„Ein Pionierwerk ohne Konkurrenz.“ Hans-Ulrich Wehler, DIE ZEIT In über 120 Beiträgen bieten die „Deutschen Erinnerungsorte“ ein einzigartiges, spannend zu lesendes Panorama deutscher Geschichte und zugleich ein herausragendes Beispiel lebendiger Erinnerungskultur. Von Canossa bis zum Reichstag, vom Nibelungenlied bis zur Familie Mann, vom Weißwurstäquator bis zur Berliner Mauer, vom Dolchstoß bis zu Willy Brandts Kniefall in Warschau - in insgesamt 40 ebenso klugen wie glänzend geschriebenen Beiträgen präsentieren herausragende Autoren aus dem In- und Ausland die wichtigsten Bezugspunkte im kulturellen Gedächtnis der Deutschen. Der erste Band der „Deutschen Erinnerungsorte“ eröffnet ein faszinierend neues Panorama deutscher Geschichte und Erinnerungskultur.
Etienne François Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






- 2009
- 2003
Vergangenheit lebt durch Erinnerung und stirbt durch Vergessen. In allen Gesellschaften besteht die Gefahr, Vergangenheit selektiv zu verformen und Erinnerungspolitik zu betreiben. Die Geschichte der Deutschen ist ein lehrreiches Beispiel dafür. Viele Beiträge im zweiten Band der Reihe behandeln dieses Problem. Die Texte gruppieren sich um Begriffe wie "Revolution", "Disziplin" oder "Leistung", die typisch deutsche Konnotationen tragen. Die "ordnungsgemäße" Abwicklung von Revolutionen ist in der deutschen Geschichte ausgeprägt, wobei "Achtundsechzig" als Ausnahme erscheint. Heinz Bude, Soziologie-Professor, analysiert nüchtern die "Bewegung und den Bewegten" und entlarvt den Mythos, während 1968 dennoch als "sicherer Erinnerungsort im Kollektivgedächtnis" bestehen bleibt. Auch die Fußball-Bundesliga, ein Kind der Bundesrepublik, ist eng mit Mythenbildung und emotionaler Beteiligung verbunden. Gunter Gebauer zeigt, wie diese Institution die Entwicklung der bundesdeutschen Gesellschaft widerspiegelt. Ute Frevert thematisiert in ihrem Artikel "Pflicht" den Wandel des Begriffs, der von einer hohen Wertschätzung im wilhelminischen Deutschland über die Perversion zwischen 1933 und 1945 bis zu seiner "Beerdigung" durch Oskar Lafontaine 1982 reicht. Trotz dieser Veränderungen blieben Kontinuitäten bestehen, etwa in der Wahrnehmung der Wehrpflicht und der Steuerpflicht.
- 2002
Deutsche Erinnerungsorte Band I. Bd.1
Ausgezeichnet mit dem Preis Das Historische Buch, Kategorie Zeitgeschichte 2001
- 725 Seiten
- 26 Lesestunden
Ein historisches Jahrhundertunternehmen: In vierzig klugen und glänzend geschriebenen Beiträgen präsentieren herausragende Autoren aus dem In- und Ausland die wichtigsten Bezugspunkte im kulturellen Gedächtnis der Deutschen. Der erste Band ist der Auftakt zu einem einzigartigen Abenteuer Geschichte. Die Erinnerung wird als ein dynamisches, emotionales Netz beschrieben, das nicht nur Individuen, sondern auch Gemeinschaften prägt. Gedenkfeiern, Denkmäler, Mythen und Rituale sowie die Beschwörung "herausragender" Persönlichkeiten und Ereignisse bilden die emotionalen und oft umkämpften Bezugspunkte im kollektiven Gedächtnis einer Nation. Diese "Topographie" deutscher Erinnerung umfasst insgesamt drei Bände mit über 100 Beiträgen, die nicht nur die Geschichte der Erinnerungsorte beleuchten, sondern auch deren Entstehung als "loci memoriae". Es wird untersucht, wie und warum diese Orte zu Kristallisationspunkten des kollektiven Gedächtnisses wurden und wie sich deren Bedeutungsgehalt im Laufe der Geschichte bis in die Gegenwart verändert hat. Das Ergebnis ist kein nostalgisches Werk, sondern ein Buch der Entdeckungen und kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte, das als Beispiel lebendiger Erinnerungskultur dient und in dieser Form in Deutschland einzigartig ist.
- 2001
Vergangenheit lebt durch die Erinnerung und stirbt durch das Vergessen. In allen Gesellschaften besteht die Gefahr, Vergangenheit selektiv zu verformen und Erinnerungspolitik zu betreiben. Die Geschichte der Deutschen ist hierfür ein lehrreiches Beispiel, das in vielen Beiträgen des zweiten Bands der Reihe Deutsche Erinnerungsorte behandelt wird. Die Beiträge gruppieren sich um Begriffe wie "Revolution", "Disziplin" oder "Leistung", die typisch deutsche Konnotationen aufweisen. Die "ordnungsgemäße" Abwicklung von Revolutionen ist in der deutschen Geschichte besonders ausgeprägt, mit einer Ausnahme: "Achtundsechzig". Heinz Bude, Soziologie-Professor, entblößt den Mythos dieser Bewegung und ordnet sie in den Kontext sozialer Bewegungen ein. Dennoch bleibt 1968 ein "sicherer Erinnerungsort im Kollektivgedächtnis". Auch die Fußball-Bundesliga spielt eine Rolle in der Mythenbildung und reflektiert die Entwicklung der Gesellschaft. Gunter Gebauer, Sportwissenschaftler, zeigt diese Institution als Spiegel der bundesdeutschen und gesamtdeutschen Gesellschaft. Ute Frevert demonstriert in ihrem Artikel "Pflicht" den Wandel von Begriffen: "Pflicht" war einst hoch dekoriert, wurde aber zwischen 1933 und 1945 pervertiert und 1982 von Oskar Lafontaine als "Sekundärtugend" abgewertet. Kontinuitäten bestehen jedoch, insbesondere in der Wahrnehmung von Wehrpflicht und Steuerpflicht.
- 2001
Die Bände 2 und 3 der "Deutschen Erinnerungsorte" bieten über 120 Beiträge von renommierten Autoren zu zentralen Aspekten der deutschen Geschichte, von Arminius bis zur D-Mark. Dieses Standardwerk setzt Maßstäbe in der Erinnerungskultur und beleuchtet das kollektive Gedächtnis der Deutschen.
