Trotz aller ökumenischen Bemühungen bleibt der Eindruck, dass die Christen weiterhin getrennt leben, wenn auch friedlich, 500 Jahre nach der Reformation in Deutschland. Vor diesem Hintergrund stellen sich Fragen zu den ökumenischen Perspektiven nach 2017 und den neuen Wegen, die eingeschlagen werden können, um offene Diskussionspunkte voranzubringen. Was ist das Ziel der ökumenischen Bestrebungen? Die Beiträge dieses Bandes aus der Reihe „Theologie im Dialog“ untersuchen die geistigen Grundlagen und bisherigen ökumenischen Wege, um das zukünftige ökumenische Potenzial zu ergründen. Eine Standortbestimmung bildet die Basis für historische und theologische Analysen von evangelischen und katholischen Theologen, gefolgt von drei exemplarischen praktisch-theologischen Perspektiven. Abschließend werden einige Bemerkungen präsentiert, die den Band abrunden. Dieser Sammelband ist ein Beitrag zum Dialog zwischen kirchlichen Vertretern und der akademischen Theologie für alle, die an der Einheit der Kirche(n) interessiert sind. Die hier versammelten Beiträge stammen aus der „Montagsakademie“, einer öffentlichen Vorlesungsreihe an der Theologischen Fakultät Paderborn im Wintersemester 2016/17, die sich mit dem Thema „Ökumene 2017. Grundlagen, Wege und Visionen“ beschäftigte.
Wolfgang Thönissen Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)



English summary: Being a Reform Catholic Martin Luther is rooted in a permanent way in his church, the Latin Church. Shaped by the monastic tradition, Luther developed his theology in discussion with the scholastic theology of his day. It is a fact of effective history that the Wittenberg reform movement led to the establishment of an independent confessional church. That is, at the same time, the great ecumenical challenge which this book, as a fruit of the great ecumenical Luther symposium in Erfurt 2014, is willing to meet. German description: Als Reformkatholik ist Martin Luther in seiner Kirche, der lateinischen Kirche, bleibend verwurzelt. Gepragt durch die monastische Tradition, die er in seinem Orden kennen lernt, entfaltet Luther seine Theologie in Auseinandersetzung mit der scholastischen Theologie seiner Zeit. In seinem Anliegen, die reformbedurftige Kirche seiner Zeit zu erneuern, beschreitet er zugleich neue Wege. Dass sich die Wittenberger Reformbewegung zu einer eigenstandigen Konfessionskirche entwickelt, ist ein wirkungsgeschichtliches Faktum. Darin liegt aber auch die okumenische Herausforderung, der sich dieses Buch als Frucht des grossen okumenischen Luthersymposiums, das im Herbst 2014 in Erfurt stattfand, stellen will.