Joe Mc Vie alias Josef Thierschädl ist in vielerlei Hinsicht ein zentraler Text im Werk Schwabs: nicht nur entsteht in ihm allmählich das so schnell danach berühmt gewordene 'Schwabisch', dieses aus Witz, Parodie und vielerlei entfremdeten Jargons bestehende Idiom, der Roman zeigt auch eine der Quellen von Schwabs Kritik: Joe Mc Vie spielt während der Zeit der Kandidatur Kurt Waldheims zum Bundespräsidenten und dem 50. Jahrestag des 'Anschlusses' und spiegelt die politischen und gesellschaftlichen Diskurse dieser Jahre wider. Der Protagonist Joe Mc Vie bewegt sich in einer Welt, deren Realkoordinaten – Österreich, 1988, Allgegenwart des Staatspräsidenten, Landleben mit 'Gemeinderat, Wirtshaus, Feuerwehr, Heimkehrer, Kirche' – sich zunehmend in Richtung Comics und Splatterfilme verschieben und dabei das 'Ramscharoma' erzeugen, das wir aus späteren Werken bereits kennen. Dass Schwab 'zu dem, was man das Körperliche nennt, ein direktes hartes unsentimentales Verhältnis' hat, belegt auch dieser frühe Roman ziemlich drastisch.
Werner Schwab Bücher
4. Februar 1958 – 1. Jänner 1994







Dramen III.
- 305 Seiten
- 11 Lesestunden
Fäkaliendramen
- 244 Seiten
- 9 Lesestunden
Enth.: Die Präsidentinnen ; Uebergewicht, unwichtig: Unform ; Volksvernichtung ; Mein Hundemund.
Coverdramen
- 246 Seiten
- 9 Lesestunden
Theater Theater. Aktuelle Stücke 17
- 708 Seiten
- 25 Lesestunden
Nuran David Calis »Frühlings Erwachen!« nach Frank Wedekind, Justine del Corte »Der Alptraum vom Glück«, Jan Fabre »Der König des Plagiats«, Helmut Krausser »Roy Bar«, Lorenz Langenegger »Rakows Dom«, Michael Lentz »Gotthelm oder Mythos Claus«, Andreas Marber »Die Beißfrequenz der Kettenhunde«, Lukas Moodysson »Raus aus Åmål (Fucking Åmål)«, Falk Richter »Im Ausnahmezustand«, Robert Woelfl »Ressource Liebe«. Bonus: Christopher Durang »Gebrüllt vor Lachen«, Werner Schwab »Antiklimax«.
Kniha obsahuje scénáře divadelních her současného rakouského dramatika.


