Winfried Hahn Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)



Die "Empfehlungen zur Ausbildung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung" des Bundesministers für wissenschaftliche Forschung (1968) und die "Gemeinsame Stellungnahme" der Fachausschüsse Informationsverarbeitung der GAMM und der NTG (1969) führten in Deutschland zur Etablierung des Informatik-Studiums, das sich in einer "Rahmenordnung für die Diplom-Prüfung in Informatik" niederschlug. Dabei wurde der Diplom-Informatiker klar vom Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik und Nachrichtentechnik abgegrenzt, wobei gleichzeitig darauf geachtet wurde, dass eine Verständigungsmöglichkeit zwischen den Disziplinen erhalten bleibt. Die Mathematik spielt eine zentrale Rolle in der Ausbildung, sowohl wegen ihrer praktischen Anwendungen als auch als Teil der formalen Bildung, die für Informatiker von großer Bedeutung ist. Dennoch müssen Informatiker auch die Grundlagen der Physik und Elektrotechnik beherrschen, um die Brücke zum Ingenieur zu schlagen. Das vorliegende Buch, das aus Vorlesungen entstanden ist, versucht, die wichtigsten Grundlagen der Physik und Elektrotechnik herauszuarbeiten und unter einem einheitlichen Gesichtspunkt darzustellen. Es richtet sich an Informatiker und macht dabei oft Abstriche, wo Physiker oder Elektroingenieure mehr erwarten würden.
Elektronik-Praktikum für Informatiker
- 164 Seiten
- 6 Lesestunden
Ein Elektronik-Praktikum solI Studierenden der Informatik durch experimentelles Arbeiten eine EinfUhrung in die Wirkungsweise der Grundbausteine digitaler, elektronischer Rechenanlagen geben. Dementsprechend erl~utert die erste Gruppe von Aufgaben die Wirkungsweise der Halbleiter-Bau elemente Dioden, Transistoren und Feldeffekttransistoren. Das Schwergewicht liegt dabei auf dem Erarbeiten und Aus wert en von Kennlinien, mit denen das Verhalten dieser Bauelemente in Schaltungen erkl~rt und verstanden werden kann. Derartige Schaltungen, die der Realisierung logischer VerknUpfungen dienen, werden in einer zweiten Aufgaben gruppe im Hinblick auf wichtige Param~ter wie Schaltzeiten, maximal erreichbare Taktfrequenzen, St5rsicherheit und Leistungsverbrauch untersucht. Dabei werden vergleichende Aussagen uber die heute industriell entwickelten Schalt kreistechniken erarbeitet. In einer dritten Aufgabengruppe werden schlieBlich Schaltungen und Materialien mit Speicher verhalten - Flipflop, Tunneldiode und Ferritkern - unter sucht. Da sich dieses Praktikum nicht in erster Linie an Studieren de der Elektrotechnik wend.et, beginnt j ede Aufgabe mit einer kurzen und m5g1ichst einfachen Erl~uterung der physikali schen oder technischen Grundlagen, um das Verst~ndnis der Messungen und Ergebnisse, im folgenden kursiv gesetzt, zu erleichtern. Ausfllhrliche Erkl~rungen mussen jedoch der einschl~gigen Fachliteratur Uberlassen bleiben.