Ein zartes impressionistisches Juwel, voller Charme und mit einem Hauch von Melancholie Monsieur Ladmiral, ein erfolgreicher, wenn auch konventioneller Maler, hat sich außerhalb von Paris niedergelassen, wo ihn – wie jeden Sonntag – der Sohn Gonzague mit seiner Familie besucht. Man isst, man spaziert, alles ist wie immer, bis Irène, die Tochter, auftaucht. Während Gonzague ein eher langweiliges bürgerliches Leben führt, geht Irène undurchschaubaren, doch umso lukrativeren Geschäften nach und lässt sich von niemand in die Karten ihres (Liebes-)Lebens blicken. Der Familiensonntag wird in Pierre Bosts kleinem Roman zu einem Panorama der Gefühle, wie sie in Familien nicht nur kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges unter der Oberfläche brodeln. Rivalität unter Geschwistern, Eifersucht und die Angst vor dem Tod des Vaters treten zutage – nur die Mitglieder der Familie würden sich dies nie eingestehen.
Pierre Bost Bücher
Pierre Bost war ein französischer Romanautor und Drehbuchautor, dessen Werk sich durch einen scharfen Blick auf die menschliche Natur auszeichnet. Obwohl er die meiste Zeit seiner Karriere als Romanautor tätig war, erlangte er ab den 1940er Jahren als Drehbuchautor Bekanntheit. Seine Schriften befassen sich oft mit der Komplexität menschlicher Beziehungen und den ethischen Dilemmata, denen sich Einzelpersonen stellen müssen. Bosts unverwechselbarer Stil liegt in seiner Fähigkeit, den Leser in die Tiefen der menschlichen Psyche zu ziehen.


Paris in den 1920er Jahren: Der 45-jährige Brugnon führt ein erfolgreiches Familienunternehmen und seine hübsche Verlobte gerne in schicke Restaurants aus. Er ist zufrieden mit seinem Leben. Oder? Von einem Tag auf den anderen verhält er sich sonderbar. Er verpasst Termine, verliert sich in Gefühlsausbrüchen, verliebt sich Hals über Kopf in eine viel jüngere Angestellte. Immer tiefer gerät Brugnon in den Strudel seiner unkontrollierten Gefühle. Bis er zielsicher auf einen finanziellen und emotionalen Bankrott zusteuert ...