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Franz Fühmann

    15. Jänner 1922 – 8. Juli 1984

    Franz Fühmann war ein deutscher Schriftsteller, der in Ostdeutschland lebte und wirkte. Seine vielfältige literarische Produktion umfasste Kurzgeschichten, Essays, Drehbücher und Kinderbücher. In seinen Werken erforschte er tiefgründige existenzielle Fragen und die Natur der menschlichen Identität. Fühmanns einzigartige Fähigkeit, epische Weite mit intimer Figurenpsychologie zu verbinden, sicherte ihm einen bedeutenden Platz in der deutschen Literatur.

    Franz Fühmann
    Am Schneesee
    Lob des Ungehorsams
    König Ödipus
    Irrfahrt und Heimkehr des Odysseus
    Vor Feuerschlünden
    Ein Sommernachtstraum
    • Vor Feuerschlünden

      • 551 Seiten
      • 20 Lesestunden

      Der eine Expressionist, dessen schmales Werk in den Kanon der deutschsprachigen Literatur gehört: ein Lyriker und Dramatiker, der an den Erlebnissen während des Ersten Weltkrieges zerbricht. Der andere, ebenfalls ein großer unter den Schriftstellern des 20. Jahrhunderts, der den Zweiten Weltkrieg erlebt, gläubig den Propagandisten des Herrenmenschentums folgend. Jener, verpönt im Dritten Reich und lange danach noch ins Abseits gestellt, dieser, der trotzdem nicht von ihm lassen kann – Georg Trakl undFranz Fühmann. Als Fühmann kurz vor der Kapitulation Deutschlands ein Bändchen mit Gedichten von Trakl ersteht, beginnt eine lebenslange Auseinandersetzung mit dem Werk des Österreichers, die schließlich im autobiografisch-essayistischen Buch Vor Feuerschlünden (in Westdeutschland Der Sturz des Engels) kulminiert. In der Begegnung mit Trakls Gedichten versucht Franz Fühmann, einen zentralen Konflikt seines Lebens auszuloten, den zwischen Dichtung und Doktrin [.]; beide waren in mir verwurzelt, und beide nahm ich existentiell. Die Beschäftigung mit Trakl, so bekennt Fühmann, deckt eigene Widersprüche auf, die ihn schließlich nicht nur zu einem anderen Verständnis für dessen Dichtung führen, sondern auch seinen eigenen Standort als Schriftsteller neu bestimmen lassen.

      Vor Feuerschlünden
      5,0
    • Franz Fühmanns Nacherzählungen der antiken Stoffe sind längst Klassiker: bestens lesbar, phantasievoll, spannend. Texte von herausragender Qualität, die nun in Neuausgaben erscheinen, kongenial illustriert von der Trägerin des Deutschen Jugendliteraturpreises, Susanne Janssen. Fulminant!

      Irrfahrt und Heimkehr des Odysseus
      4,7
    • Lob des Ungehorsams

      • 32 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Ein Märchen - seit zwei Jahrhunderten zum kulturellen Schatz Deutschlands gehörend. Ein Gedicht, das dieses Märchen neuartig erzählt - verfasst von einem der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Nachkriegszeit. Und Illustrationen, die Märchen und Gedicht begleiten, kommentieren, fortschreiben, in die heutige Zeit holen. Kristina Andres, mehrfach ausgezeichnete Illustratorin, erweckt mit ihren wunderbar feinen, viele Geschichten in der Geschichte erzählenden Bildern eine Welt voller Athmosphäre, in der das Fröhliche fröhlich, das Bedrohliche bedrohlich, das Traurige traurig und das Erlösende spürbar erlösend ist. Und in der ein Geißlein ungehorsam ist. zum Glück!

      Lob des Ungehorsams
      5,0
    • Am Schneesee

      • 24 Seiten
      • 1 Lesestunde

      Schon mal was von der Fee am Schneesee gehört? Bei der das Schneeseekleereh wohnt? Das miterlebt, wie die Schneeseekleerehfee Schneeseekleerehfeezehweh bekommt? Noch nicht? Dann wird s aber höchste Zeit! Dieser Text zählt zu den grandiosesten Ereignissen der Kinderliteratur. Eine umwerfende Wortkaskade, die selbst Fischers Fritze erbleichen ließe. Und die Lust macht. Lust auf Sprache, Lust auf Sprachspiele. Aufs Selberlesen. Oder noch schöner aufs Zuhören. Bekommen doch Kinder immer wieder leuchtende Augen, wenn sich Älterean dieser Geschichte versuchen ... und dabei nicht nur auf ein Wort mit 16 »e« stoßen, sondern auch an die Grenzen ihrer Vorlesefähigkeit. Einfühlsam bebildert von Kristina Andres, erscheint dieses märchenhaft komische Märchen von Franz Fühmann endlich als Einzelausgabe! Eine Augenweide. Und ein Zungenbrecher. Einer, vor dem auch die Lachmuskeln gewarnt werden sollten kann es ihnen doch schnell ähnlich ergehen wie dem Drehzeh mit seinem Drehzehweh.

      Am Schneesee
      5,0
    • In diesem Sprachspielbuch geht Franz Fühmann witzig und ideenreich folgenden Fragen nach: Wie entsteht Sprache? Was passierte beim Turmbau zu Babel? Gibt es im Deutschen ein Wort mit 16 "e"? Warum heißt die Banane "Banane"? Er liefert viele praktische Beispiele und trägt zusammen, was Literatur und Volksmund Interessantes zum Thema Sprache bieten.

      Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel
      4,5
    • Nach „Anna, genannt Humpelhexe“ Fühmanns zweites Märchen in Einzelausgabe, kongenial illustriert von Jacky Gleich

      Von der Fee, die Feuer speien konnte
      4,6
    • Ein Reisetagebuch, Begegnungen mit Ungarn, der dortigen Lebensweise, der Literatur und ihren Autoren. Und doch viel mehr. Was ursprünglich ein heiteres, beschwingtes, fröhliches, luftiges Reisebüchlein für DDR-Reisende werden sollte, entwickeltesich zu einem der spannendsten und tiefgründigsten Auseinandersetzungen der neueren deutschen Literatur, zu einem Text, der auf eindrückliche Weise die Brüche des 20. Jahrhunderts – die Hoffnungen, Verblendungen, Enttäuschungen – widerspiegelt. Vom Pen-Club eingeladen, reist Franz Fühmann 1971 nach Ungarn. Hinter ihm liegen die ungeheuren [.] Erfahrungen des August 1968, der mir so etwas gegeben hat wie eine letzte Chance. Die Überwindung seiner Alkoholkrankheit, aber auch die endgültige ideologische Desillusionierung durch den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in Prag führen zur Loslösung von Überkommenem, die Krise wird zum Ausgangspunkt für einen konsequenten Neuanfang. Eine in faszinierender Offenheit geführte Reflexion, deren aufklärerischer, menschlicher und mutiger Gestus typisch werden sollte für den Franz Fühmann der siebziger und achtziger Jahre. Und zugleich ein Text, den Peter W. Jansen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung folgendermaßen charakterisierte: [.]das gibt es also noch: sorgfältige, gearbeitete, konsequente, handfeste, sich selbst bestätigende Literatur!

      Zweiundzwanzig Tage oder die Hälfte des Lebens
      4,5
    • Doris Zauberbein

      • 41 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Nach „Anna, genannt Humpelhexe“ und „Von der Fee, die Feuer speien konnte“ Fühmanns drittes Märchen in Einzelausgabe, kongenial illustriert von Jacky Gleich

      Doris Zauberbein
      5,0
    • Inhalt: Perikles. Ein Sommernachtstraum. Das Wintermärchen. Der Sturm. Ab 11 Jahre

      Shakespeare-Märchen
      4,0
    • Der Geliebte der Morgenröte

      • 119 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Zu den Vorlieben des Ostberliner Autors Franz Fühmann - im Westen vor allem bekannt geworden mit seinen beiden Büchern › Das Judenauto ‹ und › Zweiundzawanzig Tage oder Die Hälfte des Lebens ‹ - gehört es, alte Märchen- und Sagenmotive zu aktualisieren, aus der Vergangenheit in die Nähe zu holen. In diesem Band › Der Geliebte der Morgenröte ‹ geht es um griechische Mythen-Figuren. In diesen vier ganz sparsam, klassisch karg geschriebenen Geschichten stellt Fühmann seine Mythen-Helden als Unterlegene, Leidende, Bestrafte, von den Göttern Gedemütigte dar. In der Titelgeschichte zum Beispiel wird Tithonos, dem › Geliebten der Morgenröte ‹, zwar ewiges Leben geschenkt, nicht aber ewige Jugend. Hera - von allen Ehefrauen die am meisten gequälte und betrogene - gibt sich Zeus noch einmal hin - um ihn von den trojanischen Schlachtfeldern abzulenken. Inhalt: - Der Geliebte der Morgenröte - Hera und Zeus - Marsyas - Das Netz des Hephaistos

      Der Geliebte der Morgenröte
      4,0
    • Anna, genannt Humpelhexe

      • 39 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Anna humpelt. Sie humpelt, weil ein Bein, das linke, länger ist als das andere. Anna humpelt, und die Kinder verspotten sie. Hexenkinder. Denn Anna ist ein Hexe unter Hexen, geht auf eine Hexenschule, hat Hexenlehrer und eine berühmte Hexenmutter, Rapunzel mit Namen. Die sagt, Anna solle zum Doktor gehen, sich das eine Bein ein wenig kürzer hobeln lassen: "Und wenn du aufwachst, hast du zwei gleiche Beine, wie die anderen Hexenkinder auch." Doch Anna will nicht, will nichts abgeben von ihrem Bein, auch wenn diese "Gleichbeiner" weiter über sie spotten. Und erst recht den Kopf schütteln, als Anna zum Siebenmeilenstiefelwettlauf antritt. Aber sie werden sich wundern! "Anna, genannt Humpelhexe" erschien zuerst in den "Märchen auf Bestellung", einem schmalen Bändchen, in dem Franz Fühmann seine Texte für Kinder kurz vor seinem Tod zusammenfasste. "Franz Fühmann", so Peter Härtling in seinem Nachwort zur Neuausgabe, "wünschte mit seinen Märchen, Erzählungen und Aufsätzen, dass seine Leser im Gedankenspiel Freundlichkeit und Aufmerksamkeit lernen. Er wollte aufklären."

      Anna, genannt Humpelhexe
      4,0
    • Saiäns-fiktschen

      • 156 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Als ein junger Leser Franz Fühmann fragte, ob er seine Werke als Science-Fiction betrachte, wies er dies schnell zurück und distanzierte sich von dem Genre. Dennoch umarmte er beim Verfassen der Geschichten in diesem Band ein hybrides Genre, das er "Saiäns-Fiktschen" nannte. In sieben miteinander verwobenen Erzählungen bietet diese Sammlung eine steampunkartige Kritik an der Logik des Kalten Krieges. Die Handlung spielt in einer Zukunft, in der zwei Nationen um die Vorherrschaft kämpfen: Uniterr, das einen übertriebenen Ostblock mit strengen persönlichen Freiheiten repräsentiert, und Libroterr, das die Exzesse des Westens ins Extreme treibt. Die Erzählungen folgen drei jungen Bürgern von Uniterr: Jirro, einem Neutrinologen, dessen Leben durch ein Jahr in Libroterr verändert wird; Janno, einem Kausologen, der aufgrund eines flüchtigen unreinen Gedankens in der Mittelmäßigkeit gefangen ist; und Pavlo, einem einfallsreichen Trinker, dessen Geist gesellschaftliche Grenzen herausfordert. Durch ihre Erfahrungen enthüllt Fühmann die Eigenheiten ihrer Welt und zeigt eine Meisterklasse im subtilen Weltenbau. Während die Leser die Absurditäten von Libroterrs aggressiven Werbungen und Uniterrs verpflichtenden Gedankenlesungen durchqueren, bleibt Fühmanns dunkle Komödie von alarmierender Relevanz und bietet eine erschreckende Perspektive von der anderen Seite der Berliner Mauer.

      Saiäns-fiktschen
      3,0
    • Wie tief hinab reich das Erinnern? 1962 erschien erstmals »Das Judenauto«. Jener Erzählzyklus, der zum erfolgreichsten Buch Franz Fühmanns werden sollte. »Ich hatte Erfahrungen, existentielle Erfahrungen ..., die ich mitteilen wollte.« In 14 Kapiteln widmet sich Fühmann Ereignissen, in denen sich die Brüche und Abgründe in der deutschen und damit europäischen Geschichte der Jahre 1931 bis 1949 widerspiegeln. »Reportagen durch die Zeit« nannte er seine Erzählungen. Ziel war es, »eine Figur von unten zu zeigen; wie sieht sie sogenannte historische Ereignisse. Wie schaut es zum Beispiel im Alltag aus, wenn ein Weltkrieg ausbricht«. Fühmann erzählt mitreißend, bedrückend, anschaulich. Etwa wie sich Menschen freiwillig in eine Scheinwelt begeben, in der Fakten nur dann stimmen, wenn sie einem passen, eine Scheinwelt, durch die viele offenen, aber oft nicht sehenden Auges in den Untergang marschieren. Ein beklemmend aktuelles Buch.

      Das Judenauto
      4,0
    • Prometheus

      die Titanenschlacht

      • 243 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Vom Fall des Geschlechts der Titanen, dem Aufstieg der Götter und der Erschaffung des Menschen durch Prometheus erzählen Fühmann und Angela Hampel - klar, kraftvoll und ausdrucksstark in Text und Bild. "Im Mythos ist immer der ganze Mensch da, auch als Geschlechts-, auch als Naturwesen, aber nie auf diese reduziert", schreibt Fühmann, und macht aus Prometheus einen bodenständigen, greifbaren Helden: Während die Götter gegeneinander intrigieren und um Macht und Herrschaft kämpfen, hat er, der nach Freiheit strebt, als einziger Titan Gaia, die Mutter Erde, nicht vergessen. Die antiken griechischen Mythen mit ihren Intrigen, Machtkämpfen, ihrer Sinnlichkeit und Lebensfreude bieten ein ideales Arbeitsfeld für die bekannte Künstlerin Angela Hampel, deren farbintensive Gemälde dem Neo-Expressionismus und den Neuen Wilden nahe sind. Ihre ganz eigene bildnerische Sprache erschafft mit kraftvollen Rot- und Gelbtönen ein dramatisches Spiel von Licht und Schatten. Hampels Bilder treten in einen lebendigen Dialog mit dem Text und verleihen den Figuren und Ereignissen eine unwiderstehliche Präsenz.

      Prometheus
      4,0
    • In der Stadt Käsebrot lebt ein einzigartiges, buntes Vögelchen in einem blauen Nest, das von Kindern geliebt wird. Eines Morgens verschwindet es, und eine spannende Suche beginnt, unterstützt von Kindern und Wachmeistern. Franz Fühmanns Klassiker der DDR-Kinderliteratur kehrt zurück, ergänzt durch ein Nachwort zur Entstehungsgeschichte.

      Die Suche nach dem wunderbunten Vögelchen. Mit e. Nachw. v. Ernst-Jürgen Walberg
      3,8
    • Mein letzter Flug

      Roman einer Jugend unter Hitler in acht Erzählungen

      • 224 Seiten
      • 8 Lesestunden

      "Ich will nicht vergessen" "Wie tief hinab reicht das Erinnern?" Eines der Lebensthemen von Franz Fühmann war die literarische Vergegenwärtigung seiner Kindheit und Jugend, die er im Nachhinein als "eine gute Erziehung zu Auschwitz" bezeichnete. Einzelne Etappen dieser Zurichtung zum Nationalsozialismus hat er rückblickend in Erzählungen festgehalten. Der von Uwe Wittstock herausgegebene Band löst diese Texte aus der Reihenfolge ihrer Entstehung und ordnet sie nach den Entwicklungsstadien der kindlichen Hauptfigur. Es sind (bis auf das Schlussstück "Kameraden") alles Ich-Erzählungen und sie lesen sich im Zusammenhang wie ein Erziehungsroman der schwarzen Pädagogik, wie ein kleiner, finsterer Coming-of-age-Roman. Die Zusammenstellung kann so zum 100. Geburtstag des Autors liefern, was zur Wirkung Fühmanns auf ein großes Lesepublikum immer einen gut lesbaren, anschaulichen, sprachlich herausragenden, populären Roman.

      Mein letzter Flug
      3,0
    • Voller Phantasie und farbenreich schildert Fühmann den zehnjährigen Krieg der Griechen gegen Troja, der nach langem, blutigem Kampf durch eine List des Odysseus beendet wird. Sprachgewaltig lässt der Autor die Helden aus der Mythologie wiederauferstehen.

      Die Sage von Trojas Fall
      3,6
    • "Der abenteuerliche Simplicissimus" ist das unumstrittene Hauptwerk des bedeutendsten deutschen Erzählers der Barockzeit und der erste deutsche Prosaroman, der Weltgeltung erlangte. Der "Simplicissimus" ist ein Schelmenroman, in dem sich derbe Landsknechtsmanier mit Witz und Weisheit, barocker Naturalismus und groteske Satire mit Phantasie und Sentiment verbinden. Beim Lesen, beim Durchblättern schon verwandelt sich dieses dicke Buch zum großen Zeitpanorama, zum deutschen Welt- und Zauberspiegel, der uns mit jeder Seite, bei jedem Nachschlagen und Nachlesen neue Facetten der Vergangenheit und der unvergänglichen menschlichen Eitelkeit enthüllt.

      Abenteuerlicher Simplicius Simplicissimus
      3,5
    • Das Nibelungenlied

      Neu erzählt von Franz Fühmann

      • 223 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Mutige Männer und schöne Frauen, Liebe und Tod, Treue und Verrat Er trat von Kriemhild, doch er wagte nicht mehr, sie anzublicken. Die Königin aber sagte, wie es die Sitte gebot: »Seid mir willkommen, Herr Siegfried, guter, edler Ritter!«Da wurde Siegfried über und über rot, und er verneigte sich vor der schönen, und sie fasste, wie es Brauch war, seine Hand, damit er sie durchs Spalier der Neugier zum Spaziergang geleite. Mutige Männer und schöne Frauen, Liebe und Tod, Treue und Verrat - ›Das Nibelungenlied‹ erzählt von den ewigen Dingen - spannend bis zum letzten Schwerthieb.

      Das Nibelungenlied
      3,1
    • Das Nibelungenlied

      • 205 Seiten
      • 8 Lesestunden

      „Was ist das für ein Land?“, fragte König Gunther voll Staunen.„Es ist das Eisland, Fürstin Brünhilds Land“, sprach Siegfried, „und diese Burg ist die Feste Isenstein!“ Als das Schiff der Burg nah kam, zeigten sich Frauen in allen Fenstern. Eine trug ein schneeweißes Kleid. Da sagte Siegfried zu Gunther: „Seht Euch diese Schönen hier an! Wenn Ihr wählen könntet, welche würdet Ihr wählen?“ Da sagte König Gunther: „Die Frau im schneeweißen Kleid. Wer ist das? Sie ist wunderschön. Sie soll meine Frau sein!“ Da sagte Siegfried: „Ihr habt recht geraten, König Gunther. Es ist Brünhild!“

      Das Nibelungenlied
      3,2
    • Das Ohr des Dionysios

      Nachgelassene Erzählungen

      • 160 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Libro usado en buenas condiciones, por su antiguedad podria contener señales normales de uso

      Das Ohr des Dionysios
    • In Nazi-Deutschland kämpft ein Junge mit seinen erotischen Empfindungen, die ihn mehr beschäftigen als die Politik. Als er wegen seiner ersten Liebe gehänselt wird, projiziert er seine Sorgen auf die Juden, wie er es bei den Erwachsenen beobachtet hat.

      Das Judenauto. Vierzehn Tage aus zwei Jahrzehnten
    • Androklus und der Löwe

      • 58 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Androklus fürchtet den Dschinn, den Wüstengeist, doch der Schatten vor der Höhle ist noch schlimmer. Ein spannendes orientalisches Märchen.

      Androklus und der Löwe
    • Die Geschichte vom kleinen Und

      • 32 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Es war einmal ein schrecklich langer Satz mit lauter finsteren Worten. Zwischen all den finsteren Worten befand sich ein kleines und, das sich nach Licht und Wärme sehnte. Eines Tages lief es deshalb davon, legte sich in die Sonne, wurde jedoch gleich müde, schlief ein – und als es erwachte, ware der Satz längst weg. Und das kleine und stand mutterseelenallein in der Welt. Das war noch schlimmer als Finsternis. Franz Fühmanns grandiose Erzählung für Kinder und jene, die sich Erwachsene nennen, begleitet das kleine und auf seiner Suche nach einer neuen Gemeinschaft. Zum Glück ist es wählerisch, geht nicht mit jedem oder jeder mit. Will sich nicht mit dem H zum Hund vereinigen, will nicht zwischen Mann und Maus untergehen. Kann warten, bis das richtige Wort vorbeikommt ... Eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Geschichte, trefflich illustriert von Jacky Gleich. Ein Buch, das Lust auf Sprache macht: verspielt, ganz ohne pädagogischen Zeigefinger, aber lehrreich. Eine große Freude – und noch viel mehr ...

      Die Geschichte vom kleinen Und
    • Kabelkran und Blauer Peter

      • 120 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Ein Schriftsteller verlässt seinen Schreibtisch. Fährt nach Warnemünde. Nicht an den Strand, sondern in die Werft. Nicht zum Sonnenbaden, sondern zum Arbeiten. Es ist Franz Fühmann, der sich 1960 auf den Weg macht, um zu erfahren, wie sich das Leben an der Basis darstellt. Seine dort gemachten Erfahrungen erlebt er als Befreiung. Zweifel am System werden erst einige Jahre später und dann mit Vehemenz seine Sicht bestimmen, sein Leben, sein Werk. „Kabelkran und Blauer Peter“ ist ein bestens lesbares Stück Literatur, über eine Arbeitswelt, in der schon damals die Moderne mit sich steigernder Geschwindigkeit Einzug hielt. Doch dieser Reportage-Klassiker ist noch viel mehr: Er zeigt einen Menschen, der anfängt zu er- gründen, ob theoretische Muster im praktischen Leben eine Entsprechung finden.

      Kabelkran und Blauer Peter
    • Fühmanns Rede über den in der DDR verpönten Gottfried Benn 1981 war nur in einer kirchlichen Einrichtung möglich. Sie blieb ungedruckt, aber als Tondokument erhalten. Ein erstaunliches Zeugnis! In der DDR war Gottfried Benn lange eine Unperson. Er galt als zu sehr verstrickt mit den Nationalsozialisten; tatsächlich hatte er die »Bewegung« anfangs begrüßt, allerdings wandte er sich schnell davon ab, um in einer »aristokratischen Form der Emigration« zu überwintern. Der DDR blieb er dennoch hochverdächtig. 1981, und zu diesem Zeitpunkt war das absolut spektakulär, nennt Fühmann ihn in einer Rede in den Samariteranstalten Fürstenwalde/Spree einen der »größten deutschen Lyriker in diesem Jahrhundert«. Sofort macht er klar, dass er Benn nicht nur schätzt, sondern ein intimer Kenner seines Werkes ist. Fühmann, selbst ein Schriftsteller, der sich seine eigenen politischen Irrtümer nicht verzeihen konnte (er hatte den Nazis angehangen und war nach 1945 ebenso blind den sozialistischen Parolen auf den Leim gegangen), sah in Benn insofern auch einen Gefährten. Er liest seine Gedichte als Kollege: Wie sind sie gemacht? Wie sind sie zu verstehen? Dass er vor einem Publikum spricht, das Benn gewissermaßen kaum dem Namen nach kennt, macht einen großen Reiz dieses Vortrags aus, der nach einem Tondokument verschriftlicht wurde und in der Fühmann-Werkausgabe nicht enthalten ist.

      Über Gottfried Benn