Lesen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz
Über den Wandel einer Kulturtechnik






Über den Wandel einer Kulturtechnik
Philosophische Streifzüge zur Geschichte und Bedeutung des Wohnens
Mit der Coronavirus-Pandemie und den Lockdowns wurde noch einmal klar, dass die Wohnung ein entscheidender Lebens- und Rückzugsort, aber auch ein Gefängnis ist. Obgleich der Mensch ein wohnendes Wesen ist, haben sich nur wenige Philosophen damit beschäftigt. Florian Rötzer unternimmt einen erstaunlichen Streifzug durch die Kulturgeschichte des Wohnens und wirft einen Blick in die digitale Zukunft, die das Wohnen radikal verändert. Denn unsere Wohnung von morgen ist nicht länger ein privater Rückzugsraum, sondern kann von überall gesteuert, eingesehen und gehackt werden.
Schlachtfeld Megacities Es gibt praktisch kein System, das nicht gehackt, gestört, manipuliert und lahmgelegt werden kann. Florian Rötzer zeigt, wie in unseren Smart Cities aus einem Ausfall des Stromnetzes eine nationale Katastrophe entstehen kann, weil alles miteinander zusammenhängt und von einer einzigen Quelle abhängig ist. Überall auf der Welt wachsen die Städte und werden zu Megacities, es entstehen dicht vernetzte urbane Korridore. Militärstrategen bereiten sich auf militärische Interventionen in Megacities vor, deren Ausmaße und Komplexität alle Kriegsgebiete in den Schatten stellen, für die Streitkräfte strategisch und technisch gerüstet sind. Wichtiger wird dabei auch zunehmend die Dimension des Cyberwar. Je „smarter“ ein Land oder eine Stadt, je digitaler die Infrastruktur, je größer das Internet der Dinge, je mehr Daten und Prozesse in die Cloud, also in Rechenzentren, ausgelagert werden, desto anfälliger werden sie auch für Cyberangriffe und Cyberwar.
Ein ludischer Denker bildet nicht ab, er tastet sich auf Grundlage bestimmter Annahmen voran. Er weiß, dass er konstruiert und dass mit anderen Werkzeugen bzw. Methoden unterschiedliche Wirklichkeiten zugänglich werden. Der ludische Philosoph ist weniger ein Ingenieur als ein Bastler, kurz: er spielt und weiß, dass er dies tut. Das ist keineswegs nur leicht, wie man, voreingenommen von der üblichen Charakterisierung des Spiels, meinen könnte. Spielen macht nur Sinn und ist philosophisch nur dann interessant, wenn man einen Einsatz wagt, wenn man auch gegen die eigenen Ängste, Abneigungen, moralischen Einstellungen und Grundüberzeugungen denkt. Wenn man bereit ist, etwas aufs Spiel zu setzen.
Wir glauben nicht mehr an die Zukunft der Stadt. Im Gegenteil: Wir sehen sie gefährdet durch neue Technologien. Wir sehen sie bedroht durch eine Entwicklung, die alles Private öffentlich werden läßt. Umfang und Reichweite des Umbaus von Stadt und Urbanität, in dem wir uns durch die Vernetzung beenden, begreifen wir kaum. Städte entwickeln sich zu Megacities, die alle Dimensionen herkömmlicher städtischer Räume und deren Kontrolle sprengen, andere schrumpfen und hinterlassen in ihren Zentren Orte der Leere. Sie werden zu Schauplätzen neuer asymmetrischer Konfikte und damit auch wachsender Überwachung. Zugleich beobachten wir einen Rückzug in sichere, mit dem virtuellen Raum verbundene „Inseln“ im Stadtraum. Themen des Bandes: Rückblick auf die urbanisierte Welt, Die Stadt als Risiko, Die Stadt als Schauplatz asymmetrischer Konflikte, Orientalische Märchen im Sand, Die überwachte Stadt u. a.
Im nächsten Jahrhundert verändert die ortlose und gleichzeitig globale Metropolis Cyberspace die Lebenswelt aller Menschen, weil das Netz selber zur Lebenswelt wird. Doch längst bahnen sich auf dem Weg zur Wissensgesellschaft Konflikte an: Informationen werden auch im Cyberspace umkämpft, die Überwachung seiner Bewohner wird immer leichter.
Urbanität im digitalen Zeitalter
Unusual book
Aus unserem elektronischen Zeitalter ist das Internet als Kommunikationsmedium nicht mehr wegzudenken. Während für die einen eine Epoche grenzenloser Kommunikation anbricht, befürchten die anderen das Ende unserer vertrauten Wissensordnung. Rötzer hat die Entwicklung im Internet von Anfang an beobachtet und flaniert unbefangen durch diese digitalen Welten. Er beschreibt Kultur, die nur noch auf den Seiten des World Wide Web zu finden ist, und erklärt, wie durch die neuartige Informationsaufbereitung im Netz neue Weltentwürfe zustande kommen und was sie beinhalten.