Sexualdelikte in der Gesellschaft Jesu im 17. und 18. Jahrhundert
Die Studie beleuchtet die bisher wenig erforschte Thematik sexueller Missbrauchs und Gewalt im Jesuitenorden während der Frühen Neuzeit. Durch umfassende Archivrecherchen werden spezifische Sexualdelikte gegen Schüler, Studenten und Beichtkinder analysiert. Es werden wiederkehrende Muster sexueller Gewalt aufgezeigt, die oft im spirituellen Kontext stattfanden und nur selten von den Ordensoberen verfolgt wurden. Dieser Ansatz bietet neue Perspektiven auf die Geschichte der jesuitischen Bildungs- und Seelsorgeeinrichtungen und deren Umgang mit Missbrauch.
Lehner beleuchtet die vergessene Geschichte reformfreudiger Katholiken des 18. Jahrhunderts, die gegen Aberglaube kämpften und für Demokratie, Gleichheit der Geschlechter und Naturwissenschaften eintraten. Er zeigt den Austausch zwischen den Reformen des Konzils von Trient und der Aufklärung auf, der durch die Französische Revolution 1789 endete.
Was in den frommen Heiligenlegenden nicht vorkommt: Das "gottgeweihte“ Leben hatte seine Schattenseiten! In den Klöstern waren Missbrauch, Ausschweifungen, ja sogar Kapitalverbrechen durchaus keine Seltenheit. Doch wie ging man damit um? Wenig bekannt ist, dass viele Ordensgemeinschaften ein ausgeklügeltes System von Strafkatalogen, Verfahrensregeln und teilweise drakonischen Maßnahmen entwickelten, um moralische Vergehen zu ahnden. Zum Repertoire gehörten Kerkerhaft und zuweilen auch Folter. Ulrich Lehner arbeitet dieses dunkle Kapitel der Kirchengeschichte sachkundig auf.
Der nette Opa? Der Kumpeltyp von nebenan? Der hilfreiche Onkel, der alles verzeiht? Das soll Gott sein? Fur Ulrich Lehner ein Grauel. Er nimmt den Leser mit auf eine Entdeckungsreise um herauszufinden, wer Gott wirklich ist. Dabei zeigt er, dass der christliche Gott keiner ist, den man in schlechten Zeiten um eine Therapiestunde bittet und der ansonsten nicht viel vom einzelnen Menschen verlangt. Vielmehr ist er ein radikaler, mysterioser Gott, der jede Person, die sich ernsthaft mit ihm beschaftigt, herausfordern und nachhaltig verandern kann. Man spurt beim Lesen: Ja, dieser Gott ist unbequem - und deshalb begeistert und bewegt er. Ein spannendes, hoch aktuelles Buch, das jeden dazu anregt, uber seine Beziehung zu Gott nachzudenken und einen dazu bringt, sein Leben abwechslungsreicher zu gestalten. So ist diesem Buch energischer Widerspruch zu wunschen. Es predigt das Gegenteil des Kurses, auf dem die westliche Christenheit unterwegs ist. Es soll, darf und muss anecken. Wer sich an seinen Aussagen nicht stosst, ist innerlich schon stumpf geworden fur die Provokation Gottes. Dass er so anders ist. Dass es ihn uberhaupt gibt und nicht der Mensch Mass aller Dinge ist. Dass dieser erhabene, ungezahmte Gott die Wahrheit selbst ist. Die Wahrheit ist nicht immer nett. Doch sie macht immer frei. (Johannes Hartl im Vorwort)
Tief in den Archiven des Vatikans ist eine Akte über einen Vorfall verborgen, der den Vatikan wie kein anderer erschütterte: die Gerlach-Affäre. Sie erzählt nur einen kleinen Teil der Lebensgeschichte des Deutschen aus bürgerlichem Hause namens Rudolf von Gerlach, den der niederländische Geheimdienst »Deutschlands besten und gefährlichsten Spion« nannte. Sein abenteuerliches Leben faszinierte Geheimdienste und Journalisten. Einige behaupteten, er habe Papst Pius X. und seinen Staatssekretär vergiftet, damit sein Mentor auf den Papstthron gelangen konnte. Andere porträtierten ihn als heimlichen Liebhaber des Wiener Kardinals und von Papst Benedikt XV. selbst oder auch als eiskalten Spion des deutschen Kaisers. Selbst als Verbindungsmann für den britischen Geheimdienst MI6 wird er im »Dritten Reich« aktiv – wenig davon ist bislang bekannt. Ulrich L. Lehner macht mit diesem Band die filmreife Biografie des Rudolf von Gerlachs zugänglich.
The Inner Life of Catholic Reform offers a longue duree overview of the
sentiments and spiritual ideas of the 250-year long time span from the ending
of the Council of Trent to the Catholic Enlightenment, known as Catholic
Reform.
Nie wpadajmy w pułapkę pluszowego chrześcijaństwa. Prawdziwy Bóg nie jest
przyjemny, użyteczny i „popkulturowy”. On jest tajemniczy, budzi podziw i
wymaga zaangażowania całej naszej osoby. Tylko taki Bóg – przekonuje Ulrich L.
Lehner – może stanowić dla nas wyzwanie. Tylko dzięki takiemu Bogu jesteśmy
otwarci na przemianę i życie pełne łaski. Tylko z takim Bogiem życie staje się
niepowtarzalną przygodą.