This collection includes some of the most beloved stories from the folklore of Northern Europe, including 'The Magic Ring', 'The True Bride', and 'The Three Purses'. These tales are sure to enchant readers of all ages with their timeless themes of love, heroism, and magic.
Mit Illustrationen von Rudolf Jordan, Georg Osterwald, Ludwig Richter und Adolph Schroedter
436 Seiten
16 Lesestunden
Volksmärchen sind keine Volksromane, oder Erzählungen solcher Begebenheiten, die sich nach dem gemeinen Weltlaufe wirklich haben zutragen können; jene veridealisieren die Welt, und können nur unter gewissen konventuellen Voraussetzungen, welche die Einbildungskraft, solang sie ihrer bedarf, als Wahrheit gelten läßt, sich begeben haben. Ihre Gestalt ist mannichfaltig, je nachdem Zeiten, Sitten, Denkungsart, hauptsächlich Theogenie und Geisterlehre jedes Volkes, auf die Phantasie gewirket hat. Doch dünkt mich, der Nationalcharakter veroffenbare sich darin ebensowohl, als in den mechanischen Kunstwerken jeder Nation. Reichtum an Erfindung, Üppigkeit und Überladung an seltsamen Verzierungen, zeichnet die morgenländischen Stoffe und Erzählungen aus; Flüchtigkeit in der Bearbeitung, Leichtigkeit und Flachheit in der Anlage, die französischen Feereien und Manufakturwaren; Anordnung, und Übereinstimmung und handfeste Komposition, die Gerätschaft der Deutschen und ihrer Dichtungen. [Aus dem Vorbericht] Der Neusatz und die Illustrationen folgen der Ausgabe von 1842, erschienen im Verlag Mayer und Wigand.
Mit Illustrationen von Rudolf Jordan, Georg Osterwald, Ludwig Richter und Adolph Schroedter
448 Seiten
16 Lesestunden
Volksmärchen sind keine Volksromane, oder Erzählungen solcher Begebenheiten, die sich nach dem gemeinen Weltlaufe wirklich haben zutragen können; jene veridealisieren die Welt, und können nur unter gewissen konventuellen Voraussetzungen, welche die Einbildungskraft, solang sie ihrer bedarf, als Wahrheit gelten läßt, sich begeben haben. Ihre Gestalt ist mannichfaltig, je nachdem Zeiten, Sitten, Denkungsart, hauptsächlich Theogenie und Geisterlehre jedes Volkes, auf die Phantasie gewirket hat. Doch dünkt mich, der Nationalcharakter veroffenbare sich darin ebensowohl, als in den mechanischen Kunstwerken jeder Nation. Reichtum an Erfindung, Üppigkeit und Überladung an seltsamen Verzierungen, zeichnet die morgenländischen Stoffe und Erzählungen aus; Flüchtigkeit in der Bearbeitung, Leichtigkeit und Flachheit in der Anlage, die französischen Feereien und Manufakturwaren; Anordnung, und Übereinstimmung und handfeste Komposition, die Gerätschaft der Deutschen und ihrer Dichtungen. [Aus dem Vorbericht] Der Neusatz und die Illustrationen folgen der Ausgabe von 1842, erschienen im Verlag Mayer und Wigand.
Die Geschichte beleuchtet das tragische Schicksal von Margaretha von Waldeck, einer jungen Grafentochter, die für ihre Schönheit bekannt war und unter dem strengen Einfluss ihrer Stiefmutter lebte. Im Alter von 16 Jahren wird sie an den kaiserlichen Hof geschickt, um einen Prinzen zu heiraten. Trotz der Annäherungen hochrangiger Bewerber, einschließlich des Thronfolgers Philipp, verschlechtert sich plötzlich ihr Gesundheitszustand. Ihr mysteriöser Tod im Alter von 21 Jahren, verursacht durch Arsenikvergiftung, wirft Fragen über Intrigen und Machtspiele am Hof auf.
Im Jahr 1763 begann Musäus seine Karriere als Pagenhofmeister in Weimar und erweiterte drei Jahre später sein Wirken als literaturkritischer Mitarbeiter der Allgemeinen deutschen Bibliothek von Friedrich Nicolai. Dort rezensierte er rund 350 zeitgenössische Romane, orientiert an einer aufklärerischen Kunsttheorie. 1769 wurde er Professor für klassische Sprache und Geschichte am Wilhelm-Ernst-Gymnasium, wo er auch seinen Neffen August von Kotzebue unterrichtete, der später selbst als Schriftsteller bekannt wurde.