In der Reihe „Zeitreisen“ wird die Hansestadt Greifswald in Vorpommern erkundet. Der Band bietet eine umfassende Darstellung der Stadtgeschichte, von ihren Anfängen bis zur Gegenwart, einschließlich architektonischer Highlights und touristischer Hinweise. Der Autor, ein Theologe und Kunsthistoriker, vermittelt einen differenzierten Blick auf die Stadt.
Geschichte, Architektur und Kunst der Hauptstadt Sloweniens
260 Seiten
10 Lesestunden
Die slowenische Hauptstadt Ljubljana zählt historisch und architekturgeschichtlich zu den interessantesten Städten Europas – geprägt durch eine wechselhafte Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart und die geographische Lage zwischen Italien, Österreich und dem Balkan. Aus der römischen Siedlung Emona wurde die Garnisonstadt Laibach im Habsburger Reich unter italienischem und österreichischem Einfluss. Ljubljana hieß die Stadt als nordwestlichste Provinzhauptstadt im Königreich Jugoslawien und später in der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien, bevor sie 1991 Hauptstadt Sloweniens wurde. Alle Epochen ihrer Geschichte fanden und finden ihren Niederschlag in der Architektur und Kunst der Stadt. Italienischer Barock, Wiener Jugendstil und sozialistische Moderne fügen sich zu einem einzigartigen Ensemble. Sloweniens berühmtester Architekt der Moderne Jože Plečnik hat das Stadtbild geprägt, kaum weniger drückte auch sein Schüler Edvard Ravnikar der Stadt seinen Stempel auf. Die junge Architektengeneration steht einerseits in ihrer Tradition und nimmt zugleich Anleihen bei der Internationalen Moderne. Anschaulich werden die Beschreibungen im Buch durch zahlreiche farbige Abbildungen.
Stetige und zunehmende Kirchenaustritte sprechen für einen anhaltenden Säkularisierungstrend in unserer Gesellschaft. Zugleich herrscht eine gewisse Unsicherheit: Wie verändert sich dadurch die Trauer- und Bestattungskultur? Gibt es eigentlich eine kirchliche Bestattung Konfessionsloser? Wodurch unterscheidet sich eine säkulare Seelsorge von einer christlichen? Können religionsfreie Menschen überhaupt »richtig« trauern? Was bedeutet atheistisches Sterben? – Es ist schon bemerkenswert, wie sehr Krisenbewältigung und Trauerverarbeitung immer noch kirchlich bzw. religiös konnotiert sind. Bei Katastrophen stützt sich die Politik auf kirchliche, ökumenische oder interreligiöse Strukturen, obwohl die Zahl der Nichtgläubigen ständig steigt. Dieses Leidfaden-Heft befasst sich mit weltlichen, säkularen Strategien für den Umgang mit Krisen, Leid und Trauer. Dabei fällt auf, dass religiöse und säkulare Methoden gar nicht so weit voneinander entfernt sind.
Nächstes Jahr in Jerusalem ist ein Wunsch vieler Juden in der Diaspora. In Franken lebten Juden über 1000 Jahre, oft geduldet, vertrieben oder ermordet, und wagten stets einen Neubeginn. Ihre Spuren sind in Städten und Dörfern vielfältig. Eindrucksvolle Fotografien von Helmut Meyer zur Capellen und erläuternde Texte von Reiner Sörries laden ein, den teils verborgenen Zeugnissen jüdischen Lebens vom Mittelalter bis zur Gegenwart Beachtung zu schenken.
Die Anfänge jüdischen Lebens in Franken liegen in den Städten, wo Juden vor rund 1000 Jahren den Pogromen im Rheinland entkamen. Nach Vertreibungen kehrten sie zurück, als Gesetze ihnen mehr Freizügigkeit gewährten. Duldung war oft an hohe Schutzgelder gebunden, während Konkurrenz zu Vertreibungen führte. Im 19. Jahrhundert erhielten Juden neue Rechte und trugen zur Kultur und Wirtschaft bei.
Der Antisemitismus blieb nie ganz verschwunden, erreichte ab 1933 grausame Höhen. Viele Juden emigrierten, während andere deportiert und ermordet wurden. Die Überlebenden, die displaced persons, wagten den Neuanfang und gründeten neue Gemeinden in den Städten.
Anfeindungen und Terror sind bis heute präsent, und jüdische Institutionen benötigen oft Polizeischutz. Ehrenamtliche Gruppen und Kommunen haben begonnen, das jüdische Erbe zu bewahren. Dieser Bildband erzählt von diesen Themen und lädt die Leser zu einer virtuellen Zeitreise und eigenen Erkundungen ein.
In der Reihe „Zeitreisen“ wird die historische Stadt Wolgast in Vorpommern erkundet. Der Band bietet einen umfassenden Überblick über ihre Architektur, von der Prähistorie bis zur sozialistischen Zeit, und umfasst einen empfohlenen Stadtrundgang sowie touristische Hinweise. Der Autor, ein Theologe und Kunsthistoriker, verbindet Insiderwissen mit einer verständlichen Sprache.
Christliche Predigtstätten, Versammlungsräume und Kirchen vor Konstantin
200 Seiten
7 Lesestunden
Reiner Sörries untersucht den frühchristlichen Kirchenbau vor Konstantin anhand literarischer und archäologischer Quellen. Er beleuchtet die Entwicklung von temporären Versammlungsstätten zu permanenten Kirchen und stellt die Frage, welche als "die älteste Kirche der Welt" gelten kann.
Die theologisch und kunsthistorisch fundierte Darstellung umfasst die Entwicklung bedeutender Orte der Sakramente Taufe, Beichte und Abendmahl von der Antike bis zur Gegenwart. Mit über dreihundert Bildern werden sowohl archäologische Highlights als auch volkstümliche Ausführungen beleuchtet. Das Buch richtet sich an Geistliche, Studierende und Kirchenbesucher, die ein vertieftes Verständnis für die Geschichte und Bedeutung dieser Orte erlangen möchten. Es bietet einen umfassenden Überblick über die kulturellen und religiösen Aspekte, die diese Stätten prägen.
Die Vielfalt der islamischen Bilderwelt wird in diesem Werk umfassend erkundet, indem religiöse, profane, mythologische und symbolische Motive systematisch für alle Kunstgattungen dargestellt werden. Ein lexikalischer Teil von A bis Z bietet Erläuterungen zu den zeitlichen und geographischen Schwerpunkten der islamischen Bilderschaffung. Zudem werden wichtige kulturelle und literarische Quellen vorgestellt. Als Bildwörterbuch konzipiert, wird die islamische Ikonographie durch zahlreiche Bildbeispiele veranschaulicht, was einen einzigartigen Einblick in diese oft missverstandene Thematik ermöglicht.
Die Untersuchung beleuchtet die frühchristliche Kirchenarchitektur als einen Raum, der durch liturgische und bildliche Elemente mit Bedeutung gefüllt wird. Anhand archäologischer Funde und altkirchlicher Texte wird die Perspektive der Gottesdienstbesucher analysiert. Dabei wird die gängige Vorstellung von der Sakralität des Kirchenraums hinterfragt und die These entwickelt, dass Gläubige sich in einem bipolaren Raum bewegen, der zwischen irdischer Herrschaft und himmlischem Reich oszilliert.
Der Umgang mit außersinnlichen Erfahrungen in der Trauerbegleitung
122 Seiten
5 Lesestunden
Viele Menschen berichten von außersinnlichen Erlebnissen wie Begegnungen mit Verstorbenen, mit Geistern oder anderen Spukphänomenen, die sie nach oder vor dem Tod eines nahestehenden Menschen gemacht haben. Handelt es sich dabei um abergläubische Vorstellungen oder um Erfahrungen, die eine Ressource im Abschiedsprozess sein können? In diesem Buch geht es um eine inhaltliche Einordnung solcher Erlebnisse. Anhand der Praxisbeispiele wird die Bandbreite außergewöhnlicher Erlebnisse rund um das Sterben deutlich. Anregungen zum beraterischen und therapeutischen Umgang mit solchen Erlebnissen ermuntern Trauerbegleiter*innen, wertschätzend, offen und ressourcenorientiert mit Berichten über außergewöhnliche Erfahrungen umzugehen.
Verständlich und umfassend führt dieses Studienbuch in die Gegenstandsbereiche und Fragestellungen der Christlichen Archäologie ein. Christliche Archäologie ist die traditionelle Bezeichnung für die wissenschaftliche Erforschung der materiellen Hinterlassenschaft des Frühen Christentums. Im Fächerkanon ist sie zwischen der Klassischen Archäologie und der abendländischen bzw. byzantinischen Kunstgeschichte angesiedelt. Sie behandelt die auch als Spätantike bezeichnete Epoche von den Anfängen des Christentums bis zum Beginn des Frühmittelalters. Diese Einführung ist als Orientierungshilfe für die Studierenden gedacht und folgt einem chronologischen Aufbau. Verständlich und umfassend führt sie in Gegenstandsbereiche und Fragestellungen des Faches ein, stellt alle relevanten Werke vor und nennt die wichtigsten Hilfsmittel. Darüber hinaus zeigt sie, wie diese frühe Phase der Kirche geistesgeschichtlich einzuordnen ist.
Dieser Auswahlkatalog erscheint anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens des Museums für Sepulkralkultur. Bei ihm handelt es sich nicht um einen Führer durch das Museum, denn die hier vorgestellten Objekte fügen sich nicht konsequent zu einem didaktisch orientierten Rundgang zusammen, sondern wollen in ihrer unvollständigen Breite lediglich einen Einblick in die weite Welt des Sepulkralen vermitteln. Hierher gehören scheinbar so alltägliche Dinge wie Todesanzeigen oder triviale Banalitäten aus der Welt der modischen Accessoires ebenso wie Zeugnisse der kunsthandwerklichen oder industriellen Grabmalkunst, erst recht auch Objekte der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Tod. Am ehesten dokumentiert diese Vielfalt, die hier nicht annähernd beschrieben werden kann, die praktisch stets vorhandene Präsenz der Endlichkeit im Leben.
Seit der Reformation sind die Konfessionen auf der Suche nach einer Kirchenarchitektur, die ihrem Glauben und ihrer Liturgie entspricht. Da das protestantische Bekenntnis im Habsburger Imperium zur Bedeutungslosigkeit verurteilt war, ließe sich vermuten, dass es einen evangelischen Kirchenbau unter der Regie der streng katholischen Habsburger nicht gegeben haben kann. Das Gegenteil ist der Fall. In den Ländern des ehemaligen Habsburger Reiches drückt ihr Kirchenbau mehr von der protestantischen Identität aus als in den Kernländern der Reformation. Das spezifisch Protestantische lässt sich an den schlesischen Friedenskirchen, den ungarischen Artikelkirchen oder den josephinischen Toleranzbethäusern ablesen. Und ebenso ist erkennbar, wie im Zuge der allmählichen Gleichberechtigung der evangelischen Konfession ihre Kirchen die protestantische Eigenart verlieren. Die bisher wenig beachteten evangelischen Kirchen in Mittelosteuropa von Breslau bis Lemberg eignen sich hervorragend zur Veranschaulichung dessen, was das Besondere des evangelischen Kirchenbaus ausmacht. Ihre Vielfalt und Einzigartigkeit in den Ländern der Habsburger Monarchie vor, während und nach der Gegenreformation wahrzunehmen und wieder zu entdecken, dazu lädt dieser informative und reich bebilderte Band ein.