit guten Nachrichten beglücken will, erfahren wir erst auf den letzten Seiten dieses kurzweiligen, traurig-schönen Romans. Denn die Fotos in der Wohnung der alten Dame bergen, inmitten von Federboas, Stöckelschuhen und Lippenstiften, eine tragische Wahrheit …

      Gute Nachrichten auf Papierfliegern
      3,3
    • Der Roman des span. Autors erzählt von der zum Scheitern verurteilten Beziehung einer naiven höheren Tochter zu einem kriminellen Taugenichts.

      Die obskure Liebe der Montserrat Claramunt
    • Encerrados con un solo juguete

      • 253 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Un hito en la historia de la literatura española. La primera novela de un entonces prometedor Juan Marsé, en verdad una obra ya adulta. El mundo de esta primera figura de las letras plasmado en esta expresiva pintura de una clase media de posguerra, a través de las relaciones entre sus desorientados hijos. El universo de Marsé en sus inicios.

      Encerrados con un solo juguete
      3,5
    • Condenado al derribo, nada queda del antiguo esplendor del chalet de sus tíos, la adinerada y católica familia de los Claramunt. Todo empezó cuando su prima, la diealista Montse Claramunt, consagrada a la caridad en la orden seglar de las Visitadoras, conoció a un presidiario y quiso convertirlo en su protegido, entender sus problemas y entregarse a él. De esas buenas y peligrosas intenciones surgirá una historia oscura, cuando se interpongan los estatutos de la clase social y el culto a la respetabilidad.

      Biblioteca El Mundo - 13: La oscura historia de la prima Montse
      3,4
    • Si te dicen que caí

      • 360 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Si te dicen que caí es la novela, la gran novela de la madurez de Juan Marsé, avalada por el Primer Premio Internacional de Novela "México". Sin romper con la trayectoria temática y formal que se inició con su alucinante «Encerrados con un solo juguete» y que pareció culminar en «Últimas tardes con Teresa» y «La historia oscura de la prima Montse», la presente novela supone una clara superación. La capacidad de evocación, la fuerza de las imágenes, la riqueza de las sensaciones, la violencia sexual, la sátira, la fantasía transformadora de la realidad, el mito y la desmitificación, constituyen el tejido, de complejidad creciente, con el que el autor nos presenta, mediante un coro de voces dispares, la época de posguerra, desde diferentes perspectivas temporales. Las "aventis" -historias inventadas por los golfillos al socaire de los hechos- son el hallazgo genial, por el cual Juan Marsé interpreta aquel mundo de degradación que conoció en su infancia, y que utiliza como primer ensayo creador de la "aventi" totalizadora que es «Si te dicen que caí». Como el mismo Marsé ha dicho de su obra: "Si te dicen que caí no pretende tanto ser una revancha personal contra el franquismo, como una secreta y nostálgica despedida de la infancia".

      Si te dicen que caí
      3,6
    • Kráčajú zvoľna za hviezdnatej septembrovej noci po mäkkom koberci z konfiet a serpentín opustenou ulicou, ozdobenou množstvom girlánd, farebných papierikov a poškodených lampiónov.

      Posledné večery s Terezou
      3,3
    • Esa puta tan distinguida

      • 184 Seiten
      • 7 Lesestunden

      En la cabina de un cine de barrio, una prostituta es asesinada a sangre fría. Pero el misterio no está en el quién ni en el cómo, sino en el por qué. Y ni el propio asesino recuerda el motivo

      Esa puta tan distinguida
      3,4
    • Esta novela forma un todo con La oscura historia de la prima Montse. En Los misterios de Colores. Lo más llamativo del libro, técnicamente, son los variados registros que se emplean para narrar cada capítulo; aunque la sucesión de personas y tiempos del verbo llega a ser algo caótica. La Iglesia católica en España disfruta de un estatus de privilegio. Esta postura arrastra a interferir en la vida cotidiana de los españoles. Se desvía de su misión divina poco propensa a los placeres terrenales. En este contexto, se asocia con el poder terrenal para robar al pueblo y especialmente a controlar las almas. La Iglesia adopta una actitud perjudicial e inapropiada en contradicción con las prescripciones eclesiásticas que se destacan en la obra.

      Los misterios de colores
      3,2
    • Dívka se zlatými kalhotkami

      • 171 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Zapomenutý falangistický spisovatel, vdovec, píše ve svém víkendovém domě na pláži paměti, v nichž se snaží zamaskovat politické zkompromitování s bývalým režimem a zamlžováním určitých okolností jim dodává poetické kouzlo. Do poklidného stereotypu a rezignace však přijíždí jeho nestydatá neteř Mariana se svým přítelem fotografem. Přes den se Mariana miluje nebo hádá se svým přítelem, kouří a chodí na procházky, z nichž si do strýcova domu často přivádí náhodné známé. V noci pak pomáhá strýci s přepisováním pamětí a nahá s ním vede vášnivé debaty v posteli, končící často až se svítáním. V pamětech a ve vyprávění spisovatele se postupně odkrývá jeho mládí, vztah ke dvěma sestrám – pozdější manželce a její sestře, matce Mariany. Spisovatel pod vlivem Marianiných otázek bilancuje svůj život a čím dál víc se oddává erotickým fantaziím o ní i její matce. Když se obě ženy ve víkendovém sídle setkají, má to pro spisovatele fatální důsledky, které mohou vést až k sebevraždě. Intimně laděný román, který byl ve své době šokující, působí dodnes nebývale otevřeně.

      Dívka se zlatými kalhotkami
      3,3
    • El relato, que empieza como una satira política, contraponiendo la “chatarra retórica” de Forest a la corrosiva franqueza de Mariana, va adentrándose poco a poco en zonas cada vez más profundas que añaden una insólita dimensión a la novela. La sátira acaba en una fantasmagorica ambigua y misteriosa, entre Borges y Henry James, que convierte esta obra de Marsé en la más ambiciosa de todas las suyas. Partiendo de una serie de situaciones y personajes característicos en su producción. “La muchacha de las bragas de oro” va mucho más lejos, enriqueciendo sus perspectivas y dándonos el más completo y maduro de sus libros.

      La muchacha de las bragas de oro
    • Román lásky chudého mladíka z periférie a bohaté studentky. Na pozadí milostného vztahu mladé dvojice plného neupřímnosti a předstírání podává spisovatel brilantní analýzu a břitkou kritiku španělské společnosti 50. let. Konfrontuje svět předměstských zlodějíčků s bezvýchodným pseudoradikalismem univerzitních studentů a obě společenské vrstvy soudí stejně nemilosrdně.

      Poslední odpoledne s Terezou