André Heller ist ein visionärer Künstler und Performer, dessen umfangreiches Werk Schreiben, Theater, Film und Performancekunst umfasst. Seine Kreationen werden für ihre poetische Tiefe, ihren visuellen Glanz und ihre Auseinandersetzung mit der menschlichen Psyche gefeiert. Heller verwebt auf meisterhafte Weise Kunst mit philosophischer Einsicht und hinterlässt beim Publikum einen bleibenden Eindruck. Sein unverwechselbarer Ansatz zum künstlerischen Ausdruck spiegelt den tiefen Wunsch wider, grundlegende menschliche Erfahrungen zu verstehen und zu vermitteln.
André Heller greift Szenen und Begebenheiten seiner Kindheit auf und verwandelt sie in die Geschichte eines Jungen mit funkelnder Phantasie. In einem Asbest-Anzug als erster Mensch in das Innere des Vesuvs hinabzusteigen, um in der glühenden Lava nach Feuerfischen zu suchen, das ist einer von Pauls Plänen. André Heller schreibt eine poetische Erinnerung an ein Kind, eine Industriellendynastie und die schillernde Gesellschaft des Wiener Großbürgertums.
Wean kannst net dasingen / Wean kannst net daschreiben / Wean kannst da nur jeden Tag frisch / unter D Nasen reiben. André Heller meinte schon vor 35 Jahren, als er dieses Dialektgedicht schrieb, man könne an einer Wien-Beschreibung nur scheitern. Sei es, weil hier nach Anton Kuh Gut und Böse des mitteleuropäischen Geistes geboren wurde, sei es, weil ihn selbst schon damals ein zwiegespaltenes Nähe-Distanz-Verhältnis zu seiner Geburtsstadt Wien und seinen Bewohnern plagte
Der erfolgreiche Wiener Multimediakünstler (Jg. 1949) beweist sein Erzähltalent mit enormer Fantasie und unerschöpflichem Sinn für Skurrilität, immer im Mittelpunkt sein tiefes Verständnis menschlicher Verstörtheit.
Eine spannende Fantasiereise entlang der Donau, die fast 3.000 Kilometer durch Europa fließt und Länder, Kulturen sowie Geschichten verbindet. Das Buch vereint knapp 40 neu erzählte Märchen, Mythen und Legenden aus allen Regionen der Donau, von der Quelle bis zur Mündung. Die Erzählungen, überliefert von Großeltern, stammen von bekannten Autoren wie Christine Nöstlinger und André Heller. Die Reise wird von Erfewalu, einem kleinen Wandler zwischen Kulturen, geleitet, der von Nixen, Wasserwesen, verborgenen Schätzen und gefährlichen Ungeheuern erzählt. Fantasievolle Illustrationen von Susanne Schmögner begleiten die literarische Flussfahrt. Zusätzlich enthält das Buch ein Hörbuch, in dem Mercedes Echerer, Joachim „Blacky“ Fuchsberger und André Heller ausgewählte Geschichten interpretieren. Die Musik des Akustik-Trios Folksmilch fängt die Geräusche und Stimmungen der Donau ein. Neben der deutschsprachigen Version sind auch deutsch-slowakische und deutsch-rumänische Fassungen erhältlich. Das Werk bietet eine literarisch-musikalische Märchenreise entlang der Donau, illustriert und akustisch untermalt, und richtet sich an Leser von 5 bis 99 Jahren. Preis: € 19,80.
Gespräche mit meiner Mutter in ihrem 102. Lebensjahr
112 Seiten
4 Lesestunden
Worauf kommt es an im Leben? 102 Jahre alt ist Elisabeth Heller, und langsam, so sagt sie in den Gesprächen, die sie mit ihrem Sohn André in den vergangenen Monaten geführt hat, geht es ans Verabschieden. „Innerlich sieht man sich noch jung und freut sich auf den nächsten Tag“, sagt die alte Dame, die geboren wurde, als der Erste Weltkrieg ausbrach, und die mit gerade 19 den Süßwarenfabrikanten Stephan Heller heiratete. Ein anderes Mal wünscht sie sich, „dass das Körperwerkl in Gottesnamen auslaufen soll“ und erzählt dann munter über einen Selbstmordversuch aus Liebe und über Lehár am Klavier in Bad Ischl. Ein kleines Buch von großer Weisheit, würdevoll, poetisch, komisch. Und das Dokument einer späten Liebe und großen Offenheit zwischen Mutter und Sohn.
Tiefgründig, schillernd, phantasievoll: Wie in seinem Bestseller „Das Buch vom Süden“ erzählt André Heller ganz besondere, tiefgründige und schillernde Geschichten.
Eine Weltmeisterschaft im Händefalten, Shlomo Herzmanskys wundersames Überleben dank Himmler und ein wildes nächtliches Durcheinander von Lipizzanern mitten in Wien. Alles ist möglich, selbst die Abschaffung des Todes kann einen nicht wirklich erstaunen, wenn man in die Erzählwelt von André Heller eintaucht. Wie in seinem Bestseller „Das Buch vom Süden“ vermischt André Heller Anekdotisches mit Autobiografischem, schafft Bilder und Porträts seiner Welt, die die Vergangenheit in die Gegenwart holt und die Ferne in die Nähe. „Ein Maupassant, ein Schnitzler, sogar ein Joseph Roth von morgen könnte André Heller werden.“ (Joachim Kaiser, Süddeutsche Zeitung)
„Eine Trostgeschichte im Wirrwarr unserer Zeit“ – von Wortjongleur André Heller
Der schönste Tag des Jahres ist für Tullio sein Geburtstag. Da bekommt er von seinen Eltern ein Fest geschenkt. Seine liebsten Freundinnen und Freunde darf er dazu einladen, und die ganze Wohnung wird geschmückt. Am wichtigsten aber ist, dass die Gäste aufs originellste kostümiert erscheinen. Diesmal jedoch ist alles anders. Wegen einer Krankheit, sagt sein Vater, die die ganze Welt durcheinanderbringt, könne das Fest nicht stattfinden. Tullio fühlt sich von allen guten Geistern verlassen. Doch die für Schlafabenteuer zuständige Nachtpräsidentin beratschlagt sich mit den Feen und Luftgenien und schickt Tullio eine Parade von fantastischen Wesen, die über Nacht aus ihm das glücklichste Kind machen. Seiltänzer, Feuerspucker, Schattenspieler, die exotischsten Tiere und Pflanzen werden von Maïté Kalita, Esther Martens und dem Wortjongleur André Heller versammelt.