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Heinz Knobloch

    3. März 1926 – 24. Juli 2003
    Heinz Knobloch
    Der beherzte Reviervorsteher
    Der arme Epstein
    Nase im Wind
    Mit beiden Augen
    Herr Moses in Berlin
    Geisterbahnhöfe
    • Fast jeder Berlin-Besucher kennt es, das beklemmende Gefühl beim Durchfahren der verfallenen und nur matt erleuchteten Bahnhöfe unter Ost-Berlin, auf denen die West-Bahnen niemals halten durften. Hin und wieder tauchten aus dem Halbdunkel geisterhaft wirkende Schemen auf, Grenzsoldaten der DDR. Sonst rieselte der Putz, schien die Zeit stehengeblieben. Von 1961 bis 1989 war dies eine verbotene Zone, heute ist fast alles renoviert. Der Alltag pulsiert. Thomas Wenzel und Michael Richter nutzten unmittelbar nach Maueröffnung die Gelegenheit, in die Unterwelt hinabzusteigen und die in der Geschichte einzigartige Situation in Interviews und Fotos festzuhalten. Heinz Knobloch verband dies mit seinen Erkundungen und Erinnerungen, die dem vielfältigen Wandel im städtischen Umfeld nachspüren.

      Geisterbahnhöfe
      4,5
    • Moses Mendelssohn, Schriftsteller und Philosoph der Aufklärung, geistiger Mittelpunkt des Berliner Kreises, hat wie kaum ein anderer die Kultur der Stadt im 18. Jahrhundert geprägt. Mendelssohn war Jude. Er übersetzte das Alte Testament und die Psalmen ins Deutsche. Kant, Nicolai und Lessing waren seine Freunde. Als Philosoph und Prediger der Toleranz errang er europäischen Ruhm, Mitglied der Berliner Akademie durfte er nicht werden, denn bürgerliche Rechte besaß er als Jude nicht. Heinz Knobloch hat in seinem Buch eine Lebensgeschichte des Mannes vorgestellt, der Lessing als Vorbild für Nathan den Weisen diente. Knobloch spürt den in Dokumenten und in der Stadtgeschichte erhaltenen Spuren dieses beeindruckenden Lebens nach. Alte Straßen und Häuser, Bilder, Dokumente und verblassende Zeichen auf dem jüdischen Friedhof verdichten sich. Sie lassen Mendelssohn lebendig werden, der zwischen Juden und Deutschland zur Zeit der Aufklärung um Verständnis warb.

      Herr Moses in Berlin
      4,5
    • Heinz Knobloch, langjähriger Redakteur bei der Wochenpost, erzählt von seiner Kindheit in Dresden und seiner Jugend im Krieg. Er läßt noch einmal die besondere Atmosphäre Dresdens lebendig werden, einer Stadt der europäischen Hochkultur und der kleinen Leute, der feudalen Lebensweise und der leckeren Eierschnecken. 1935, Knobloch ist gerade neun Jahre alt, muß er das alte, 'heile' Dresden verlassen und zieht nach Berlin, wo eine Reihe ziviler Abenteuer auf ihn warten. Als der Krieg begann und er sich weigerte 'Hitler zum Geburtstag' geschenkt zu werden, wird ihm bald gesagt, daß auch er sich 'noch so manchen Wind um die Nase wehen lassen müsse'. Trotz aller Abneigung kann er sich dem Militär nicht entziehen, desertiert aber bald und gerät in amerikanische Gefangenschaft. Als genau beobachtender Zeitgenosse zeichnet Knobloch seinen Weg von Dresden nach Tennessee in eindringlichen Geschichten nach, die persönliche Erfahrungen ebenso widerspiegeln wie historische Einsichten.

      Mit beiden Augen
      4,0