Konrad Lorenz war ein österreichischer Zoologe und gilt als einer der Begründer der modernen Ethologie. Er widmete sich dem Studium des instinktiven Verhaltens von Tieren, insbesondere von Graugänsen und Dohlen. Lorenz wurde weithin bekannt für seine Darstellungen des Prägens (Imprinting), dem Prozess, bei dem Jungvögel instinktiv eine Bindung an das erste sich bewegende Objekt eingehen, das sie nach dem Schlüpfen wahrnehmen. Seine Forschungsarbeit, oft in Zusammenarbeit mit Nikolaas Tinbergen, legte den Grundstein für die Ethologie als eigenständige biologische Disziplin.
In diesem Buch gibt Lorenz ein in gewisser Weise neuartiges Bild von sich, nämlich das eines großen Wissenschaftlers, der sich über die immense ethische Verantwortung der Ethologie und der Biologie Gedanken macht und sich befragen lässt.
Die "Russische Handschrift" wurde unter extremen Bedingungen in sowjetischen Gefangenenlagern verfasst und stellt den ersten Entwurf eines umfassenden Werks über Verhaltenswissenschaft dar. Sie enthält eine Zusammenfassung aller Ideen, die Lorenz als Begründer der Ethologie, der vergleichenden Verhaltensforschung, berühmt machten. Ursprünglich 1944 als erster Teil eines erweiterten Werkes geplant, schrieb der Autor diesen ersten Teil in russischen Lagern nahe Kirov und Jerewan. Später durfte er das Manuskript, das auf Papiertüten und anderen Fragmenten geschrieben war, nach Österreich mitnehmen, wo er es als Grundlage für bedeutende Veröffentlichungen verwendete. Das Manuskript verschwand 1963-64 und wurde erst fast zwei Jahre nach Lorenz' Tod wiedergefunden.
Zur Zeit sind die Zukunftsaussichten der Menschheit außerordentlich trübe. Sehr wahrscheinlich wird sie durch Kernwaffen schnell, aber durchaus nicht schmerzlos Selbstmord begehen. Auch wenn das nicht geschieht, droht ihr ein langsamer Tod durch die Vergiftung und sonstige Vernichtung der Umwelt, in der und von der sie lebt. Selbst wenn sie ihrem blinden und unglaublich dummen Tun rechtzeitig Einhalt gebieten sollte, droht ihr ein allmählicher Abbau aller jener Eigenschaften und Leistungen, die ihr Menschentum ausmachen. Viele Denker haben dies gesehen, und viele Bücher enthalten die Erkenntnis, daß Umweltvernichtung und "Dekadenz" der Kultur Hand in Hand gehen. Nur wenige aber betrachten den Abbau des Menschlichen als eine Krankheit, nur wenige suchen, wie Aldous Huxley das tat, nach Krankheitsursachen und möglichen Gegenmaßnahmen. Das vorliegende Buch soll dieser Suche dienen.
Konrad Lorenz erzählt mit der liebenden Zuneigung des Tierfreundes von den Lebensgewohnheiten seiner zwei- und vierbeinigen Gefährten und stellt fest: »...nicht, dass der Mensch ein Viech ist. Aber gewisse Grundgesetzlichkeiten instinktiven Verhaltens gelten für Tiere wie für Menschen.«
Ein Schlüsseltext zur menschlichen Selbsterkenntnis Konrad Lorenz hat das große Verdienst, in einer Zeit, in der die Menschheit zuweilen recht dilettantisch an ihren Zwängen und Widersprüchen herumdoktert, die - vergleichsweise primitiven, aber deshalb um so gefährlicheren - Grundantriebe menschlichen Verhaltens wieder ins Bewusstsein gebracht zu haben. Aggression gilt als einer der wesentlichen Faktoren menschlicher Handlungen und Reaktionen und wurde zum Schlagwort in anthropologischen und soziologischen Diskussionen. Konrad Lorenz leistet mit diesem epochalen Werk einen bedeutenden Beitrag zur menschlichen Selbsterkenntnis.
Konrad Lorenz (1903–1989), der 'Vater der Graugänse', war einer der einflußreichsten und zugleich umstrittensten Naturwissenschaftler der 20. Jahrhunderts. In diesem Selbstporträt erzählt Lorenz von seinem Leben, seiner Familie, seiner Wissenschaft. Was macht die Bedeutung seines wissenschaftlichen Werks aus? Warum ist Lorenz bis heute wichtig, warum ist er umstritten? Auf diese Fragen antworten in zwei Beiträgen die Lorenz-Kenner Irenäus Eibl-Eibesfeldt und Wolfgang Schleidt. 'Konrad Lorenz beschreibt sein Leben wie in einem Paradies, nicht metaphysisch, sondern real, krabbelnd, kriechend.' Süddeutsche Zeitung
Konrad Lorenz erzählt mit der liebenden Zuneigung des Tierfreundes von den Lebensgewohnheiten seiner zwei- und vierbeinigen Gefährten und stellt fest: »...nicht, dass der Mensch ein Viech ist. Aber gewisse Grundgesetzlichkeiten instinktiven Verhaltens gelten für Tiere wie für Menschen.«
ihr eine gezielt beschnittene Doktrin zu machen, zu deren Verwaltung sich eif rige Leute drängen. - In jedem der verglichenen Fälle war das durchaus nicht , , im Sinne der Erfinder". Da ist es zur Klärung allemal gut, zu den Quellen hinaufzusteigen und nachzusehen, wo die Ursprünge waren, und wie sich alles seinerzeit entwickelt hat. Dabei schärft sich der Blick für den wesentlichen Kern und das Beiwerk, sowie für sachliche und persönliche Gründe und Bedeutung unausweichlicher Auseinandersetzungen. So sehe ich den Sinn dieses Buches. Ob es ganz objektiv ist? - Das wäre zuviel verlangt! Denn wer kann die Entwicklung seiner Kinder ganz objektiv sehen? Daß es redlich ist, darauf kommt es an; und das muß man ihm zuerkennen. Nicht das Durchsetzen einer Doktrin wird hier betrieben, sondern hier werden dargestellt die Entwicklung und der Inhalt eines neu-entstandenen Wissenschaftszweiges und seiner vielfäl tigen und sorgsam abgewogenen Methoden. Das Buch ist aueh frei von der Meinung, man müsse - um das Gesicht zu wahren - auf Entdeckungsschritten verharren, die einst originell waren, nun aber teilweise überholt sind. Der Ver fasser zeigt sich offen jeder sinnvollen Kritik und Korrektur, ist jedoch ausrei chend unhöflich, um unhaltbare Einwände begründet abzuweisen.
In lebendiger Weise und hervorragend illustriert informiert der bekannte Verhaltensforscher über das Verhalten der Graugans, seines wichtigsten Studientieres.
Dieses Buch bietet einen Querschnitt durch das gesamte publizistische Werk des Autors auf dem Gebiet der Psychotherapie und ihrer anthropologischen Grundlagen.'
'Dwarsläufer' ist ein kleiner Krebs mit seitlich orientiertem Fluchtverhalten und abwehrend erhobenen Zangen. Oder ein Schiff, das gefährlich Zickzack fährt. Beides trifft auf Kalle Franke zu. Er hetzt zwischen zwei Frauen hin und her und weicht seinen wachsenden Problemen aus, bis es knallt. Immer wieder schlingert sein Lebenskurs – erst in seiner Seefahrtszeit auf einem Hochseeschlepper, dann als Hamburger Maschinenbaustudent und WG-Bewohner. Nach seinem Kiez-Bestseller 'Rohrkrepierer' lässt Konrad Lorenz seinen Helden Kalle als jungen Mann die Seefahrt kennenlernen und die Aufbruchstimmung der 60er und 70er Jahre in den Wohngemeinschaften und Kneipen der Hamburger Studentenszene des Uni-Viertels erleben – und zeigt dabei, wie Liebe und Leidenschaft schonungslos ins böse Chaos führen können.
Leben bedeutet, Probleme zu lösen; Leben bedeutet, zu lernen: das behaupten sowohl Popper als auch Lorenz. Aber um zu lernen, müssen wir aktiv sein: Theorien erfinden und sie auf die Probe stellen. Im ersten Teil des Buches diskutieren die beiden "Väter" aus Wien über evolutionäre Epistemologie, das Problem von Geist und Gehirn und die Zukunft der Menschheit. Im zweiten Teil diskutiert Popper zusammen mit Philosophen, Physikern, Biologen, Medizinern, Politikern und Journalisten über Wissenschaft und Hypothesen, über die Theorie der Welt 3 und über die offene Gesellschaft. Das Ergebnis dieser Diskussion ist eine Synthese der philosophischen, epistemologischen und politischen Ideen des großen österreichischen Philosophen.
In zwei Hauptwerken hat Konrad Lorenz sein Nachdenken über die Natur und den Menschen zusammgefaßt: "Die Rückseite des Spiegels" und "Der Abbau des Menschlichen". Diese Sonderausgabe enthält beide Werke
Konrad Lorenz entführt den Leser mit seinem Roman "Das Nachtschattenspiel" in eine faszinierende Welt voller Sagen und Mythen. Alte Legenden erscheinen in einem neuen Licht. Es geht um Tod und um Liebe, um Vergangenheit und Zukunft. Es gilt den Bannkreis des immer wiederkehrenden Kampfes zwischen Gut und Böse zu durchbrechen, der die einen zu Helden, die anderen zu Opfern macht. Hexen, Zauberer, Gnome, Prinzessinnen und Könige sind die Figuren dieses Romans. Sie werden wiedergeboren als Pflanzen und Tiere. Als solche sind sie auf der Suche nach einer ganzheitlichen Erkenntnis. Am Ende der Suche steht vielleicht der Anfang einer neuen Welt. Wissen, Gefühl und Phantasie verarbeitet Konrad Lorenz zu einer poetischen Romancollage; "Das Nachtschattenspiel" ist ein phantastisches Märchen für nächtliche Lesereisen.
Nachdem Konrad Lorenz zuerst mit dem Vieh, den Vögeln und den Fischen geredet hatte, zog der ebenso berühmte wie heitere Gelehrte den Hund ins Gespräch.
Viele große Bücher des legendären Verhaltensforschers wurden zu Bestsellern. Diese kleine Schrift allerdings wurde sein am meisten verbreitetes Buch. »Wir leben aber in einer Zeit, in der es der Naturforscher ist, der gewisse Gefahren besonders klar zu sehen vermag. So wird ihm das Predigen zur Pflicht.« Lorenz untersucht in seiner »Predigt« acht Vorgänge der Dehumanisierung, Vorgänge, die die Menschheit als Ganzes mit dem Untergang bedrohen: die Überbevölkerung der Erde, die Verwüstung natürlichen Lebensraums, der Wettlauf des Menschen mit sich selbst im Zugzwang der technologischen Entwicklung, der »Wärmetod des Gefühls«, der genetische Verfall, das Abreißen der Tradition, die zunehmende Indoktrinierbarkeit und die Aufrüstung mit Kernwaffen.
In lebendiger Weise und hervorragend illustriert informiert der bekannte Verhaltensforscher über das Verhalten der Graugans, seines wichtigsten Studientieres.
Dieses Buch behandelt das Verhalten von Tieren und Menschen. Es untersucht die verschiedenen Aspekte der Verhaltensforschung und bietet Einblicke in die biologischen und psychologischen Grundlagen des Verhaltens.
Jeder erhält das Geschenk seiner Jugend, wenn man es denn ein Geschenk nennen kann. Eine Jugend „auf St Pauli“ in der Nachkriegszeit ist etwas Besonderes, besonders dreckig, hungrig, spießig und jenseits aller üblichen bürgerlichen Moralvorstellungen.
1940 bis 1962: vom Schwarzmarkt Ecke Reeperbahn und Talstraße, über die Mutprobe, nach der Schule durch die Herbertstraße zu rennen, bis zu Tante Hermine, St. Paulis erster Szenekneipe in der Hafenstraße. Es fehlen die Väter. Und die, die wieder auftauchen, sind kriegsbeschädigt, vor allem im Kopf. Die Mütter sind es, die den Kampf ums Überleben organisieren.
Den Söhnen geht es ums Kino, um Jazz, um die Neugier auf Sexualität in einer Welt von Spießbürgern, Prostituierten, Zuhältern und Seeleuten. Kalle schildert sehr genau aus seinem Leben in diesem Milieu, er erzählt von seinen Erfolgen und Niederlagen und von seiner ersten, großen Liebe, die mit der Seefahrt nur schwer zu vereinbaren ist. Mit „Rohrkrepierer“ ist Konrad Lorenz ein fesselnder, authentischer Roman gelungen, der nicht nur die Hamburger begeistern wird.
Dein Hund - kein unbekanntes Wesen.Der Biologe und Hundeforscher Eberhard Trumler geht in diesem Buch den zentralen Themen nach, die jeden Hundeliebhaber seit je Was ist das Wesen des Hundes, was sind seine Bedürfnisse, wie lernfähig ist ein Hund? Und am Wie erziehen wir einen Hund zu einem Mitglied der "Menschenfamilie"?