Was ist dieser letzte und berühmte Roman von Dostojevskij? Es handelt sich um einen Kriminalroman, sozialphilosophischen, religionsmystischen, familiären, polemischen, anklagenden oder vielleicht um eine Art kirchlichen Traktats? Bis heute gibt es darüber Streit, und auf all diese Attribute kann man mit Ja antworten. Noch treffender ist es jedoch zu sagen, dass es alles in einem ist und darüber hinaus ein schreckliches, grausames, ja erschreckendes Buch, dessen Probleme und Fragen, besonders zur Zeit seines Entstehens, das Leben erschütterten und in anderen Formen nicht aufgehört haben, in die moderne Literatur auszustrahlen. Es spiegelt die ganze Welt russischer Typen wider, bietet ein breites Bild des russischen Lebens, ist ein Schicksalsroman des Menschen, Russlands, der Menschheit, sowie eine Zusammenfassung von Dostojevskijs Denken und Suchen, seinem Konflikt mit dem philosophischen Materialismus und dem Sozialismus, aber auch all seinen eigenen Zweifeln, seinem Protest gegen die Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt und ihrer göttlichen sowie menschlichen Ordnung. Die Handlung des Romans ist offensichtlich ein Abbild von Dostojevskijs quälenden Gedanken, leidenschaftlichen Gefühlen und grausamen Zweifeln, die mit unaufhaltsamer Spannung und Dramatik voranschreitet, voller Wendungen; die Figuren der Brüder Karamazov und ihres Vaters bleiben für immer im Gedächtnis der Leser.
Fyodor Dostoyevsky Bücher
Fjodor Dostojewski ist bekannt für seine tiefgründigen psychologischen Romane, die sich mit der Komplexität der menschlichen Seele und moralischen Dilemmata auseinandersetzen. Seine Werke erforschen Themen wie Glauben, Zweifel, Leiden und Erlösung mit einer Intensität, die den Leser zur Selbstreflexion anregt. Dostojewski erschafft meisterhaft Charaktere, die mit inneren Konflikten und gesellschaftlichem Druck ringen. Sein einzigartiger Stil und sein scharfer Einblick in die menschliche Natur machen ihn zu einem der einflussreichsten Schriftsteller der Weltliteratur.







»Der ganze psychologische Prozeß eines Verbrechens« Fjodor Dostojewski Der Student Radion Raskolnikow begeht den perfekten Mord. Dann scheitert er an seinen Schuldgefühlen. Raskolnikow ist der große Neurotiker des 19. Jahrhunderts. Woody Allens »Match point« und Alfred Hitchcocks »Cocktail für eine Leiche« stand dieser Roman Pate. »Bei Dostojewki geht es immer um das große Ganze.« Wladimir Kaminer »Dostojewski hat seinen Platz nicht weit hinter Shakespeare.« Sigmund Freud
Die Brüder Karamasow
Gebunden in feingeprägter Leinenstruktur auf Naturpapier, mit Schutzumschlag und Goldprägung
Dostojewskis monumentale Familienchronik »Die Brüder Karamasow«, 1880 erstmals erschienen, nannte Sigmund Freud den »großartigsten Roman, der je geschrieben wurde«. In kaum einem anderen Werk von weltliterarischem Rang verbinden sich ungeheure Motivfülle und geradezu magische Erzählkunst ähnlich virtuos wie hier: Vor dem Hintergrund einer packenden Kriminalgeschichte, dem gewaltsamen Tod ihres despotischen Vaters, führt das Schicksal der drei ungleichen Brüder Dmitri, Iwan und Alexej den Leser tief in die beklemmenden Abgründe der menschlichen Seele. Jetzt als edle Dünndruckausgabe! Ausstattung: Dünndruckreihe
Verbrechen und Strafe
- 766 Seiten
- 27 Lesestunden
Raskolnikow entstammt einer verarmten bürgerlichen Familie. In der schrankähnlichen Enge seines Zimmers ist der »euklidische Verstand«, der der Diener des Lebens sein sollte, zum Herrscher geworden. Raskolnikow ist Utilitarist. Um eines naturgemäß unklar gefaßten Begriffs des wissenschaftlichen oder sozialen Fortschritts willen, scheint es ihm erlaubt, eine alte Wucherin, die »nicht besser als eine Laus ist«, zu töten und mit dem geraubten Geld sein Studium zu finanzieren. Sein Herz wehrt sich ebenso wie sein Unterbewußtsein gegen die geplante Tat, doch von sozialer Not gedrängt und gefangen in lebensfeindlichen Ideen, wird er zum Mörder. Das Delirium und die grenzenlose Einsamkeit, die dem Verbrechen folgen, lassen ihn erkennen, daß die Funktionen des »euklidischen Verstandes« nicht die einzige bestimmende Dimension der menschlichen Persönlichkeit ausmachen. Leidvoll, aber bereichert durch die einfühlsame Scharfsicht des Untersuchungsrichters Porfirij und durch die frisch erwachte Liebe zu Sonja Marmeladowa, erfährt er, daß der Weg aus der Vereinsamung nur über Geständnis und Strafe führen kann. Auch wenn die »Reue« ihm eher fremd ist, die Liebe errettet ihn schließlich.
Der Großinquisitor. Russisch/Deutsch
Dostojewskij, Fjodor M – zweisprachige Ausgabe; Originalversion mit deutscher Übersetzung
- 99 Seiten
- 4 Lesestunden
The Grand Inquisitor is a parable told by Ivan to Alyosha in Fyodor Dostoevsky's novel, The Brothers Karamazov. Ivan and Alyosha are brothers; Ivan is a committed atheist and Alyosha is a novice monk. The Grand Inquisitor is an important part of the novel and one of the best-known passages in modern literature because of its ideas about human nature and freedom, and because of its fundamental ambiguity.
Die Reihe präsentiert bedeutende Werke der Weltliteratur in einer aktualisierten Rechtschreibung gemäß den Duden-Vorgaben. Klara Neuhaus-Richter sorgt dafür, dass diese Klassiker für heutige Leser zugänglicher sind, ohne den ursprünglichen Inhalt und Stil der Werke zu verlieren.
Die zehnbändige Piper-Ausgabe der Werke von F. M. Dostojewski in der Übersetzung von E. K. Rahsin ist die bekannteste deutsche Edition. Sie zeichnet sich durch ihre sprachliche und historische Nähe zum russischen Original aus und umfasst das vollständige Werk des bedeutenden russischen Dichters.
Der Roman "Der Idiot" zählt zu den bekanntesten Werken der russischen Literatur. Der junge Fürst Myškin, völlig verarmt und an Epilepsie leidend, erlebt nach seiner Rückkehr aus einem Schweizer Sanatorium so außergewöhnliche Geschichten, dass er erneut in seine psychische Krankheit zurückfällt. Er trifft den Kaufmann Parfjon Rogožin, dessen Eifersucht ihn bis zur Ermordung der geliebten Nastasja treibt. Doch der Fürst sieht in ihm vor allem einen unglücklichen Menschen und empfindet Mitgefühl. Selbst erleidet Myškin einen psychischen Zusammenbruch. Die Menschen, die seine Güte nicht verstehen können, bezeichnen ihn als Idioten, obwohl er so viel innere Edelmut und Menschlichkeit in sich trägt, dass er sich von seiner Umgebung abhebt. Myškin fasziniert mit seiner Unschuld und Gelassenheit – der Autor präsentiert den Helden als einen Menschen, der die Welt erheben könnte; jedoch führt Myškins Philosophie der Demut und universellen Liebe auch die, die er liebt, ins Unglück und letztlich sich selbst.
Aufzeichnungen aus dem Untergrund
- 180 Seiten
- 7 Lesestunden
Die Abrechnung eines Zukurzgekommenen – Urbild aller Wutbürger, Menschen- und Weltverächter Ein ehemaliger Beamter sitzt verbittert in seiner Kellerwohnung am Stadtrand von St. Petersburg und klagt die Welt an. Obwohl erst in den Vierzigern, hat er seinen Dienst quittiert und lebt von einer kleinen Erbschaft mehr schlecht als recht. Was seinen Furor erregt, ist der »moderne Mensch« und die von diesem geprägte Gesellschaft. Mit hemmungsloser Offenheit berichtet er auch über seine eigenen Erfahrungen des Scheiterns, von Entfremdungen und Missverständnissen. Je weiter er sich in seine Generalabrechnung hineinsteigert, desto unerbittlicher wird er gegen sich selbst. Dostojewskis meisterliche psychologische Studie besticht durch die Suggestivkraft einer durch und durch radikalen Selbst- und Weltbeschreibung. Pünktlich zum 200. Geburtstag des Autors am 11.11.2021 erscheint dieses große kleine Werk in Neuübersetzung durch Ursula Keller.
Nicht nur die russische Politik, auch die westliche Berichterstattung über den Angriffskrieg Russlands greift immer wieder auf einen Fundus an Zuschreibungen zurück, in dem der den Russen so vertraute Dostojewski eine zentrale Rolle spielt. Sein Tagebuch eines Schriftstellers wurde lange vernachlässigt, dabei ist es nicht nur für sein literarisches Werk von zentraler Bedeutung. Es geht darin um das Selbstbild der Russen, um das russische Wesen, um ein Konzept von Aufklärung, in dem das Fühlen das Denken dominiert, um die Einheit Russlands und seine vermeintliche Beschützerrolle gegenüber den übrigen slawischen Völkern, um die Notwendigkeit von Krieg. Im Mittelpunkt aber steht das Konzept des Russischen im Vergleich zum Europäischen – eine Beziehung, die Dostojewski zufolge stets von Missverständnis und Misstrauen der Europäer gegenüber den Russen geprägt war. Die Aktualität der von Walter Koschmal aus dem umfangreichen Tagebuchwerk ausgewählten und nach 100 Jahren erstmals übersetzten Texte ist frappierend. Es werden tief verankerte traditionelle Denkweisen offenbar, die ihre Relevanz mit dem Ende des 19. Jahrhunderts zweifellos nicht verloren haben. Im Gegenteil, 2022 trat die Gefahr eines von Dostojewskis fast grenzenloser Russophilie abgeleiteten russischen politischen Denkens und Handelns erschreckend klar in unseren Alltag.
Das Problem von Freiheit, Verbrechen, Schuld und Strafe, sowie die Polarität zwischen Gut und Böse bestimmen das Werk Dostojewskis. In »Die Brüder Karamasow« erfahren diese Themen ihre letzte vollendete literarische Gestaltung. Dostojewskis letzter und bedeutendster Roman erzählt von der Idee der absoluten Freiheit, die für den Skeptiker und Atheisten Iwan Karamasow auch die Idee des Vatermordes einschließt ... Ein packender Kriminalroman, eine ergreifende Familienchronik, ein beklemmendes Psychogramm der menschlichen Existenz - Dostojewskijs letzter und größter Roman. Mit Nachwort und Zeittafel von Horst-Jürgen Gerigk
In "Weiße Nächte" trifft ein junger Mann in St. Petersburg auf ein Mädchen, und zwischen ihnen entsteht eine zarte Freundschaft. Vier Nächte lang teilen sie ihre Ängste und Hoffnungen, doch Nastenka wartet auf einen anderen Mann. Der Band enthält auch die Novellen "Weihnachtsbaum und Hochzeit" und "Das schwache Herz".
Fjodor Dostojewski: Der Idiot. Vollständige Neuausgabe.
Ein Roman in vier Teilen
- 612 Seiten
- 22 Lesestunden
Der Idiot von Dostojewski ist einer der bekanntesten Romane von Fjodor Dostojewski. Nach einem fünfjährigen Aufenthalt in einem Schweizer Sanatorium kehrt der 26-jährige Prinz Lew Myschkin an einem Novembermorgen nach Russland zurück, um eine Erbschaftsangelegenheit in St. Petersburg nach dem Tod eines Verwandten zu regeln. Obwohl seine Epilepsie erfolgreich behandelt wurde, hat ihn seine Isolation dazu gebracht, kindlich naive Verhaltensweisen zu entwickeln, und er wird von der Gesellschaft als "Idiot" verspottet. Der Idiot gilt zu Recht als eines der größten Werke der Weltliteratur. Auf seine naive, unkonventionelle Art sieht der Protagonist die Menschen in ihren persönlichen und sozialen Spannungen und Widersprüchen sowie dem daraus resultierenden Leiden. Er scheitert in seinen Bemühungen, ihnen zu helfen, und sinkt zurück in seinen krankhaften Zustand der mentalen Isolation. Dostojewskis Der Idiot ist ein Muss für jedes Bücherregal.
Fjodor Dostojewski: Der Jüngling. Vollständige Neuausgabe.
- 562 Seiten
- 20 Lesestunden
"Ich brauche das Geld nicht, oder, richtiger gesagt, ich brauche nicht das Geld und nicht einmal die Macht, sondern nur das, was man durch die Macht erlangt und was man ohne Macht auf keine Weise erlangen kann: das ist ein einsames, ruhiges Kraftbewußtsein! Das ist die erschöpfendste Definition der Freiheit, diese Definition, mit der sich die Welt so herumschlägt! Freiheit! Endlich habe ich dieses große Wort hingeschrieben ...". Dostojewskis berühmter Roman "Der Jüngling" erschien erstmals 1875 und wird heute zu seinen "fünf großen Romanen" gezählt. Das Buch erschien auch unter den Titeln "Ein grüner Junge", "Junger Nachwuchs", "Werdejahre" oder "Ein Werdender". Hier wird der zeitlose Klassiker ungekürzt in der vielgelesenen Übersetzung von Hermann Röhl frisch aufgelegt. Fjodor Michailowitsch Dostojewski. Der Jüngling. Übersetzt von Hermann Röhl. Erstdruck des Originals: Подросток (Podrostok) in Fortsetzungen in der Zeitschrift Otetschestwennyje Sapiski, St. Petersburg, 1875. Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt: Aufbau Verlag, Leipzig 1971. Vollständige Neuausgabe, LIWI Verlag, Göttingen 2021. LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
"Es ist wahr, wenn ich vor einer Frau stehe, bin ich stets schüchtern und, ich gebe es zu, nicht weniger aufgeregt, als Sie (...). Jetzt bin ich erschrocken. Es ist mir, als ob alles ein Traum wäre; ich habe mir aber auch im Traume niemals vorgestellt, daß ich imstande wäre, mit irgendeinem weiblichen Wesen zu sprechen..." (Dostojewski, Zitat auf S. 8 aus "Weiße Nächte"). Die Geschichte über den schüchternen Außenseiter, der sich in eine junge Frau verliebt, gilt vielen als die schönste Novelle des russischen Autors. Fjodor Dostojewski. Weiße Nächte. Ein empfindsamer Roman (Aus den Erinnerungen eines Träumers). Erstmals erschienen 1848. Übersetzt von Alexander Eliasberg. 2. Auflage, Göttingen 2021. LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
Die Dämonen
- 839 Seiten
- 30 Lesestunden
Bereits sein 1846 veröffentlichter Erstling »Arme Leute« beinhaltet die für Dostojewskis Werke charakteristische Verbindung von persönlicher Beziehung und sozialer Studie. Der in ihm präsentierte, ein halbes Jahr andauernde Briefwechsel zwischen Alexejewitsch Dewuschkin und Warwara Alexejewna Dobrosjolowa erzählt von einer unmöglichen Liebe inmitten der Armut des Petersburger Ghettos. Der Briefroman begründete über Nacht den Ruhm des Autors.
Belyje notschi, Weiße Nächte (A2-B1)
- 72 Seiten
- 3 Lesestunden
Es war eine wundervolle Nacht, eine solche Nacht, wie sie vielleicht nur vorkommen kann, wenn wir jung sind, lieber Leser.« – In dieser Nacht treffen in Petersburg zwei einsame Gestalten aufeinander: der Erzähler, ein »halbkranker Städter« und zugleich lebensfremder Träumer, und die junge, naive Nastenka, die verzweifelt die Rückkehr ihres Geliebten erwartet. Aus der zufälligen Begegnung entwickelt sich eine freundschaftlich-liebevolle Zuneigung. In vier Nächten nehmen sie Zuflucht zu intensiven Dialogen und spenden sich gegenseitig Trost. Doch ihr Traum kann der Realität nicht standhalten … Dostojewskis Novelle erschien erstmals 1848 und gehört zu den schönsten Liebesgeschichten der Weltliteratur.
Der Doppelgänger. Frühe Prosa I
- 501 Seiten
- 18 Lesestunden
Sämtliche Romane und Erzählungen
- 800 Seiten
- 28 Lesestunden
Die umfassende Dostojewski-Ausgabe präsentiert alle Romane und Erzählungen des Autors, der als tiefster Psychologe der Weltliteratur gilt. Diese Neuübersetzung basiert auf der maßgeblichen russischen Akademie-Ausgabe und umfasst Werke wie "Schuld und Sühne" und "Die Brüder Karamasow".
Mit einem Essay von Braun, Volker ( EVA Reden, 6). 55 S.
Der Schriftsteller Iwan Petrowitsch liegt todkrank im Hospital und bringt seine Erinnerungen zu Papier. Er schreibt die Geschichte der kleinen Nelly nieder, der Nichte des alten Smith, einer Elendsgestalt aus den Petersburger Slums, die eigentlich eine Tochter des Fürsten Walkonski war. Und er erzählt von Walkonskis willensschwachem Sohn Aljoscha, der ein Mädchen aus einem verarmten Adelshaus verführt und sie auf Geheiß des Fürsten im Stich läßt, welcher seinem Sohn eine reiche Erbin zugedacht hat. „Erniedrigte und Beleidigte“, erschienen 1861, ist Fjodor Dostojewskis zweiter Roman. Als Schauplatz wählte er Petersburg, das er nach der damaligen europäischen Mode und in Anlehnung an Meister solchen Kolorits wie Balzac und Dickens als Brutstätte düsterer Geschichten und sinnlosen, unmoralischen Lebens darstellt. Auch übte der junge Schiller zu dieser Zeit eine ungemein starke Wirkung auf Dostojewski aus, wie frappierende Übereinstimmungen im Handlungsgerüst von „Erniedrigte und Beleidigte“ und „Kabale und Liebe“ bezeugen. „... Dostojewski, der einzige Psychologe, von dem ich Etwas zu lernen hatte: er gehört zu den schönsten Glücksfällen meines Lebens, mehr selbst noch als die Entdeckung Stendhals.“ Friedrich Nietzsche
Erzähler und Hauptperson des Romans ist der zornige Arkadi Dolgoruki. Geschildert werden aus einer Distanz von etwa einem halben Jahr nur einige wenige Tage im herbstlich verhangenen Petersburg: Nach einer einsamen Kindheit und Jugend bricht der illegitime Sproß eines leichtlebigen Gutsbesitzers nach Petersburg auf. Die unruhige, phantastische Stadt mit ihren Elendsquartieren und herbstlichen Salons, ihren Spielhöllen und revolutionären Zirkeln verdichtet sich zum Sinnbild für die Welt schlechthin. Der ins Leben tretende Arkadi sieht sich allenthalben in Vorgänge hineingezogen, deren Hintergründe er nicht miterlebt hat und erraten muß. Diese Verstrickungen prägen seinen weiteren Werdegang und erlösen ihn von seinem maßlosen Durst nach Geltung und Macht. Die Liebe zu Katerina Achmakowa, einer faszinierenden Weltdame, und die Suche nach seinem Vater sind den Streifzügen Arkadis durch die verschiedensten Schichten der Gesellschaft der ruhelose Motor.
Aufzeichnungen aus einem Kellerloch und andere Erzählungen
- 638 Seiten
- 23 Lesestunden
This Halcyon Classics eBook contains eleven works by Russian author Fyodor Dostoyevsky, including 'The Brothers Karamazov' and 'Crime and Punishment.' Includes an active table of contents for easy navigation.Contents:Poor FolkThe Brothers KaramazovCrime and PunishmentThe GamblerThe IdiotNotes from the UndergroundThe PossessedThe CrocodileThe DoubleA Gentle SpiritA Raw YouthThis unexpurgated edition contains the complete text, with minor errors and omissions corrected.
In der schönen Geschenk-Kassette sind die größten Romane des russischen Romanciers Fjodor Dostojewski zu entdecken. Seine Figuren sind feste Größen in der Der unverbesserliche Fürst Myschkin aus Der Idiot , dessen Gutmütigkeit und Naivität ihn in immer schlimmere Verwicklungen stürzen, ebenso wie der Student Raskolnikow, der in Schuld und Sühne mit seinem Gewissen ringt. Die Dämonen bieten ein großes Gesellschaftspanorama Russlands, wo junge Revolutionäre auf alte Liberale treffen. Die Brüder Karamasow führen tief in die Abgründe der menschlichen Seele..
Die zentralen Motive in Dostojewskis erzählerisch dichtem Roman Der Spieler sind geradezu klassisch: die Liebe, das geld und die Macht. Zerrisen zwischen Eros und Geltungsdrang finden die Hauptfiguren keinen Weg, um ihrem tragischen Ende zu entgehen. Die Abgründe der Spielsucht kannte Dostojewski (1821 - 1881) aus eigenem Erleben. In Deutschland verfiel er dem Roulette, spielte oft tagelang und verlor seinen letzten Ersparnisse. Die Unmittelbarkeit dieser Erfarhung ist überall im Roman beunruhigend spürbar: Das Spiel ist die rauschhafte Provokation des Schicksals.
Nach einem Sanatoriumsaufenthalt kehrt der kindlich-naive und an Epilepsie leidende Fürst Myschkin nach Rußland zurück. Sein demütiges und mitleidendes Wesen wirkt anziehend auf seine von Schmerz, Schuld und Bosheit geprägte Umgebung. Immer weiter verstrickt er sich in die Ränkespiele um die schöne Nastasja und seinen Rivalen Rogoschin. Neben Cervantes’ Don Quijote und Dickens’ Mr Pickwick gehört der tragikomische Held aus Dostojewskis drittem Roman als Verkörperung des Sittlich-Schönen zu den großen idealistischen Figuren der Weltliteratur.
«Der Traum eines lächerlichen Menschen» von F. M. Dostojevskij ist eine tiefgründige und eindringliche Erzählung mit einem starken philosophischen Unterton. Der Protagonist ist ein lächerlicher, einsamer Mensch, der in seinen Komplexen gefangen ist, verzweifelt und den Glauben verloren hat. Er beschließt, sich das Leben zu nehmen. Im Schlaf, mit einem Revolver in der Hand, hat er einen Traum, der für ihn eine Offenbarung wird. Dieser Traum verändert sein gesamtes Weltbild und eröffnet ihm einen neuen Sinn im Leben. Er erkennt die Wahrheit: „Ich habe die Wahrheit gesehen und weiß, dass Menschen schön und glücklich sein können, ohne die Fähigkeit zu verlieren, auf der Erde zu leben. Ich will und kann nicht glauben, dass das Böse der normale Zustand der Menschen ist…“
Im Bann der Dämonen. 5 Bände
- 1315 Seiten
- 47 Lesestunden
Die fremde Frau und der Ehemann unter dem Bett
- 110 Seiten
- 4 Lesestunden
Die Erzählung handelt von einem eifersüchtigen Mann, der seinen Rivalen mit seiner Frau auf frischer Tat ertappen möchte. Auf dem Rückweg von der Oper wird er Zeuge von etwas Unvorhersehbarem, das sich schließlich im Schluss der Erzählung aufklärt.
Eine Sammlung von einer Novelle und sechs Kurzgeschichten - Der Spieler, Bobok, Der Traum eines lächerlichen Mannes, Eine Weihnachtsfeier und eine Hochzeit, Eine unangenehme Geschichte und Die Sanfte.
"Onkelchens Traum" erzählt von den Eifersüchteleien und Intrigen der Stadt Mordassoff. Dostojewski zeigt sich in diesem Roman von seiner satirisch-ironischen Seite und kritisiert auf humorvolle Weise die russische Gesellschaft, verkörpert durch die Hauptfigur Márja Alexándrowna Moskálewa.
Dieser Band versammelt eine Auswahl der besten Geschichten Fjodor Dostojewskis, der auch ein Meister der kurzen Erzählform war. Ein Krokodil verschlingt einen Beamten – aber hat dieser ein Recht auf Rettung? Mit der Pistole an der Schläfe sucht ein lebensmüder Mensch nach einem guten Grund weiterzuleben. Ein Toter in seinem Grab spricht: »Auf der Erde zu leben und nicht zu lügen ist unmöglich.« Dostojewski, der große Romancier, war auch ein Meister der Kurzform. In seinen Erzählungen schlug er stets einen besonderen, sofort fesselnden Ton an: satirisch, fantastisch oder philosophisch-existenziell.
Dostojewski in Deutschland
- 290 Seiten
- 11 Lesestunden
Vielen Lesern ist Fjodor M. Dostojewski als Autor der groáen Meisterwerke wie Schuld und Sühne, Der Idiot oder Der Spieler bekannt. Nur wenige hingegen wissen, daß große Teile dieser Romane in Deutschland geschrieben wurden, und zwar während mehrerer Reisen Dostojewskis in die deutschen Kur- und Spielorte. Durch Zitat aus Briefen, aus dem Werk sowie aus Tagebüchern und Aufzeichnungen seiner Frau gibt der Band Dostojewski in Deutschland eine übersicht über das Verhältnis dieses großen Schriftstellers zu Deutschland. Zahlreiche - zum Teil hier erstmals veröffentlichte - Abbildungen illustrieren die Jahre Dostojewskis in Deutschland. Daß Dostojewski in Wiesbaden, während er Schuld und Söhne schrieb, sich zeitweise fast nur von Tee ernährte, daß er in Dresden begeistert von der Gemäldegalerie war, welche fatalen Auswirkungen seine Spielsucht hatte, darüber erfährt der Leser in diesem Buch mehr - wie auch über den glanzvollen Spiel- und Badebetrieb der deutschen kurorte im 19. Jahrhundert.
Die Sammlung umfasst Werke von Dostojewski wie "Der Spieler", "Schuld und Sühne" und "Die Brüder Karamasow", ergänzt durch Erzählungen und romanartige Aufzeichnungen. Sie zeigt die Widersprüchlichkeit des Menschen und die dualen Aspekte von Teufel und Engel. Der Insel Verlag präsentiert eine empfehlenswerte Übersetzung in 16 Bänden.
Das "Tagebuch eines Schriftstellers" von Fjodor Dostojewskij erscheint erstmals seit 90 Jahren in ungekürzter und unzensierter Form. Dieses Werk, das in der Sowjetunion verboten war und erst während der "Perestrojka" wieder zugänglich wurde, ist heute aktueller denn je. Es behandelt Themen, die auch heute von großer Relevanz sind: das Wesen Europas und seiner Völker, die Beziehung zwischen dem Westen und der orthodox-christlichen Welt, die Judenfrage, die Orientfrage, die Balkanpolitik sowie die Problematik von Islam und Christentum. Zudem werden die Verteidigung der Familie, autoritäre Erziehung und christliche Werte ohne Rücksicht auf politische Korrektheit und die vorherrschende öffentliche Meinung diskutiert. Eine unvoreingenommene Erörterung dieser Themen ist heute besonders wichtig. Für den Leser erfreulich ist, dass sämtliche Fußnoten und Anmerkungen des Autors sowie des Übersetzers und Herausgebers erhalten geblieben sind, was das Werk informativ und übersichtlich macht. Die digitale Überarbeitung bietet zudem eine ausgezeichnete Qualität und ein interaktives Inhaltsverzeichnis.
"Der Spieler", "Schuld und Sühne", "Der Idiot", "Die Teufel", "Die Brüder Karamasow" sind nur ein Teil des Schaffens dieses außergewöhnlichen Genius. Erzählungen und romanartige Aufzeichnungen ergänzen das Werk. Sie verdienen dieselbe Beachtung. Vor uns steht ein Bild des Menschen in seiner Widersprüchlichkeit und Vielfalt. Es entstehen Teufel und Engel von Menschen. Es zeigt sich das Teuflische und Engelhafte im einzelnen. In 16 Bände aufgeteilt, legt der Insel Verlag die zuverlässige und empfehlenswerte Übersetzung in Einzelausgaben vor, die viele Menschen wieder zu Dostojewskis Werk führen sollte.
Die Aufzeichnungen werden verfasst vom fiktiven Insassen Alexander Petrowitsch Gorjßntschikow, der wegen des Mordes an seiner Frau deportiert und zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde. Aufgrund seiner adligen Herkunft erfährt er anfangs Schikanen nicht nur durch das Gefängnispersonal, sondern auch durch seine Mitgefangenen aus niedrigeren Schichten, lebt sich während seiner Haft aber mehr und mehr in die Gemeinschaft ein.
Weiße Nächte
- 104 Seiten
- 4 Lesestunden
Dostojewskis Erzählung über die unerfüllte Liebe zweier junger Menschen ist eine Dichtung voll träumerischer und anrührender Poesie. Sie gehört zu den schönsten Liebesgeschichten der Weltliteratur.
Der unter seinem Unglauben leidende Atheist Iwan erzählt in Dostojewskijs Roman »Die Brüder Karamasow« diese bestürzende Parabel: Christus, der den Menschen die Freiheit bringen wollte, kehrt ins Spanien der Inquisition zurück. – Der Großinquisitor wirft ihm vor, er habe die Menschen überfordert und ihnen nur Unglück gebracht. Die Kirche verheiße dagegen Glückseligkeit – unter Preisgabe der Freiheit. Die verführerische Argumentation des Kardinals, die stumme Antwort Christi, die Entgegnung von Iwans Bruder: all das berührt bis heute Fragen des Glaubens, der Ethik, der Politik. Einer der tiefsten und einflussreichsten Texte der Weltliteratur.
Wie in seinen großen Romanwerken hat Fjodor M. Dostojewski auch in seinen Erzählungen und Novellen die Grenzregionen der menschlichen Seele erkundet. Viele seiner Figuren wissen nicht zwischen Wahn und Realität zu unterscheiden – im Konflikt von Herz und Verstand geht ihnen 'das Talent des wirklichen Lebens verloren'. Humoristisch oder hochdramatisch erzählt Dostojewski von verletzlichen Frauencharakteren wie der 'Sanften' und der 'Stolzen', von den Sehnsüchten zweier Liebender in ihren 'Weißen Nächten' oder vom 'Traum eines lächerlichen Menschen'..
Der Jüngling
- 779 Seiten
- 28 Lesestunden
Eines der kühnsten Experimente in der Geschichte des Romans Petersburg im 19. Jahrhundert eine brodelnde Stadt mit Elendsquartieren und fürstlichen Salons, mit Spielhöllen und revolutionären Zirkeln. Mitten in diesem Sinnbild der Welt sucht der junge Arkadij seinen unbekannten Vater und sich selbst.
Weiße Nächte und andere Novellen
- 76 Seiten
- 3 Lesestunden
Fjodor M. Dostojewskis 'Weiße Nächte und andere Novellen' ist eine Sammlung von vier Geschichten, die die Abgründe der menschlichen Seele erforschen. Mit psychologischer Tiefe und existenzieller Thematik entführt er in das 19. Jahrhundert Russlands und bietet Einblicke in moralische Konflikte und emotionale Wirren der Protagonisten.
*** mit Übersetzung aller französischen Passagen *** Der Erzähler Sergej Alexandrowitsch reist aus St. Petersburg auf das Gut seines Onkels, Oberst Rostanew, und stellt fest, dass ein Scharlatan namens Foma Opiskin es geschafft hat, die Menschen um ihn herum glauben zu machen, dass er trotz seines aggressiven, egoistischen und boshaften Verhaltens tugendhaft sei. Foma, ein gescheiterter und untalentierter Schriftsteller mittleren Alters hat die Macht auf dem Gut an sich gerissen, alles tanzt nach seiner Pfeife: Er verpflichtet die Diener, Französisch zu lernen, und verbietet ihnen das Tanzen. Er hält Rostanews Mutter, eine einfältige und ungebildete Frau, in emotionaler Abhängigkeit – Sie himmelt ihn an und hält jedes seiner Worte für sakrosankt. Die Erzählung steigert sich zu einer Verwechslungs- und Entführungsfarce um eine zurückgebliebene Braut und einen Onkel im dritten Frühling. Und Foma muss all seine Manipulationskompetenz aufwarten, um sich schlussendlich als der geläuterte und versöhnende Erlöser feiern zu lassen. Die Geschichte war ursprünglich als Theaterstück gedacht. Erst nach Dostojewskis Tod wurde die Darstellung des Heuchlers Foma Opiskin populär. Die Kürze des Romans bietet einen erstklassigen Einstieg in Dostojewskis Werk. Null Papier Verlag
Das Krokodil
- 173 Seiten
- 7 Lesestunden
Lachen mit Dostojewski! – Ein ungewohnter Blick auf den Großklassiker Fjodor Dostojewski – der Inbegriff von existenzieller Düsternis und qualvoller Seelenanalyse? Diese Sammlung weitet den Blick. Fünf neu übersetzte Erzählungen zeigen den russischen Großmeister von einer überraschend anderen, hierzulande kaum bekannten Seite: als Autor heiterer, satirischer Geschichten. Die Besichtigung eines leibhaftigen Krokodils scheint Iwan Matwejitsch die geeignete Vorbereitung auf eine Europareise – da wird er von dem monströsen Tier verschluckt. Für niemanden, das Opfer eingeschlossen, ist das ein Anlass zur Klage, befördert die Attraktion eines sprechenden Menschen im Reptilienbauch doch finanzielle Interessen und Eitelkeiten aller Art. Nicht um Geld, aber um seine Glaubwürdigkeit als Mann der Reformen kämpft Staatsrat Pralinski. Um Toleranz zu demonstrieren, taucht er unangemeldet bei der Hochzeit eines Angestellten auf – «Eine peinliche Geschichte» mit chaotischen Folgen. Ob Slapstick, Groteske, sanfte Ironie oder Tragikomik – Dostojewski zieht in diesem Band alle humoristischen Register.
Ein ungewohnt heiteres Leseerlebnis mit dem Meistererzähler Dostojewski In diesem Band zeigt sich der russische Großklassiker von seiner komischen Seite. «Ein kleiner Held», noch grün hinter den Ohren, lernt den süßen Schmerz der ersten Liebe kennen. Er hat sich ausgerechnet in seine hübsche Cousine Natalie verguckt, die die Nase hoch trägt und ihn nicht für voll nimmt. So muss der Elfjährige all seinen Mut, seine Feinfühligkeit und Redlichkeit unter Beweis stellen, um Natalies Zuneigung doch noch zu erobern … Der Kuss, mit dem sie den kleinen Kavalier belohnt, bereitet seiner kindlichen Unschuld ein freudiges Ende. Ergänzt wird «Ein kleiner Held» durch zwei weitere Erzählperlen des Autors, «Die Sanftmütige» und «Roman in neun Briefen». In der Neuübersetzung durch Christiane Pöhlmann funkeln alle drei Texte in zeitloser Frische. PENGUIN EDITION. Zeitlos, kultig, bunt. – Ausgezeichnet mit dem German Brand Award 2022
Vor vielen Jahren hatte der verarmte Adlige Alexej Weltschaninow eine Affäre mit der verstorbenen ersten Frau seines früheren Bekannten Pawel Pawlowitsch. Dieser hat nach dem Tod seiner Frau davon erfahren und so taucht er überraschend mit seiner Tochter Lisa bei Weltschaninow auf. Pawlowitschs merkwürdiges Verhalten deutet darauf hin, dass er sich rächen will und Weltschaninow bekommt es mit der Angst zu tun. Tatsächlich. Anfangs weiß Pawlowitsch nur noch nicht, "womit er das Ganze abschließen soll: mit einer Umarmung oder mit einem Mord. Natürlich kam er zu dem Schluss, dass es am besten sei, das eine und das andere zu tun, und zwar zusammen." Die geniale Erzählung Der ewige Gatte ist ein Klassiker der Spannungsliteratur.
Meistererzählungen
- 434 Seiten
- 16 Lesestunden
Dostojewskij ist der seltene Fall eines Klassikers, der auch 'gelesen' wird: Zahllos sind seine Verehrer. Und doch wissen nur die wenigsten von ihnen, daß es neben dem Dostojewskij der großen Romane auch den Dostojewskij der kleinen Form zu entdecken gibt. Dieser Band mit 'Meistererzählungen' bietet hierfür die perfekte Gelegenheit: Sie vereinen fünf Erzählungen aus der Jugendzeit, eine Erzählung aus den erschütternden 'Aufzeichnungen aus einem Toten Haus' sowie zwei Novellen aus späteren Jahren.
Die Sanfte
- 128 Seiten
- 5 Lesestunden
Die »Phantastische Erzählung« Dostojewskis schildert die Gedanken eines Ehemannes, der in seiner Wohnung neben der aufgebahrten Leiche seiner Frau ruhelos auf und ab geht. Verzweifelt und ohne Hoffnung reflektiert er über das kurze Zusammenleben mit seiner sanften und stolzen Ehepartnerin, deren Selbstmord er verschuldet hat.
Njetotschka Neswanowa
- 170 Seiten
- 6 Lesestunden
Anna, Anneta, Netočka: so entsteht der Name der Protagonistin, ein zärtlicher Kosename, den eine verzweifelte Mutter für ihre Tochter in einem elenden St. Petersburger Zimmer kreiert. In Netočka dominiert das "net" der Negation, verstärkt durch den Nachnamen Nezvanova, der "Nichtgenannte" bedeutet. Die kleine Protagonistin ist vom "Nein" geprägt: ausgeschlossen vom Festmahl des Lebens, beobachtet sie die Welt, zuerst die Erwachsenen im Haus und dann die Fremden. Sie präsentiert sich als eine weibliche Version Dostojewskis, indem sie die Analyse der inneren Welt des Mädchens mit romantischen Themen verwebt und über die Rolle des Künstlers sowie die Beziehung zu seinen Werken reflektiert. Die ersten drei Teile wurden Anfang 1849 veröffentlicht, doch Ende April wurde Dostojewski verhaftet und zum Tode verurteilt, wobei er sich in letzter Minute rettete. Es folgten Deportation und Zwangsarbeit, zehn Jahre Dunkelheit in der Steppe, in denen er nach Licht suchte. Die letzten drei Teile von Netočka wurden nie geschrieben, da April 1849 einen grundlegenden Einschnitt in Dostojewskis Kreativität markierte: Danach sollte nichts mehr wie zuvor sein.
Der Spieler
Späte Prosa
Inhalt:"Eine unangenehme Geschichte""Im Winter niedergeschriebene Notizen über im Sommer gewonnene Eindrücke""Aufzeichnungen aus dem Untergrund""Das Krokodil""Der Spieler""Der ewige Ehemann"
Der Roman untersucht tiefgreifende ethische Debatten und thematisiert Gott, freien Willen und Moral im Kontext des Russland des 19. Jahrhunderts. Er präsentiert ein spirituelles und theologisches Drama, das sich um moralische Kämpfe mit Glauben, Zweifel, Urteil und Vernunft dreht, alles eingebettet in die intensive Handlung des Vatermords. Vor dem Hintergrund einer sich schnell modernisierenden Gesellschaft spiegelt die Erzählung Dostojewskis eigene Erfahrungen wider und festigt seinen Status als monumentales Werk der Weltliteratur.
Das schwache Herz (Großdruck)
- 68 Seiten
- 3 Lesestunden
Fjodor M. Dostojewski: Das schwache Herz ist eine Neuauflage des Erstdrucks von 1849, bearbeitet von Theodor Borken. Der Autor, ein bedeutender russischer Schriftsteller, erforscht die menschliche Seele nach seiner Haft in Sibirien. Diese Ausgabe umfasst eine Biografie und ist in lesefreundlichem Großdruck gestaltet.
Wer den Menschen in seiner Zwiespältigkeit von Gut und Böse kennen lernen will, der muss zu Dostojewski greifen. Der Dichter setzt der Niedertracht des Menschen die Macht Jesu entgegen. Keiner hat den großen russischen Schriftsteller so fasziniert wie die Person Jesu Christi. Noch in seiner letzten großen Rede bezeugt er: „Mag unser Land arm sein, aber dieses arme Land durchwandert Christus in Bettlergestalt.“ Lebensnah und bewegend erzählt die Autorin von Höhen und Tiefen im Leben des großen Dichters. Ein ergreifendes Lebensbild und ein bewegendes Beispiel des Glaubens.
Worte wie Spiegel
- 119 Seiten
- 5 Lesestunden
Ausgew., eingel. u. erl. v. Stertenbrink, Rudolf 120 S. N.-A.
Der Doppelgänger
- 210 Seiten
- 8 Lesestunden
'Ich bin nicht ich, sondern jemand ganz anderer, der mir verblüffend ähnlich ist' - zu dieser verwirrenden Einsicht kommt der schüchterne Kanzleibeamte Goljadkin, als er in einer unheilvollen Nacht in Petersburg seinem Doppelgänger gegenübersteht. Nicht nur auf der Straße wird Goljadkin von seinem unheimlichen Double auf Schritt und Tritt verfolgt, auch am Arbeitsplatz, ja sogar in der eigenen Wohnung ist er vor dem ungebetenen Gast nicht mehr sicher, der ihn bald aus allen Lebensbezirken zu verdrängen sucht.
Es gibt viele Möglichkeiten, dieses Buch zu lesen. Eine davon ist, im Text zu erkennen, dass Dostojewski in seiner Jugend für die humoristische Zeitschrift O Trocista, die bald von der Zensur verboten wurde, und in den 1847 veröffentlichten Feuilletons der Nachrichten aus Sankt Petersburg einige stilistische Merkmale — die schnelle Diktion, die Mischung der Register, die scharfe psychologische Analyse — skizzierte, die später unverwechselbare Kennzeichen des Autors von Schuld und Sühne werden sollten. Eine andere Möglichkeit ist, sich einfach an diesen Petersburger Chroniken zu erfreuen und sich von den Händen des genialen Schriftstellers mitreißen zu lassen, der dem Leser seine Stadt präsentiert. Petersburg ist hier nicht nur der Handlungsort, sondern die große Protagonistin. Mit einem außergewöhnlichen Beobachtungssinn taucht der Erzähler dieser Feuilletons — vielleicht „der einzige Flâneur, der auf petersburgischem Boden geboren wurde“ — intensiv in die Seele der Stadt und ihrer Bewohner ein, im Zeitraum vom Ende des Winters bis zum Beginn des Sommers. In einem agilen Schreibstil, der scharfe Ironie und bewegenden Lyrismus kombiniert, führt Dostojewski uns in eine chaotische, unbeständige Metropole ein, die voller inkongruenter Bauwerke ist, eine wahre Mischmasch, aber wo „alles Leben und Bewegung ist“.
Zukunft seit 1560
Von der Kunstkammer zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
- 231 Seiten
- 9 Lesestunden
Deutscher Kunstverlag, Berlin, (2010). 286 S., Pbd. mit Lesebndchen, quart - neuwertig -
Die kleineren Romane
- 932 Seiten
- 33 Lesestunden
Der Idiot
Dritter Band
Aufzeichnungen aus dem Kellerloch - In der Neuübersetzung von Swetlana Geier
- 153 Seiten
- 6 Lesestunden
Wer den Menschen in seiner Zwiespältigkeit von Gut und Böse kennen lernen will, der muss zu Dostojewski greifen. Der Dichter setzt der Niedertracht des Menschen die Macht Jesu entgegen. Keiner hat den großen russischen Schriftsteller so fasziniert wie die Person Jesu Christi. Noch in seiner letzten großen Rede bezeugt er: "Mag unser Land arm sein, aber dieses arme Land durchwandert Christus in Bettlergestalt." Lebensnah und bewegend erzählt die Autorin von Höhen und Tiefen im Leben des großen Dichters. Ein ergreifendes Lebensbild und ein bewegendes Beispiel des Glaubens.
Raskolnikoffs Tagebuch
mit unbekannten Entwürfen Fragmenten und Briefen zu "Raskolnikoff" und "Idiot"
Sämtliche Werke 14
Der Jüngling II.
Der Grossinquisitor
Eine Phantasie
































































