Als Aurora die neue Stimme von »Die Stunde der Señorita Leo« wird, weiß sie noch nicht, dass das ihr Leben von Grund auf verändern wird. Als Sprecherin der beliebtesten Radiosendung Spaniens übernimmt sie eine große Verantwortung. In den Briefen, die ihr ihre Zuhörer schicken, findet die junge Frau Träume und Hoffnungen, Ängste und Sorgen, und ihr Rat ist stets willkommen. Für viele Menschen ist »la Señorita Leo« ein echter Rettungsanker, eine Vertraute, eine Freundin via Äther. Menschen wie Germàn, einen einsamen Handelsreisenden, der sich keine von Auroras Sendungen entgehen lässt, weil er sich in ihre Stimme verliebt hat. Doch Aurora ist genauso unglücklich wie viele ihrer Zuhörer, weil auch ihr das Herz gebrochen wurde. Eines Tages fragt sie sich, was aus den Briefen wird, die nicht in ihre Hände gelangen, und erfährt, dass diese verbrannt werden. Entrüstet nimmt Aurora die Briefe mit nach Hause, um sie zu beantworten. Und so erfährt sie von Elisa, einem jungen Mädchen, das sich umbringen will. Oder von Sole, die nicht weiß, wie sie sich vor ihrem gewalttätigen Mann schützen soll. Bei dem mutigen Versuch, auch diesen Menschen und ihren Geschichten Gehör im Radio zu verschaffen, riskiert Aurora ihre Stelle ...
Angeles Doñate Bücher





Ein Wohlfühlroman für alle Liebhaber von Briefen und Büchern und ein Liebesroman der ganz besonderen Art von der spanischen Autorin Ángeles Doñate. Im kleinen spanischen Dorf Porvenir soll die Postfiliale geschlossen werden. Der Postbotin Sara wird ein Job in der Stadt angeboten – fern von ihrer Heimat und den Menschen, die sie liebt. Das aber kann Saras Nachbarin, die 80-jährige Rosa, keinesfalls zulassen: Briefe müssen her, also beginnt sie zu schreiben und bittet den Empfänger, dasselbe zu tun. Schon bald reicht eine Briefkette durch ganz Porvenir, enthüllt Schicksale und Leidenschaften – und füllt die Postfiliale. Eine neue Chance für Sara - und eine neue Liebe?
Als in den 1920er Jahren Bahnarbeiter mit ihren Familien quer durch Mexiko reisten, um Schienen zu legen und Bahnhöfe zu bauen, rollten mit ihnen fahrbare Klassenzimmer durch die Landschaft: die so genannten Eisenbahnschulen. Ikal, der elfjährige Sohn eines Eisenbahnarbeiters, träumt davon, Lehrer zu werden. Er bewundert seinen älteren Freund Chico, zählt mit Tuerto die vorbeifahrenden Züge, träumt von Valeria, deren dunkle Haare sich wellen wie das Wasser auf dem Río Culiacán, und erlebt Abenteuer mit seinem Hund Quetzal. An der Grenze zum Nirgendwo, zwischen Obstfeldern und alten Waggons, entdecken die Kinder das Leben, inspiriert von ihrem Lehrer Don Ernesto – er hat sein Schicksal mit dem dieser jungen Menschen verknüpft und ist bereit, leidenschaftlich für seine Schützlinge zu kämpfen. Doch das einst erfolgreiche Modell hat in einem modernen Mexiko keinen Platz mehr, und nun will die Regierung auch die letzte Eisenbahnschule schließen. Hugo Valenzuela, Chefinspektor der Generaldirektion für Bildung, soll die Schließung abwickeln. Ein altes Foto, das er in den Akten findet, bringt ihn jedoch dazu, Fragen zu stellen – seinen Vorgesetzten, aber auch sich selbst.
I narratori: La posta del cuore della Señorita Leo
- 249 Seiten
- 9 Lesestunden
Ogni sera, alla stessa ora, l’intero paese si ferma e si mette in ascolto davanti alla radio. Mentre nelle case si diffondono le prime note della sigla musicale, nel piccolo studio di calle Caspe, a Barcellona, cala il silenzio, una luce comincia a lampeggiare e due labbra dipinte di rosso si avvicinano al microfono per augurare la buona notte agli ascoltatori. Sono le labbra di Aurora, la presentatrice di uno dei programmi radiofonici più popolari nella Spagna degli anni settanta: “La posta della señorita Leo”. Quando Aurora inizia la sua collaborazione con la radio, non può certo immaginare quanto quel lavoro le cambierà la vita. Per molte persone la señorita Leo è una vera e propria ancora di salvezza, una confidente, un’amica via etere. Persone come Germán, un rappresentante di biancheria intima che ogni sera ascolta quella voce calda e rassicurante sognando di trovare l’amore; Sole, che non ha il coraggio di affrontare il marito violento; ed Elisa, un’adolescente solitaria e tormentata. Nelle lettere che riceve, Aurora trova sogni, speranze e paure, ma quando scopre che l’emittente censura la maggior parte delle missive perché il programma deve mantenere un tono frivolo e scanzonato, decide di fare di testa propria. Dopo anni di remissiva ubbidienza e anonimato, avrà una missione nella vita: salvare le lettere della gente comune e dare voce alle storie del cuore, che meritano tutte di essere ascoltate.